{"id":145,"date":"2016-09-04T14:22:06","date_gmt":"2016-09-04T12:22:06","guid":{"rendered":"http:\/\/www.prof-dr-alf-mintzel.de\/blog\/?p=145"},"modified":"2016-09-04T14:22:06","modified_gmt":"2016-09-04T12:22:06","slug":"27-die-epochenwende-198990","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.prof-dr-alf-mintzel.de\/blog\/2016\/09\/04\/27-die-epochenwende-198990\/","title":{"rendered":"27. Die Epochenwende 1989\/90"},"content":{"rendered":"<p lang=\"zxx\" align=\"CENTER\"><strong>Meine Einsch\u00e4tzung der \u201edeutschen Frage\u201c, 1977<\/strong><\/p>\n<p lang=\"zxx\" align=\"JUSTIFY\">So kann man sich irren! Zumindest in einigen Punkten. Ende des Jahres 1977 lie\u00df das M\u00e4nnermagazin \u201ePlayboy\u201c \u00fcber eine Journalistin bei mir anfragen, ob ich bereit sei, zum Thema \u201eIst die Wiedervereinigung eine aktuelle politische Frage?\u201c in einem Beitrag Stellung zu nehmen. Ich sagte zu und verfasste einen Artikel. Ich antwortete auf die Frage in einem pointierenden Stenogramm mit einem lapidaren \u201eNein!\u201c. Die Frage der Wiedervereinigung sei in der Bundesrepublik l\u00e4ngst nicht mehr aktuell, weder in der Politik der Bundesregierung noch nach Meinung der meisten Bundesb\u00fcrger. Meine Antworten waren, wie sich herausstellen sollte, typisch f\u00fcr die Meinung der meisten Westdeutschen. Sie rechneten nicht mehr wirklich mit einer Wiedervereinigung, schon gar nicht mit einer raschen. Die Teilung Deutschlands werde wohl von Dauer sein. Die Vereinigung sei, sofern sie \u00fcberhaupt noch angestrebt werde, ein Zukunftsprojekt. In meiner Begr\u00fcndung ging ich im Eilschritt von der Kaiserproklamation 1871 an durch die j\u00fcngste Geschichte. Die sp\u00e4t erreichte Reichseinheit habe nur 74 Jahre gew\u00e4hrt. Kein Argument k\u00f6nne die Tatsache beiseiteschieben, dass Hitler es war, der mit seiner gr\u00f6\u00dfenwahnsinnigen und verbrecherischen Politik \u2014 literarisch ausgedr\u00fcckt \u2014 den Kosaken es erst erm\u00f6glichte, tief nach Mitteleuropa vorzudringen. Die Spaltung Deutschlands sei mithin Folge nationalsozialistischer Weltmacht-Politik.<\/p>\n<p lang=\"zxx\" align=\"JUSTIFY\">Die Zweiteilung Deutschlands sei entlang alter politisch-territorialer Traditionslinien erfolgt. Die drei westlichen Besatzungszonen schl\u00f6ssen den \u00fcberwiegend r\u00f6misch-katholisch gepr\u00e4gten S\u00fcden und Westen ein, wo der politische Katholizismus seine alten Bastionen hatte. In der sowjetischen Besatzungszone w\u00fcrden \u00fcberwiegend die protestantisch-preu\u00dfisch gepr\u00e4gten Gebiete im Norden und Osten eingekapselt und hiermit die ehemaligen sozial-demokratischen und kommunistischen Hochburgen in Mittel-deutschland, lokalisiert in Th\u00fcringen und Sachsen. In den 74 Jahren Reichseinheit h\u00e4tten diese politisch-kulturellen Traditionszonen ihre politischen Nachwirkungen nicht v\u00f6llig eingeb\u00fc\u00dft Der antipreu\u00dfische Affekt des politischen Katholizismus richte sich nun gegen die Anerkennung \u201eRot-Preu\u00dfens\u201c. Das untergegangene Preu\u00dfen erlebte in der CDU\/CSU-Propaganda eine d\u00fcster-vision\u00e4re Wiederauferstehung in Gestalt der DDR, wo sich der Sowjetkommunismus mit preu\u00dfischer Tradition vermische. In der DDR werde vom Klerikalismus in der Bundesrepublik gesprochen. Jede Seite nehme f\u00fcr sich spezifische politische Traditionselemente der deutschen Geschichte in Anspruch.<\/p>\n<p lang=\"zxx\" align=\"JUSTIFY\">Im geteilten Deutschland sei in 33 Jahren h\u00fcben und dr\u00fcben eine neue politische Generation herangewachsen, erzogen in den jeweiligen ideologischen Denkmustern. F\u00fcr diese Nachkriegsgeneration seien die Reichseinheit und die nationale Frage Schulbuchwissen. Innerdeutschen Animosit\u00e4ten w\u00fcrden wieder zur Wirkung kommen.<\/p>\n<p lang=\"zxx\" align=\"JUSTIFY\">Obschon man davon ausgehen k\u00f6nne, dass die B\u00fcrger der DDR in ihrer gro\u00dfen Mehrheit f\u00fcr ein parlamentarisch-demokratisches, pluralistisches System westlicher Pr\u00e4gung pl\u00e4dieren w\u00fcrden, w\u00e4re eine Vereinheitlichung der unterschiedlichen Gesellschafts-und Wirtschaftsordnungen ein Unterfangen, das gro\u00dfe politische Belastungen mit sich br\u00e4chte. Denn keine Seite w\u00fcrde ihre vermeintlichen Errungenschaften (z.B. im Bildungssektor, in der Gesundheitspolitik, in der Mitbestimmung der Arbeitnehmerschaft etc.) preisgeben. Wie sollte also nach den politischen Br\u00fcchen und Schrecken in den nur 74 Jahren der Reichseinheit und den allerj\u00fcngsten Entwicklungsverl\u00e4ufen so etwas wie ein politischer Wiedervereinigungs-Enthusiasmus entstehen k\u00f6nnen? Nicht von ungef\u00e4hr werde der \u201eTag der deutschen Einheit\u201c, der 17. Juni, zu einer politischen Farce, zu einem Tag privater Kurzweil.<\/p>\n<p lang=\"zxx\" align=\"JUSTIFY\">Die Deutschlandpolitik der Bundesregierung strebe unter dem Kanzler Willy Brandt seit 1969 die Normalisierung des Verh\u00e4ltnisses beider deutscher Staaten an. Die DDR sei inzwischen als zweiter deutscher Staat anerkannt. Das Ziel der Wiedervereinigung sei zwar nicht v\u00f6llig aufgegeben, aber doch zu einem Fernziel erkl\u00e4rt worden. Es k\u00f6nne vielleicht im 21. Jahrhundert in einer ver\u00e4nderten globalen, europ\u00e4ischen und innerdeutschen Situation aktualisiert werden, sofern die L\u00f6sung der nationalen Frage dann \u00fcberhaupt noch die Wiedervereinigung erforderlich mache. Eine sp\u00e4tere Aktualisierung oder die endg\u00fcltige Erledigung dieser Frage werde aufs Engste mit der gesamteurop\u00e4ischen Entwicklung und der k\u00fcnftigen Gestalt Europas zusammenh\u00e4ngen. Sicher scheine zu sein, dass es erneut \u00e4u\u00dferst friedensgef\u00e4hrdend w\u00e4re, die nationale Frage der Wiedervereinigung als Vehikel der Einigung und Neugestaltung Europas zu benutzen. Es sei nicht gelungen, die deutsche Frage zu europ\u00e4isieren. Die Hoffnung der Adenauer-Anh\u00e4nger, \u00fcber die Attraktion eines bl\u00fchenden christlich-abendl\u00e4ndischen Westeuropa zur Wiedervereinigung zu gelangen, habe sich nicht erf\u00fcllt. Die nationale Frage der Wiedervereinigung sei zudem an dem von jeher gegebenen, in der Regel verdeckten Widerstand der westeurop\u00e4ischen Regierungen gescheitert, die sich nicht vor einem gesamteurop\u00e4isch geschm\u00fcckten Wiedervereinigungskarren west-deutscher Politiker spannen lassen wollten.<\/p>\n<p lang=\"zxx\" align=\"JUSTIFY\">Auch die spektakul\u00e4re Ver\u00f6ffentlichung des Manifests der angeblich in einem geheimen \u201eBund Demokratischer Kommunisten Deutschlands\u201c organisierten SED-H\u00e4retiker im \u201eSpiegel\u201c (1\/1978) und die darin enthaltenen Thesen zur Wiedervereinigung k\u00f6nnten die in der Bundesrepublik fast erstorbene Diskussion \u00fcber diese Frage nicht wiederbeleben. Die Vorschl\u00e4ge dieser Oppositionsgruppe zur Wiedervereinigung (Abzug aller fremden Truppen, Austritt aus den Milit\u00e4rb\u00fcndnissen, Garantie der deutschen Neutralit\u00e4t durch die UNO, Zulassung aller Parteien in ganz Deutschland, Wahlen zu einer deutschen Nationalversammlung etc.) seien im Kern wenig originell und neu. Sie seien mehr denn je illusion\u00e4r, weil sie weder das inzwischen m\u00fchsam ausbalancierte Kr\u00e4fteverh\u00e4ltnis zwischen den Machtbl\u00f6cken noch die ablehnende Meinung in der westdeutschen Bev\u00f6lkerung ber\u00fccksichtigten. Die \u00dcberzeugung der SED-Abweichler, \u00fcberall in der Welt sei die nationale Komponente langlebiger als die soziale, entspringe der Hoffnung, \u00fcber einen gegen\u00fcber \u00e4lteren Vorschl\u00e4gen nun euro-kommunistisch modifizierten Dritten Weg in der Deutschlandpolitik aus dem staatsb\u00fcrokratisch verordneten und gewaltsam durchgesetzten Sozialismus der DDR ausbrechen zu k\u00f6nnen. Die Wunschvorstellungen dieser neuen DDR-internen Opposition von einem im Zeichen des Sozialismus und des Euro-Kommunismus wiedervereinigten Deutschland als neutraler Br\u00fccken-Staat zwischen Ost und West werde in der Bundesrepublik nur nationalistische Neutralisten und linke Randgruppen begeistern. Die gro\u00dfe Mehrheit der zutiefst antikommunistisch gesinnten Bundesb\u00fcrger lie\u00dfe sich hingegen schon gar nicht um der Einheit der Nation willen vor diesen Karren von Euro-Kommunisten spannen.<\/p>\n<p lang=\"zxx\" align=\"JUSTIFY\">Der Bundesb\u00fcrger werde jedoch gar nicht erst vor eine solche Entscheidung gestellt werden. Denn keine Regierung der UdSSR k\u00f6nne den gegen sie gerichteten Vorschl\u00e4gen der linksoppositionellen SED-H\u00e4retiker folgen und die DDR aus ihrem Machtbereich entlassen. Ein \u2014 unter welchem Banner auch immer \u2014 wiedervereinigtes Deutschland w\u00fcrde abermals das europ\u00e4ische M\u00e4chtesystem und mit diesem die globalen Machtkonstellationen ver\u00e4ndern. Daf\u00fcr sei in absehbarer Zeit keine der Siegerm\u00e4chte von 1945 zu gewinnen.<\/p>\n<p lang=\"zxx\" align=\"JUSTIFY\">Die fast zur Apathie gewordene Zur\u00fcckhaltung der Bundesb\u00fcrger in der Frage der Wiedervereinigung sollte aber nicht als Versagen in der nationalen Frage diffamiert, sondern als n\u00fcchterner, friedenserhaltender politischer Pragmatismus gew\u00fcrdigt werden. Die kurzlebige Reichseinheit wurde im gro\u00dfdeutschen Wahn von einem verbrecherischen Regime verspielt.<\/p>\n<p lang=\"zxx\" align=\"CENTER\"><strong>Mich hatte der Hafer gestochen<\/strong><\/p>\n<p lang=\"zxx\" align=\"JUSTIFY\">Am 4. Januar 1978 brachte ich meine Stellungnahme zur Post. Die Ironie der Situation wollte es aber, dass ich meine Skizze Anfang des Jahres 1978 zur\u00fcckziehen musste. Kollegen, denen ich von der Offerte des \u201ePlayboys&#8220; berichtet hatte, drohten mir scharfe Sanktionen an, falls ich den Beitrag in dem M\u00e4nnermagazin ver\u00f6ffentliche. Sie stie\u00dfen sich nicht an dem Inhalt meiner Stellungnahme, der weitgehend ihrer eigenen Einsch\u00e4tzung entsprach, sondern an dem frauenfeindlichen Macho-Magazin. Die emanzipatorische \u201eSittenpolizei&#8220; war eingeschritten. Das war gut so! Ich zog meinen Beitrag zur\u00fcck. Wieder einmal hatte mich der Hafer gestochen. Es w\u00e4re tats\u00e4chlich unseri\u00f6s und albern gewesen, w\u00e4re mein Beitrag zwischen Frauenbusen oder anz\u00fcglichen Nackedeis erschienen. Ein Beitrag im \u201ePlayboy\u201c h\u00e4tte mich nicht gerade f\u00fcr einen Lehrstuhl empfohlen. Ich hob das Manuskript jedoch auf, weil meine Antwort die Sicht und Einsch\u00e4tzung eines jungen Sozialwissenschaftlers zeigten, die in den 1970er Jahren vorherrschten. Zw\u00f6lf Jahre sp\u00e4ter f\u00fchrte eine friedliche Revolution, die von couragierten oppositionellen DDR-B\u00fcrgern gewagt wurde, in einem komplizierten Zusammenwirken vieler Kr\u00e4fte zur Wiedervereinigung Deutschlands. Die B\u00fcrger der Bundesrepublik waren \u00fcberraschte und staunende Zuschauer.<\/p>\n<p lang=\"zxx\" align=\"CENTER\"><strong>In honoriger Gesellschaft<\/strong><\/p>\n<p lang=\"zxx\" align=\"JUSTIFY\">Muss ich mich heute f\u00fcr meine damalige Einsch\u00e4tzung sch\u00e4men? Habe ich mich als informierter, m\u00fcndiger B\u00fcrger, der seine demokratischen Partizipationsrechte auch als \u00f6ffentlicher Meinungstr\u00e4ger wahrnahm, blamiert? Was die Meinungen und Einstellungen der meisten westdeutschen B\u00fcrger und Politiker anbelangte, lag ich v\u00f6llig richtig. Prof. Dr. Peter Steinbach, ein ehemaliger Passauer Kollege, best\u00e4tigte meine damalige Einsch\u00e4tzung am 8. November 2014 in der Passauer Neuen Presse. Aus Anlass des 25. Jahrestag der \u00d6ffnung der Berliner Mauer schrieb er: \u201eEin Ende der deutschen Teilung w\u00fcrde man nicht mehr erleben, dies war ein verbreitetes Credo.&#8220; Ein Erinnerungsfragment: Als ich mich 1959\/60, also f\u00fcnfzehn Jahre nach Gr\u00fcndung der Bundesrepublik Deutschland und der Deutschen Demokratischen Republik, in Hamburg in einem studentischen Arbeitskreis f\u00fcr Wiedervereinigung engagierte und mich am Dammtor an einer \u00f6ffentlichen Mahnwache beteiligte, wurde ich ausgelacht: Wer glaubt denn heute noch an eine Wiedervereinigung? Der Historiker und Journalist Sebastian Haffner, dieser scharfsichtige Analytiker der Zeit \u201eVon Bismarck zu Hitler&#8220;, bekannte in einem Nachwort 1990: \u201eIch habe diese Ereignisse [1989\/90] nicht vorausgesehen, geschweige denn erwartet, und ich kenne auch niemanden anderen, der sie 1987 vorausgesehen oder erwartet hatte.\u201c Noch neun Monate vor dem Mauerfall, im Februar 1989, hatte der damalige Kanzleramtsminister Wolfgang Sch\u00e4uble gesagt: \u201eEine L\u00f6sung f\u00fcr die deutsche Frage (sei) auf absehbare Zeit&#8220; nicht zu erkennen. Nicht anders hatte Richard von Weizs\u00e4cker die Situation eingesch\u00e4tzt und bekannt: \u201eGewiss, keiner von uns sah damals f\u00fcr die \u00fcberschaubare Zeit eine realistische Chance zur staatlichen Vereinigung. Brandt hatte sie als &gt;Lebensl\u00fcge&lt; bezeichnet, Kohl stellte sp\u00e4ter fest, dass sie noch nicht auf der Tagesordnung der allgemeinen Ost-West-Politik stehe.&#8220; (R. v. Weizs\u00e4cker: Vier Zeiten, S. 350). Und noch 25 Jahre sp\u00e4ter waren sich prominente Akteure und Meinungsf\u00fchrer darin einig: \u201eDie Deutsche Einheit stand 1989 nicht auf der Tagesordnung.\u201c (Dr. Hans Jochen Vogel, ehemaliger Bundesfinanzminister, in: PNP Nr. 140, 20.06.2015, S.6)<\/p>\n<p lang=\"zxx\" align=\"JUSTIFY\">Nur Franz Josef Strau\u00df habe, so sein Biograf Horst M\u00f6ller, schon 1986 beim Aschermittwoch in Passau den epochalen Umbruch angek\u00fcndigt: \u201eDer Anfang vom Ende der Weltmacht des Kommunismus hat schon begonnen. Der Einsturz wird nicht erfolgen durch Krieg oder durch Revolution. Aber die Kr\u00e4fte der Freiheit \u2013 sehen Sie nach Ungarn, sehen Sie nach Polen, sehen Sie in den anderen Teil Deutschlands hin\u00fcber! Da haben sich \u00c4nderungen und Wandlungen abgespielt. Nicht umsonst versucht Herr Gorbatschow die Z\u00fcgel anzuziehen. Aber auch er ist zum Scheitern verurteilt, weil er eine wesentliche \u00c4nderung des inneren Druckes nur erreichen kann, wenn er das System aufgibt und schrittweise durch ein freiheitliches System zu ersetzen bereit ist. So weit sind wir aber noch nicht. Aber wir sind auf dem Wege dazu.\u201c (zit. n. Horst M\u00f6ller 2015: Franz Josef Strau\u00df, S. 712). Aus der Prophezeiung von Strau\u00df konnte allerdings nicht herausgelesen werden, der Umbruch st\u00fcnde unmittelbar bevor.<\/p>\n<p lang=\"zxx\" align=\"CENTER\"><strong>Die historischen Ereignisse 1989\/90, wie ich sie erlebte<\/strong><\/p>\n<p lang=\"zxx\" align=\"JUSTIFY\">Als im Herbst 1989 Tausende DDR-B\u00fcrger \u00fcber Ungarn und \u00d6sterreich nach Westdeutschland t\u00fcrmten und das Ende des DDR-Regimes unmittelbar bevorstand, weilte ich als Gastprofessor an der Western Michigan University in Kalamazoo\/USA. Am Vormittag des 18. September 1989 war ich in M\u00fcnchen in den Flieger gestiegen, ohne zu ahnen, dass am Tage meiner R\u00fcckkehr, am 24. Oktober 1989, der sogenannte Ostblock vor seinem Zusammenbruch und die osteurop\u00e4ische Staatenwelt vor einem epochalen Wandel standen. Bei meiner Abreise war von einer \u00d6ffnung der deutsch-deutschen Grenze und einer \u00dcberwindung der Berliner Mauer noch nicht die Rede gewesen. Dass die ungarische Regierung im August 1989 die Grenze f\u00fcr DDR-B\u00fcrger ge\u00f6ffnet und damit eine Fluchtwelle nach \u00d6sterreich und Westdeutschland ausgel\u00f6st hatte, war zun\u00e4chst nicht als Anzeichen f\u00fcr einen Kollaps des sowjet-kommunistischen Machtblocks gewertet worden. Ich hatte mich auf verschiedene politische Themen vorbereitet, von denen ich annahm, dass sie das Interesse amerikanischer Kollegen finden k\u00f6nnten. An einen Vortrag \u00fcber die Chancen einer zuk\u00fcnftigen Wiedervereinigung Deutschlands hatte ich nicht gedacht. An meiner Einsch\u00e4tzung der \u201edeutschen Frage\u201c hatte sich nichts ge\u00e4ndert. Auch f\u00fcr meine amerikanischen Kollegen schien dieses Problem zun\u00e4chst nicht die geringste Aktualit\u00e4t zu haben. Bei meiner Ankunft in Kalamazoo hatte mich zumindest niemand danach gefragt.<\/p>\n<p lang=\"zxx\" align=\"JUSTIFY\">Die Situation ver\u00e4nderte sich schlagartig Anfang Oktober, als amerikanische Fernsehsender \u00fcber Demonstrationen berichteten, die in Ost-Berlin aus Anlass des 40. Jahrestages der Gr\u00fcndung der DDR stattgefunden hatten. Tausende DDR-B\u00fcrger hatten eine freie Ausreise wie \u00fcberhaupt Reisefreiheit gefordert. In wenigen Tagen spitzte sich in der DDR und in den Urlaubs-l\u00e4ndern vieler DDR-B\u00fcrger, in Tschechien und in Ungarn, die Lage weiter zu. Meine amerikanischen Kollegen verfolgten im Fernsehen staunend und beunruhigt die Berichte aus Europa. Ich war von den Vorg\u00e4ngen ebenso \u00fcberrascht wie sie. Mit bohrenden Fragen drangen sie auf mich ein. Ist das Ende der Deutschen Demokratischen Republik gekommen? Steht die Vereinigung der beiden deutschen Staaten bevor? Was bedeuten diese Vorg\u00e4nge f\u00fcr die politische Lage in Europa? Welche Politik wird ein vereinigtes Deutschland treiben? Ich hatte noch meine fr\u00fcheren Einsch\u00e4tzungen im Kopf und versuchte meine Kollegen zu beruhigen. Die UdSSR werde die DDR nicht aus ihrem Herrschaftsbereich entlassen, es werde zu keiner Vereinigung kommen. Die osteurop\u00e4ischen Nachbarstaaten des Ostblocks w\u00fcrden die Fl\u00fcchtlingsstr\u00f6me wieder eind\u00e4mmen. Die Staaten der Europ\u00e4ischen Union, allen voran Gro\u00dfbritannien und Frankreich, f\u00fcrchteten und blockierten eher die Vereinigung. Dann geschah das Unglaubliche: Binnen weniger Monate und Jahre brach das sowjetisch-kommunistische Herrschaftssystem in sich zusammen. Die Vereinigung der deutschen Teilstaaten wurde innerhalb k\u00fcrzester Zeit ausgehandelt und vollzogen. George Shultz, damals US-Au\u00dfenminister, antwortete sp\u00e4ter einmal auf die Frage, ob er erwartet habe, dass die Mauer schon zwei Jahre nach Ronald Reagans Rede am Brandenburger Tor fallen w\u00fcrde: \u201eNein, solche Erwartungen konnte man gar nicht haben, aber es war klar, dass sich bald etwas \u00e4ndern w\u00fcrde. Ich war in New York im Dezember 1988, als Michail Gorbatschow seine Rede vor den Vereinten Nationen hielt. Als er fertig war, das wusste ich: Der Kalte Krieg ist vorbei.&#8220; (SZ Nr. 256, 07.11.2014, S. 8).<\/p>\n<p lang=\"zxx\" align=\"JUSTIFY\">Niemand wusste, dass am 9. November 1989 die Berliner Mauer fallen w\u00fcrde. Es waren unz\u00e4hlige B\u00fcrger der DDR, die im Herbst 1989 auf friedlichen Massendemonstrationen mit Forderungen nach Freiheit und Freiz\u00fcgigkeit ihr Leben riskierten und schlie\u00dflich die \u00d6ffnung der Mauer ertrotzten. Die f\u00fcr die DDR-F\u00fchrung fatale Fernsehmeldung ihres Spitzenfunktion\u00e4rs G\u00fcnter Schabowski, die Grenzmauer sei ab sofort frei passierbar, stellte einen geschichtstr\u00e4chtigen Moment dar. \u201eDas war keine kleine Sache&#8220; (G. Schabowski in: PNP Nr.259, 10.11.2014, S.2). Was w\u00e4re gewesen, wenn am 9. November 1989 in Panik geratende Volkspolizisten in die anbrandende Menge geschossen h\u00e4tten? Was w\u00e4re gewesen, wenn eine sowjetische Machtdemonstration die vielen tausend DDR-B\u00fcrger daran gehindert h\u00e4tte, an die Mauer vorzudringen? Was w\u00e4re gewesen, wenn Freitags-demonstranten Molotow-Cocktails gegen sowjetische Kasernen geschleudert h\u00e4tten? Es h\u00e4tte alles auch ganz anders kommen k\u00f6nnen. Die Wende war \u201ewie ein Wunder\u201c (Dr. Hans-Jochen Vogel, PNP Nr.140, 22.06.2015 S.6). \u201eHeute wissen wir, dass das Fenster zur Einheit nur einen historischen Augenblick lang offenstand. Dieser Moment bot die Chance zur \u00dcberwindung der zweiten Diktatur im Deutschland des 20. Jahrhunderts.\u201c (18. Passauer Tetralog, 63. Festspiele Europ\u00e4ische Wochen).<\/p>\n<p lang=\"zxx\" align=\"CENTER\"><strong>Wallstreet, World Trade Center und Liberty<\/strong><\/p>\n<p lang=\"zxx\" align=\"JUSTIFY\">In den dramatischen Herbsttagen 1989, die zu einem epochalen Umbruch f\u00fchrten, fand ich mich mental in eine Doppelwelt versetzt, in die Welt der USA, und dort besonders in die Metropolen Chicago, New York City und Boston, und in die Welt des fernen Europa, soweit es \u00fcber amerikanische Fernsehschirme und Zeitungen in meine N\u00e4he ger\u00fcckt wurde. Die Berichterstattung in den USA, soweit ich sie verfolgen konnte, hatte nicht die Informationsdichte, die ich von zuhause gewohnt war. Ich f\u00fchlte mich von den Vorg\u00e4ngen in Europa kommunikativ abgeschnitten und war ungl\u00fccklich dar\u00fcber, aus der Ferne nicht genauer sehen zu k\u00f6nnen, was sich dort ereignete und anbahnte. Wie bei meinem mehrmonatigen USA-Aufenthalt im Herbst 1978 nahm ich meine europ\u00e4ische Identit\u00e4t intensiv wahr. Die kolossalen Eindr\u00fccke meiner Reisen nach Chicago, Boston und New York City, auf denen mich meine Tochter Anne begleitete, f\u00fcllten allerdings die europ\u00e4ischen Informationsl\u00fccken. In Chicago, wo wir hoch oben auf dem Sears Tower einen bezaubernden Sonnenuntergang erlebten, verirrten wir uns am Abend auf der R\u00fcckfahrt in einem Stadtgebiet, das ausschlie\u00dflich von Afroamerikanern bewohnt war. Ganze Stra\u00dfenz\u00fcge endeten im Nirgendwo der Slums. Wir fuhren in einem Auto mit der Aufschrift der Western Michigan University auf seinen T\u00fcren. Anne sa\u00df am Steuer. Weil sich die Stra\u00dfen in einem miserablen Zustand befanden und wir die Orientierung verloren hatten, mussten wir langsam fahren. Schlagl\u00f6cher, Stra\u00dfensperren, heruntergekommene Geb\u00e4ude, M\u00fcll, Stra\u00dfen-nummern, die uns nichts sagten, Menschen, die uns nicht wohlgesonnen erschienen. Wir wussten nicht, wie wir aus den Slums herausfinden sollten. Am Stra\u00dfenrand standen \u00e4rmliche Gestalten und verfolgten uns mit feindseligen Blicken, weil die Schwarzen uns offenbar f\u00fcr wei\u00dfe Amerikaner hielten, die hier nichts zu suchen h\u00e4tten. Uns erschien die Situation als so gef\u00e4hrlich, dass wir anzuhalten und zu fragen vermieden. Wir bekamen es mit der Angst zu tun und schlossen die Autofenster. Die D\u00e4mmerung brach herein. Ich war 1978 mehrmals allein zu Fu\u00df durch die Au\u00dfenbezirke und die dortigen Slums von Washington D.C. gegangen, ohne in eine gef\u00e4hrliche Situation zu geraten. In Chicago \u00fcberkam mich dagegen zum ersten Mal die pure Angst. Der US-amerikanische Rassen-konflikt brannte uns dort erstmals buchst\u00e4blich unter der wei\u00dfen Haut. Unser Ausflug h\u00e4tte \u00fcbel ausgehen k\u00f6nnen, w\u00e4re einer motorisierten Polizeistreife nicht unser verunsichertes Verhalten aufgefallen. Wir machten mit Winken auf uns aufmerksam. Der Polizeiwagen hielt an, erkannte unsere Situation und eskortierte uns aus dem Slum bis zur Ausfahrtsstra\u00dfe nach Kalamazoo.<\/p>\n<p lang=\"zxx\" align=\"JUSTIFY\">In diesen Tagen str\u00f6mten aus der DDR immer neue Fl\u00fcchtlingswellen \u00fcber Ungarn und \u00d6sterreich in die Bundesrepublik herein. Passau wurde als Ort der Aufnahme und des Durchgangs zu einem Brennpunkt des Geschehens. Ich h\u00f6rte nur wenig \u00fcber diese Vorg\u00e4nge. Am 18. Oktober 1989, als Erich Honecker, der Staatsratsvorsitzende der DDR, entmachtet wurde, fuhr ich von New York City nach Boston, um an der Harvard University im Center for European Studies \u00fcber Probleme der Parteienforschung zu diskutieren. Die Vorg\u00e4nge in Europa und speziell in der DDR wurden seltsamerweise nur am Rand erw\u00e4hnt. Niemand von uns lenkte das Gespr\u00e4ch ernsthaft auf die Geschehnisse in Europa, keiner von uns erkannte die Tragweite der Ereignisse. Das kam einer Bankrotterkl\u00e4rung der Politikwissenschaft gleich. Das politische Tagesgespr\u00e4ch kreiste, so schien es uns Besuchern, um andere Themen. Tags zuvor hatte ein Erdbeben in San Francisco gro\u00dfe Sch\u00e4den verursacht und vielen Menschen das Leben gekostet.<\/p>\n<p lang=\"zxx\" align=\"JUSTIFY\">Am 22. Oktober fuhren meine Tochter und ich zur Freiheitsstatue und genossen den imposanten Blick auf Manhattan und Brooklyn. Wir stiegen auf schmalen Treppen in den Kopf der Statue, hatten dabei aber nicht die Freiheitsidee im Kopf, die in den osteurop\u00e4ischen Satellitenstaaten der UDSSR immer mehr Menschen aufbegehren lie\u00df. Am Abend zuvor hatten in Ost-Berlin, in Dresden und Plauen Gro\u00df-demonstrationen stattgefunden, auf denen sofortige Reformen gefordert worden waren. Die Opposition gegen das DDR-Regime spitzte sich gef\u00e4hrlich zu. Der Fl\u00fcchtlingsstrom \u00fcber Ungarn\/\u00d6sterreich schwoll weiter an. In den USA war wenig dar\u00fcber zu h\u00f6ren und zu lesen. Die Volksrepublik Ungarn wurde a zur Republik Ungarn ausgerufen. Die neue Republik trat unter der Parole \u201eHeimkehr nach Europa\u201c aus dem Warschauer Pakt aus. Es war dasselbe Datum, an dem 1956 der ungarische Aufstand gegen die sowjetkommunistische Diktatur begonnen hatte. Einige Tage zuvor waren Anne und ich von Brooklyn nach Manhattan zur Wallstreet gefahren und Augenzeugen des B\u00f6rsenkrachs vom Oktober 1989 geworden. Vor dem B\u00f6rsengeb\u00e4ude hatte sich eine gro\u00dfe Menschenmenge versammelt, zahlreiche Reporter und Fernseh-Teams liefen hektisch umher und gingen auf Sendung. Sicherheitskr\u00e4fte umschw\u00e4rmten die aufgeregte Menge. Der B\u00f6rsencrash vom 13.10.1989 ging als \u201eKleiner Schwarzer Freitag\u201c in die Geschichte ein. Er war vom Fusionsfieber und von windigen \u00dcbernahmegesch\u00e4ften ausgel\u00f6st worden. Der Abw\u00e4rtstrend des Dow Jones auf dem US-Aktienmarkt bewegte in den USA die Gem\u00fcter anscheinend weit mehr als das Ende der Volksrepublik Ungarn.<\/p>\n<p lang=\"zxx\" align=\"JUSTIFY\">\u201cTremendous! Tremendous! Faszinierend!\u201d So beschrieb ich meine Eindr\u00fccke in meinem Tageskalender. Einen weiteren H\u00f6hepunkt meiner zweiten Amerika-Reise stellte am 21. Oktober unser Besuch des World Trade Centers dar und der herrliche Rundblick, den seine Plattform nach allen Seiten bot. H\u00f6he, Gr\u00f6\u00dfe, Weite, Luft, Hudson und Meer, die Freiheitsstatue, ein- und ausfahrende Schiffe, die Brooklyn-Bridge, Wolkenkratzer, Flugzeuge, Helikopter und \u00fcber allem ein hoher, unendlicher Himmel. Ein Blick ins Anthropoz\u00e4n. Wir hielten uns stundenlang dort oben auf, ich konnte nicht genug kriegen von dem H\u00f6henzauber und dem \u201eBig Apple\u201c, der landeinw\u00e4rts an den weiten Horizont grenzte. Ich knipste zwei Filme, und heraus kamen fast professionelle Bilder voll \u00c4sthetik. F\u00fcr Stunden verga\u00df ich Europa und was dort vor sich ging. Und doch war Europa in den Wolkenkratzern gegenw\u00e4rtig, sie waren zum Teil in die H\u00f6he getriebener Jugendstil. Ich f\u00fchlte mich nicht fremd in dieser gigantischen Stadt. Als am 11. September 2001 islamistische Terroristen die Twintowers mit gekaperten Passagierflugzeugen angriffen, die beiden Geb\u00e4ude kurz hintereinander in sich zusammensanken und dreitausend Menschen zermalmten, stiegen in mir alte Erinnerungen auf. Ich sah mich und Anne mit den Fahrst\u00fchlen nach oben fahren, ich sah, wie wir hinaus auf die Plattform traten, in schwindelnder H\u00f6he standen und uns an das Riesenhafte gew\u00f6hnen mussten. Die Bilder von den brennenden und in sich zusammenst\u00fcrzenden Hochh\u00e4usern bannten mich 2001 gewaltiger, als es der schlimmste Albtraum h\u00e4tte tun k\u00f6nnen.<\/p>\n<p lang=\"zxx\" align=\"CENTER\"><strong>Nach der R\u00fcckkehr aus den USA<\/strong><\/p>\n<p lang=\"zxx\" align=\"JUSTIFY\">Historische Gro\u00dfereignisse und private Aufregungen trafen aufeinander. Am 9. November 1989, am Tag der friedlichen Herbstrevolution in der DDR, erlitt meine Mutter einen Schlaganfall, zudem lag ein Schwager im Sterben. Dazu kam der Beginn des Wintersemesters mit seinen Anforderungen an mich als Dozent. Mir blieb nur Zeit f\u00fcr knappe Eintr\u00e4ge und Stichw\u00f6rter in meinen Tageskalender, meinen \u201eAdjutanten&#8220;, wie beispielsweise \u201eDie Grenzen zwischen DDR und BRD\/ Westberlin sind auf! Ereignisse und Nachrichten \u00fcberst\u00fcrzen sich.\u201d, \u201eIn Berlin und in der DDR friedliche Revolution von unten\u201d oder \u201cCeausescu gest\u00fcrzt&#8220;<\/p>\n<p lang=\"zxx\" align=\"JUSTIFY\">Wir verfolgten gespannt und gebannt in Rundfunknachrichten und Fernsehsendungen die Ereignisse. Mit jedem Tag erkannten wir klarer, dass sich in Osteuropa revolution\u00e4re Entwicklungen angebahnt hatten, die auf eine machtpolitische Neuordnung des europ\u00e4ischen Raums hinauslaufen w\u00fcrden. Die Berliner Mauer war ohne einen Schuss gefallen und daraufhin die ganze \u201esozialistische Friedensgrenze&#8220;. Ich hatte im August 1961 in Berlin an der Bernauer Stra\u00dfe erlebt, wie sie \u00fcber Nacht aufgerichtet worden war. Jetzt sah ich im Fernsehen, wie sie niedergerissen wurde \u2014 und den \u00fcberw\u00e4ltigenden .<\/p>\n<p><strong>\u00a0<\/strong><\/p>\n<p><strong>\u00a0<\/strong><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Meine Einsch\u00e4tzung der \u201edeutschen Frage\u201c, 1977 So kann man sich irren! Zumindest in einigen Punkten. Ende des Jahres 1977 lie\u00df das M\u00e4nnermagazin \u201ePlayboy\u201c \u00fcber eine Journalistin bei mir anfragen, ob ich bereit sei, zum Thema \u201eIst die Wiedervereinigung eine aktuelle politische Frage?\u201c in einem Beitrag Stellung zu nehmen. Ich sagte zu und verfasste einen Artikel&#8230;.<\/p>\n","protected":false},"author":3,"featured_media":0,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":[],"categories":[1],"tags":[213,204,205,200,199,97,208,209,197,198,206,194,212,203,210,211,202,196,201,207,195],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.prof-dr-alf-mintzel.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/145"}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.prof-dr-alf-mintzel.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.prof-dr-alf-mintzel.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.prof-dr-alf-mintzel.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/users\/3"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.prof-dr-alf-mintzel.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=145"}],"version-history":[{"count":1,"href":"https:\/\/www.prof-dr-alf-mintzel.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/145\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":147,"href":"https:\/\/www.prof-dr-alf-mintzel.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/145\/revisions\/147"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.prof-dr-alf-mintzel.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=145"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.prof-dr-alf-mintzel.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=145"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.prof-dr-alf-mintzel.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=145"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}