{"id":265,"date":"2017-01-31T08:26:09","date_gmt":"2017-01-31T07:26:09","guid":{"rendered":"http:\/\/www.prof-dr-alf-mintzel.de\/blog\/?p=265"},"modified":"2017-03-03T13:55:10","modified_gmt":"2017-03-03T12:55:10","slug":"35-kosmische-schauspiele-und-menschliche-aengste-sonnenfinsternisse-16541999","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.prof-dr-alf-mintzel.de\/blog\/2017\/01\/31\/35-kosmische-schauspiele-und-menschliche-aengste-sonnenfinsternisse-16541999\/","title":{"rendered":"35. Kosmische Schauspiele und menschliche \u00c4ngste (II) \u2013 Sonnenfinsternisse (1654\/1999)"},"content":{"rendered":"<p lang=\"zxx\" align=\"center\"><strong>Die Sonnenfinsternis am 2. August 1654<\/strong><\/p>\n<p lang=\"zxx\" align=\"justify\">(Frei nach alten Quellen erz\u00e4hlt)<\/p>\n<p lang=\"zxx\" align=\"justify\">Zwei alte Quellen geben uns anschaulich bis in viele Details Auskunft dar\u00fcber, wie die Menschen damals die f\u00fcr den 2.August 1654 angek\u00fcndigte totale Sonnenfinsternis erlebten und welche Vorkehrungen sie gegen die vorhergesagten \u00dcbel und Schrecken trafen: Die \u201eBeschreibung der ungew\u00f6hnlichen grossen Sonnen-Finsternis\u201c des Stra\u00dfburger Mathematikers Eberhard Welper aus dem Jahre 1654 und das Hausbuch (Band I, 1652-1655) des Hofer Apothekers Michael Walburger, der darin \u00fcber die Geschehnisse und seine Beobachtungen berichtet. Welpers Traktat \u00fcber diese Sonnenfinsternis und ihre Begleiterscheinungen war in Hof an der Saale durch einen Raubdruck der Mintzelschen Buchdruckerei bekannt geworden. Sein Inhalt hatte sich rasch herumgesprochen. Wie ein Jahr zuvor Jacob Ellrod die Erscheinung eines Kometen unter astronomischen, astrophysikalischen, astrologischen und \u201enaturgem\u00e4\u00dfen\u201c Gesichtspunkten beschrieben und er\u00f6rtert hatte, so handelte auch Welper die bevorstehende Sonnenfinsternis nach dem damals \u00fcblichen Muster ab. Es war wohl der Hofer Mathematiker und Theologe, der Welpers Schrift f\u00fcr den Raubdruck bearbeitet und die sensationellen und erschrecklichen Teile mit ihren \u201en\u00fctzlichen\u201c Anweisungen f\u00fcr Vorkehrungen in den Vordergrund ger\u00fcckt hatte.<\/p>\n<p lang=\"zxx\" align=\"justify\">[Abbildung: Eberhard Welpern: ECLIPSIOGRAPHIA Oder Beschreibung der [&#8230;] grossen Sonnen=Finsternus [&#8230;] 1654. Titelblatt]<\/p>\n<p lang=\"zxx\" align=\"justify\">Welpers Schrift entlarvt ihren Autor trotz seines astronomischen Wissens als Kind einer wundergl\u00e4ubigen Zeit, die immer noch von uralten \u00c4ngsten geplagt wurde. Der Stra\u00dfburger Pfarrer und Mathematiker teilte mit den meisten Menschen seiner Zeit die Jahrtausende alte \u00dcberzeugung, die bevorstehende Sonnenfinsternis sei ein Gotteszeichen, das gro\u00dfes Unheil ank\u00fcndige. W\u00e4hrend solcher Himmelserscheinungen, so Welper, entwickelten sich giftige D\u00e4mpfe in der Luft. Giftige Nebelschwaden legten sich \u00fcber weite Landstriche. Von den giftigen L\u00fcften und Winden gingen, falls keine geeigneten Vorkehrungen getroffen w\u00fcrden, f\u00fcr Mensch und Tier t\u00f6dliche Gefahren aus. Es k\u00e4me zu einem gro\u00dfen Sterben. Viele Menschen und Tiere w\u00fcrden hinweggerafft, Kinder st\u00fcrben im Leib ihrer M\u00fctter, Schwangere gingen elend zugrunde. Seine Liste der Gegenma\u00dfnahmen war lang und kurios. Er empfahl seinen Lesern, schon Tage vor dem Ereignis nur Di\u00e4tkost zu sich zu nehmen. Dazu z\u00e4hlte die Einnahme von Pr\u00e4servationspillen. Es sollte kein gr\u00fcnes Obst gegessen werden. Am Tage der Sonnenfinsternis sollten die Menschen nicht ihren Gesch\u00e4ften nachgehen, sondern m\u00f6glichst alles tun, was die Gefahren der giftigen L\u00fcfte abwenden k\u00f6nnte: Sie sollten nicht zu Mittag essen und in allen Stuben des Hauses R\u00e4ucherwerk anz\u00fcnden. Wohlriechende D\u00fcfte aus Wacholderbeeren, Lorbeer, Rosmarin, Salbei, Thymian, Lavendel, Nelken, Zimt, Weihrauch und Myrrhen seien besonders gute Abwehrmittel. Drau\u00dfen auf den Gassen und in den H\u00f6fen sollten Scheiterhaufen aufgerichtet und angez\u00fcndet werden, weil Feuer geeignet sei, die Luft zu reinigen. Auf der Gasse sei es gut, st\u00e4ndig gegen den Wind zu blasen, auszuspeien und sich zu r\u00e4uspern, damit nichts Unreines in den K\u00f6rper gelange. Gegen das Gift in der Luft helfe auch, wenn man Angelika oder Pomeranzenschalen, Zitronenschalen oder Wacholderbeeren in den Mund n\u00e4hme und langsam zerkaue. Eine Gegenwirkung ginge auch von Quecksilber aus, das in eine Haselnussschale eingeschlossen sei. Die quecksilbergef\u00fcllte Nussschale solle als Amulett getragen werden. Solche Anweisungen und Vorkehrungen waren nicht neu. Ein Jahrhundert zuvor galten sie als wirksame Mittel gegen die Pest. Welper ging in seiner Furcht und Angst verbreitenden Deutung der bevorstehenden Sonnenfinsternis sogar so weit zu prophezeien, dass der J\u00fcngste Tag nahe sei. Er werde noch vor 1670 kommen.<\/p>\n<p lang=\"zxx\" align=\"justify\">Welpers Handlungsanweisungen verfehlten nicht ihre Wirkung. Sie sprachen sich in Windeseile herum und wurden befolgt. Viele Hofer B\u00fcrger gaben sich schon Tage vor dem Ereignis in Michael Walburgers Apotheke die Klinke in die Hand. Der Apotheker machte mit den \u00c4ngsten der Menschen ein so gutes Gesch\u00e4ft, dass er am 31. Juli 1654 in sein Hausbuch einschrieb: \u201e<em>Die leuth praeserviren sich wegen bevostehenter Finsternu\u00df. Haben eins theils uffm Landt, bevorau\u00df ettlich vom Adel, wie auch in der Stadt, wegen bevorstehenten schrecklichen Finsternu\u00df, so k\u00f6nfftigen Mittwoch den 2. Augusti an der Sonnen am Mittag sein wirdt, daran der Medicorum aller ortten Meinung nach, viel gifftige L\u00fcfft und N\u00e4bel gefallen werden, sich mitt praeservativ Mitteln, al\u00df reucherwerg, Nasen Balsam, K\u00fcchlein unter die Zung, und andern Medicamentis, au\u00df Meiner Apotheken versehen. Item sindt unterschiedtliche avisen einkommen, da\u00df zu Rehau, zu Schwarzenbach an der Sahl, zum Almitz, an einem Jden ortt, ein Kindt so 2, 3, und 4. J\u00e4hrig gewesen, Jnngleichen zu Wohnsiedel [Wunsiedel &#8211; A.M.] zwei, im wa\u00dfer ertrunken sein, dergleichen wie dem 29. Juli zu sehen, auch uff der pappierm\u00fchl beschehen, wa\u00df di\u00df bedeutet, ist Gott bekandt, Ihrer viel geben vohr, bevorstehte Finsterni\u00df habe schon Jhre wirckung.<\/em>\u201c<\/p>\n<p lang=\"zxx\" align=\"justify\">Den Hofer B\u00fcrgern wurde angst und bang. Jedes neue Ger\u00fccht wurde als Tatsache weitergegeben, \u00fcberall wurden Vorzeichen des kommenden Unheils erkannt. Die Menschen sahen in der Sonnenfinsternis eine Botschaft Gottes und f\u00fcrchteten seine Strafe. Die geistlichen Herren n\u00e4hrten mit ihrer Zorn- und Straftheologie die \u00c4ngste und forderten die Menschen zur Umkehr auf. Der Hofer Superintendent Magister Johann K\u00fcffner(1606-1659) hielt am Sonntag vor dem Ereignis eine scharfe Bu\u00dfpredigt, in der er dem Stadtrat und den Gewerben vorwarf, sie h\u00e4tten mit \u00fcberh\u00f6hten Brot- und Fleischpreisen den Zorn Gottes hervorgerufen. Das Pfund Rindfleisch sei mit neuneinhalb Pfennigen zu hoch angesetzt, ebenso das Pfund Schweinefleisch mit elf Pfennigen. Er prangerte in seiner Sonntagspredigt die angeblich \u00fcberzogenen Preise mit so gewaltigen Worten an, dass der Stadtvogt, der B\u00fcrgermeister und der Rat der Stadt gleich am n\u00e4chsten Morgen die Preise um einen Pfennig senken lie\u00dfen. Die Warnungen vor Gottes unmittelbar bevorstehender Strafe waren der Stadtobrigkeit so in die Glieder gefahren, dass sie unverz\u00fcglich handelten, um Gott zu bes\u00e4nftigen und Schlimmes abzuwenden.<\/p>\n<p lang=\"zxx\" align=\"justify\">Wegen der Prophezeiung, w\u00e4hrend der Sonnenfinsternis entst\u00fcnden Giftschwaden, die das Wasser vergiften w\u00fcrden, sch\u00f6pften die B\u00fcrger in den Tagen davor die R\u00f6hrenk\u00e4sten leer. Sie schleppten in B\u00fctten und Kannen das Wasser nach Hause und legten f\u00fcr Mensch und Tier Vorr\u00e4te an. Am Dienstag, den 1. August 1654, hielt dies Apotheker Walburger in seinem Hausbuch fest: \u201e<em>Wegen der finsternus wirdt heut viel wa\u00dfer gesch\u00f6ppft. Haben in der gantzen Stadt alhier, wegen Morgenter Finsternus, die leuth alle R\u00f6hrC\u00e4sten mitt wa\u00dfer zum Kochen und f\u00fcr da\u00df vihe sehr ersch\u00f6ppft, weiln man in gedancken stehet, es sollen Morgen alle wa\u00dfer sehr gifftig sein und ist viel lamentirns, Klagen sagens und forcht, wegen gedacht Morgenter Finsternus<\/em>.\u201c<\/p>\n<p lang=\"zxx\" align=\"justify\">Die Wasserversorgung drohte zusammenzubrechen. In der Stadt und auf dem Lande waren die Menschen so in Angst und Schrecken versetzt, dass sie tats\u00e4chlich aufh\u00f6rten, ihren gewohnten Gesch\u00e4ften nachzugehen, und nur noch \u00fcber das kommende unheilvolle Ereignis sprachen. Die ganze Stadt war erf\u00fcllt von dem Gerede \u00fcber wirksame Vorkehrungen und Abwehrmittel. Es sei vor allem ratsam, Bu\u00dfe zu tun.<\/p>\n<p lang=\"zxx\" align=\"justify\">Die Morgend\u00e4mmerung zog herauf. Der Tag brach an. Dunkle Wolkenfahnen durchzogen den silbernen Himmel. Die B\u00fcrger waren schon fr\u00fch aus ihren Betten gestiegen und schauten nach den Zeichen Gottes. Wie w\u00fcrde der Tag enden? Wen tr\u00e4fe die Strafe Gottes? War der J\u00fcngste Tag gekommen? Der Superintendent Johann K\u00fcffner hatte den K\u00fcster der Sankt Michaeliskirche angewiesen, die gro\u00dfe Glocke schon am fr\u00fchen Morgen zu l\u00e4uten, zum ersten Mal um f\u00fcnf Uhr, zum zweiten Mal um halb sechs Uhr und um sechs Uhr zusammen mit allen anderen Glocken. F\u00fcr sechs Uhr hatte er Bu\u00dfges\u00e4nge angeordnet, danach seine gro\u00dfe Bu\u00dfpredigt angesetzt. Gehorsam str\u00f6mten die B\u00fcrger aus allen Gassen und Winkeln zur Stadtkirche. Vom Lande herein ratterten die Chaisen der Adeligen, die von ihren umliegenden G\u00fctern kamen. Die gesamte st\u00e4dtische Obrigkeit war unterwegs, der B\u00fcrgermeister, der Stadtschreiber und Notar, der Stadtvogt und die R\u00e4te, der Spitalmeister, der Kammermeister, der Gotteshauspfleger, der Zolleinnehmer und die Gegenschreiber, die gesamte markgr\u00e4fliche Beamtenschaft. Je n\u00e4her die Gl\u00e4ubigen dem Hauptportal der Sankt Michaeliskirche kamen, desto dichter wurde das Gedr\u00e4nge. Selbst die \u00e4ltesten B\u00fcrger konnten sich nicht daran erinnern, schon einmal so viele Menschen zur Kirche gehen gesehen zu haben. Die Angst vor schrecklichen Ereignissen war so gro\u00df, die Furcht vor Gottes Zorn und Strafe so m\u00e4chtig, die Gewissensbisse so qu\u00e4lend, dass niemand es wagte, nicht zur Kirche zu gehen, es sei denn, er lag im Sterben und hatte nicht mehr die Kraft zum Kirchgang. In Scharen eilten sie zur Sankt Michaeliskirche, um zu beichten, das Abendmahl einzunehmen und Bu\u00dfe zu tun.<\/p>\n<p lang=\"zxx\" align=\"center\"><strong>Die Bu\u00dfpredigt<\/strong><\/p>\n<p lang=\"zxx\" align=\"justify\">(Frei nach alten Quellen erz\u00e4hlt)<\/p>\n<p lang=\"zxx\" align=\"justify\">Der Superintendent hielt eine gewaltige Bu\u00dfpredigt, die drei Stunden dauerte. Adel, B\u00fcrger, Handwerker, Bauern und Tagel\u00f6hner sa\u00dfen und standen dicht gedr\u00e4ngt im ger\u00e4umigen Kirchenschiff. Die B\u00e4nke und St\u00fchle reichten nicht aus. Maria Mintzel sa\u00df mit ihren beiden Kindern ganz hinten bei den Weibern der Handwerker und lauschte. Viele mussten stehen. Nicht wenige ergriff \u00dcbelkeit, sie hatten M\u00fche, die Predigt durchzuhalten. K\u00fcffner redete seiner Gemeinde ins Gewissen und ermahnte sie mit eindringlichen Worten, sich eines frommen und gottseligen Lebens zu beflei\u00dfigen, von ihrem s\u00fcndigen Treiben abzulassen, ernstlich Bu\u00dfe zu tun und zu beten. Sie sollten morgens und abends neben den \u00fcblichen Gebeten den 91. Psalm sprechen und Gott um Schutz und Schirm bitten. Sie sollten sich t\u00e4glich in der christlichen N\u00e4chstenliebe \u00fcben und den Bed\u00fcrftigen Almosen geben. Sie sollten sich mit Beleidigten vers\u00f6hnen, Zank und Uneinigkeit vermeiden, n\u00fcchtern und m\u00e4\u00dfig leben, dann werde Gott die gro\u00dfen Gefahren, die von dieser schrecklichen Sonnenfinsternis ausgehen, von ihnen abwenden. Die Historien bezeugten, so sagte K\u00fcffner, dass auf solche Weise schon viele tausend Menschen und ganze K\u00f6nigreiche von den b\u00f6sen L\u00fcften befreit worden seien. Er malte die furchtbaren Gefahren in grellen Farben aus, die von den giftigen L\u00fcften ausgehen sollen. Die L\u00fcfte dr\u00e4ngten \u00fcberall ein, das gro\u00dfe Sterben nehme seinen furchtbaren Lauf. Alle Arzneien und Pr\u00e4ventivma\u00dfnahmen w\u00fcrden nichts n\u00fctzen, wenn die Menschen nicht gelobten, k\u00fcnftig ein gottesf\u00fcrchtiges und gottgef\u00e4lliges Leben zu f\u00fchren. Die nat\u00fcrlichen Mittel gegen die giftigen L\u00fcfte wirkten nur, wenn auch die g\u00f6ttlichen Mittel benutzt w\u00fcrden. Die Wortsalven des Gottesmannes hallten im Kirchenschiff wider. Wie es die Rhetorik seines Jahrhunderts verlangte, unterst\u00fctze der Prediger seinen Redefluss mit theatralischen Gesten und einem imponierenden Mienenspiel. Er warf seine Arme gen Himmel, ballte die Faust und lie\u00df sie auf das Pult der Kanzel niedersausen, er rollte die Augen und wechselte rasch Stand- und Spielbein, indem er sich mal nach rechts und mal nach links wandte. Sprach er vom Zorn Gottes, bebte sein ganzer K\u00f6rper und er duckte sich, als schl\u00fcge Gottvater ganz f\u00fcrchterlich von oben auf ihn ein. Die Orgelb\u00e4sse brachten die schwei\u00dfgeschw\u00e4ngerte Luft zum Schwingen, die L\u00e4ufe dr\u00f6hnten von den W\u00e4nden. Paul Hoh\u00e4nner, der Organist, holte aus der Orgel brausende Kl\u00e4nge hervor, als sei der Untergang der Welt angebrochen. Die Gl\u00e4ubigen sangen ergriffen das \u201eGelobt sei Gott im Himmel\u201c und das \u201eHalleluja\u201c. Die Luft roch penetrant nach Angstschwei\u00df, was ver\u00e4ngstigte Gem\u00fcter schon als Eindringen der giftigen L\u00fcfte deuteten. Der Superintendent zog alle Register seiner theologischen Rhetorik, er wurde zum leibhaftigen Zorn Gottes, seine Stimme bebte. Er las den Stadtoberen und Gewerben nochmals die Leviten wegen der \u00fcberh\u00f6hten Preise f\u00fcr Schweinefleisch, Rindfleisch und Brot. Er prangerte die Verderbtheit an, die sich in der Stadt ausgebreitet habe. Die Strafe Gottes bliebe nicht aus, wenn die B\u00fcrger nicht in sich gingen und sich wandelten. Die Sonnenfinsternis war ein wahres Gottesgeschenk f\u00fcr seinen eifrigen Diener. Er konnte mit seiner wortgewaltigen Bu\u00dfpredigt den Gl\u00e4ubigen t\u00fcchtig ins Gewissen reden und ihre Herzen peinigen. Sie beichteten in langen Reihen und nahmen das Abendmahl ein.<\/p>\n<p lang=\"zxx\" align=\"justify\">Um halb zehn Uhr endete der Gottesdienst. Unter apokalyptischen Orgelkl\u00e4ngen verlie\u00dfen die Gl\u00e4ubigen die Michaeliskirche. Bis zum Eintritt der Sonnenfinsternis waren es noch gut zwei Stunden. Regenschwere Wolken hatten inzwischen den Himmel bedeckt, dann und wann rissen die Winde die Wolkendecke auf und die Sonne brach durch. Die Blicke richteten sich angsterf\u00fcllt gegen den Himmel. Alle str\u00f6mten nach Hause, um sich mit den gepriesenen nat\u00fcrlichen Mitteln auf das schreckliche Ereignis vorzubereiten. Viele glaubten, die giftigen L\u00fcfte schon zu riechen und auf den Lippen zu schmecken. Sie fingen an, sich zu r\u00e4uspern und das Gift auszuspucken. Sie bliesen und pusteten gegen den Wind, um die giftigen Schwaden abzulenken. Sie riefen, man solle endlich die Scheiterhaufen anz\u00fcnden, damit das Feuer die Luft von den Giften reinige. Dann war es soweit. Der Schatten begann langsam \u00fcber die Sonne zu wandern. Knechte entz\u00fcndeten die gro\u00dfen Scheiterhaufen, die in der Ersten Gasse und in der Klostergasse aufgeschichtet worden waren. Die Beherzten und Neugierigen kamen aus ihren H\u00e4usern, um das Himmelsgeschehen zu beobachten. Die \u00c4ngstlichen verkrochen sich in ihre Stuben und warteten, was geschehen w\u00fcrde. \u00dcberall glomm R\u00e4ucherwerk. Die Leute horchten auf die Laute, die von der Ersten Gasse heraufdrangen. Was passierte drau\u00dfen? W\u00fcrde der Tod aus den giftigen Nebelschwaden hervortreten und die Vorwitzigen ersticken?<\/p>\n<p lang=\"zxx\" align=\"justify\">Die Wolkendecke riss auf und gab den Blick auf die Sonne frei. Es war f\u00fcr die Augen gef\u00e4hrlich, in die Sonne zu schauen, aber davon war in der Predigt nicht die Rede gewesen. Ganz langsam, f\u00fcr das Auge kaum wahrnehmbar, wurde die Sonne vom Schatten verschluckt. Das Tageslicht wurde fahl und matt, in die Sommerfarben mischte sich ein grauer Ton, es fing an zu d\u00e4mmern, die Menschen und Dinge verloren ihre Schatten, die Hunde verkrochen sich, die V\u00f6gel h\u00f6rten auf zu singen, die Spatzen schl\u00fcpften in ihre Nester, es legte sich \u00fcber alles eine Stille, die Menschen starrten angsterf\u00fcllt zum Himmel, ihr Geschw\u00e4tz verstummte. Selbst die Beherzten und Neugierigen knieten nieder und begannen laut das Vaterunser zu beten. Andere sangen fromme Lieder und riefen: \u201eHerr, Du gro\u00dfer Gott, sei uns gn\u00e4dig! Erbarme Dich unser!\u201c Andere stimmten Bu\u00dfges\u00e4nge an und erhoben die Arme zum Himmel. Sie unterbrachen ihre Gebete und Ges\u00e4nge, um kr\u00e4ftig gegen die giftigen Nebel zu blasen und zu pusten, und spuckten das angeblich in ihre M\u00fcnder gelangte Gift aus. Dann huschte auf dem H\u00f6hepunkt der Sonnenfinsternis, schneller, als die Augen folgen konnten, der schummrige Schatten \u00fcber die Stadt und die H\u00e4user. Es herrschte f\u00fcr eine kurze Zeit D\u00e4mmerung. Pl\u00f6tzlich wehte ein Wind mit sausendem Ton um die H\u00e4user. Es war der Schattenwind der Finsternis. Eine dunkle Wolkenbank schloss den Himmel.<\/p>\n<p lang=\"zxx\" align=\"justify\">Allm\u00e4hlich hellte sich die D\u00fcsternis auf. Das zunehmende Licht k\u00fcndigte das Ende der Sonnenfinsternis an. Die Wolkendecke schloss sich wieder und es begann leicht zu regnen. Am Nachmittag kam st\u00fcrmisches Wetter auf. Ein Platzregen setzte die Gassen unter Wasser, was die Menschen f\u00fcr ein b\u00f6ses Omen hielten. Der 2. August 1654 ging mit regnerischem Wetter zu Ende. Das gro\u00dfe Sterben blieb aus, die Menschen gingen in den Trott ihres Alltags zur\u00fcck und f\u00fchrten ihr Leben weiter wie zuvor. Die gewaltige Bu\u00dfpredigt des Superintendenten K\u00fcffner verlor in k\u00fcrzester Zeit ihre Wirkung.<\/p>\n<p lang=\"zxx\" align=\"center\"><strong>345 Jahre sp\u00e4ter: Die totale Sonnenfinsternis am 11. August 1999<\/strong><\/p>\n<p lang=\"zxx\" align=\"justify\">Die moderne Astrophysik und das naturwissenschaftliche Weltbild haben solche \u00c4ngste l\u00e4ngst gebannt. Mit Bu\u00df- und Strafpredigten l\u00e4sst sich die aufgekl\u00e4rte Menschheit nicht mehr schrecken und peinigen. Nur noch Sektierer, religi\u00f6se Fundamentalisten und Phantasten glauben an ein g\u00f6ttliches Zeichen und apokalyptische Ereignisse. Das Drehbuch f\u00fcr das kosmische Schattentheater ist einfach: Sonne, Erde und Neumond stehen auf einer Linie. In der Himmelsmechanik m\u00fcssen die drei Akteure einem diffizilen Spielplan folgen. Die Mondbahn ist gegen\u00fcber der Ebene, in der die Erde um die Sonne l\u00e4uft, um etwa f\u00fcnf Grad geneigt. Aus diesem Grund trifft der rund 400.000 Kilometer ins All ragende Mondschatten die Erde nicht bei jedem Umlauf. Nur wenn der Trabant in oder nahe einem der beiden Bahnschnittpunkte steht, kann er die Sonne verfinstern. In jenen Regionen, die das etwa 14.000 Kilometer lange und maximal 270 Kilometer schmale Band des Kernschattens \u00fcberstreicht, erscheint die Sonne total bedeckt. Schon die alten Griechen wussten, wie Plutarchberichtet, dass physikalisch gesehen nur der Kernschatten des Mondes \u00fcber die Erde huscht. Im Europa des 20. Jahrhunderts wird der Mechanismus des Naturschauspiels bis ins letzte Detail verstanden. F\u00fcr die moderne Forschung haben totale Sonnenfinsternisse keinen gro\u00dfen Stellenwert mehr. Rund um die Uhr nehmen Astronomen den solaren Fusionsreaktor, der eine Zentraltemperatur von f\u00fcnfzehn Millionen Grad aufweist, ins Visier. Satelliten verfolgen das turbulente Geschehen auf dem Glutball. Doch kann sich bei aller Aufgekl\u00e4rtheit und Rationalit\u00e4t wohl selbst der rationalste Wissenschaftler nicht ganz dem gro\u00dfartigen Eindruck entziehen, der von dem Ereignis der Schwarzen Sonne ausgeht.<\/p>\n<p lang=\"zxx\" align=\"justify\">Am 11. August 1999 begann die letzte totale Sonnenfinsternis des zweiten Jahrtausends vor der Ostk\u00fcste Nordamerikas. Um 11:30 Uhr Mitteleurop\u00e4ischer Sommerzeit ber\u00fchrte der schmale Mondschatten gut 700 Kilometer \u00f6stlich von New York die Fluten des Atlantischen Ozeans und raste in Richtung Europa. Etwa vierzig Minuten sp\u00e4ter erreichte er die Britischen Inseln. Cornwall fiel in Dunkelheit. \u00dcber London wurde die Sonne um 12:20 Uhr mit einem Bedeckungsgrad von 96,8 Prozent nahezu schwarz. Dann wanderte der dunkle Kegel \u00fcber den \u00c4rmelkanal, durch die Normandie, um 12:23 Uhr passierte er Paris. Dann tauchte er S\u00fcdbelgien und Luxemburg in Schummerlicht, um 12:29 Uhr huschte er \u00fcber die Grenze nach Deutschland, das er schon zehn Minuten sp\u00e4ter bei Alt\u00f6tting in Niederbayern in Richtung Wien und Bukarest wieder verlie\u00df. Der Kernschatten des Mondes zog \u00fcber das Schwarze Meer und den Iran, ehe er nach einer rund 14.000 Kilometer langen Spur quer durch Orient und Okzident im Golf von Bengalen ins Weltall verschwand.<\/p>\n<p lang=\"zxx\" align=\"justify\">Ich hatte das Gl\u00fcck, die totale Sonnenfinsternis an diesem weithin wolkenverhangenen, regnerischen Tag in S\u00fcdbayern unter guten Standortbedingungen und g\u00fcnstigen Wetterverh\u00e4ltnissen beobachten zu k\u00f6nnen. Gerade \u00fcber meinem Standort war die Wolkendecke weit aufgerissen. Wenige Kilometer weiter weg gestaltete sich die Situation v\u00f6llig anders: Eine dicke Wolkendecke verdeckte das Himmelsgeschehen. Am Tag danach notierte ich in meinem Labortagebuch:<\/p>\n<p lang=\"zxx\" align=\"justify\">&#8222;Gestern Mittag 12:40. Ich habe sie gesehen, die \u00bbschwarze Sonne\u00ab, ich habe knapp zwei Minuten lang mit blo\u00dfem Auge in die \u00bbSchwarze Sonne\u00ab geschaut. Das Naturschauspiel nicht blo\u00df \u00fcber die Elektronik virtuell zu sehen, sondern drau\u00dfen in der weiten Landschaft des Voralpenlandes zu beobachten, war ein gro\u00dfartiges Erlebnis. Die leichte Abk\u00fchlung zu sp\u00fcren, den Schattenwind in hohen Pappeln zu h\u00f6ren, die hereinbrechende D\u00fcsternis durch die Landschaft gleiten zu sehen, weckte eigenartige Gef\u00fchle. Als die totale Sonnenfinsternis einsetzte, wurde das Licht \u00fcber den Feldern und H\u00fcgeln fahl, ich verlor meinen Schatten, als sei ich nicht mehr k\u00f6rperlich existent. Die \u00bbSchwarze Sonne\u00ab nahm mir meinen K\u00f6rperschatten, ich wurde zu einem schattenlosen Unwesen. In der Voralpenlandschaft gingen die fernen Gebirgsketten f\u00fcr einen Moment unter. Links unterhalb der \u00bbSchwarzen Sonne\u00ab leuchtete hell die Venus. Merkur konnte ich nicht ausmachen. Mich faszinierte das Lichtspiel, das allm\u00e4hliche D\u00e4mmern. Die Gr\u00fcnt\u00f6ne der \u00fcppigen Landschaft nahmen an Intensit\u00e4t ab, es legte sich ein graugr\u00fcner Firnis \u00fcber die Felder und H\u00fcgel. Das Goldgelb der noch stehenden Getreidefelder verwandelte sich in ein schmutziggraues Gelb. Dann legte die zunehmende D\u00fcsternis ein dunkelgraublaues Tuch \u00fcber die Landschaft. Weit im Norden standen au\u00dferhalb des Kernschattens hohe Wolkenberge in der Sonne. Das \u00bbIrdische\u00ab, die L\u00fcfte und die Wolken dar\u00fcber gewannen etwas Theatralisches, als w\u00fcrde ein gro\u00dfer Virtuose der Theaterbeleuchtung es d\u00e4mmern und abdunkeln lassen und sich hierzu hintergr\u00fcndige Beleuchtungseffekte ausdenken. W\u00e4hrend der etwa zwei Minuten dauernden g\u00e4nzlichen Abdeckung der Sonne faszinierte mich die strahlende Korona vor dem abendblauen Himmel. Am oberen Rande der Schwarzen Sonne konnte ich mit dem blo\u00dfen Auge drei rote Punkte erkennen, Protuberanzen. Doch musste ich wenige Momente sp\u00e4ter schon wieder die Schutzbrille aufsetzen, um nicht an den Augen Schaden zu erleiden. Die Augen konnten den Mondschatten fast nicht verfolgen, so schnell zog er, begleitet vom Schattenwind, \u00fcber die Landschaft hinweg. Die eilig durchhuschende D\u00fcsternis l\u00f6ste in mir in keinem Moment ein Gef\u00fchl der Bedrohung oder gar des Grauens aus. Es blieb pure Faszination und Respekt. Erstaunlich war, wie viel Lichtkraft selbst noch von einer schmalen Sonnensichel ausgeht. Kaum war die totale Sonnenfinsternis vorbei, hellte die Landschaft mit jedem St\u00fcck, das der Mondschatten auf der Sonne freigab, wieder auf. Der Reiz des Schauspiels ging schon nach wenigen Minuten wieder verloren.<\/p>\n<p lang=\"zxx\" align=\"justify\">Trotz der Gro\u00dfartigkeit des Naturschauspiels stellte sich bei mir keine religi\u00f6se oder spirituelle Ergriffenheit ein. Ich hatte nicht den Eindruck, dass etwas H\u00f6heres oder gar ein .Gottwesen zu mir sprach. Mir war nicht wie Adalbert Stifter zumute, der im Jahre 1842 am 8.Juli in Wien eine totale Mondfinsternis beobachtet und das Ereignis &gt;herzzermalmend&lt; genannt hatte. In poetischer Sprache schilderte er den Vorgang und seine Empfindungen: &gt;Endlich, zur vorausgesagten Minute \u2013 gleichsam wie von einem unsichtbaren Engel&lt;, schrieb der Dichter, &gt;empfing sie [die Sonne A.M.] den sanften Todesku\u00df \u2013 ein feiner Streifen ihres Lichtes wich vor dem Hauche dieses Kusses zur\u00fcck, der andere Rand wollte in dem Glase des Sternrohres zart und golden fort.&lt; Der Dichter f\u00fchlte sich umgeben von einer &gt;namenlos tragischen Musik von Farben und Lichtern &gt;Gott redete, und die Menschen horchten&lt;, schrieb Adalbert Stifter. Das war kein drohender und z\u00fcrnender Gott mehr, den Stifter Mitte des 19. Jahrhunderts im Naturschauspiel zu h\u00f6ren vermeinte.\u201c<\/p>\n<p lang=\"zxx\" align=\"justify\">In den Wochen und Tagen um die Sonnenfinsternis vom 11. August 199, kehrten alte Fantastereien zur\u00fcck und wurden neue, von der Weltraumforschung inspirierte Schreckensnachrichten verbreitet und Untergangs\u00e4ngste gen\u00e4hrt. Unheilpropheten, Angstmacher und in ihrem Gefolge Gesch\u00e4ftemacher trieben ihr Unwesen. Der Hellseher Nostradamus (1503\u20131566) wurde zitiert, der f\u00fcr den Sommer 1999 einen \u201eSchreckensk\u00f6nig\u201c angek\u00fcndigt hatte, der vom Firmament herabsteige. In den Buchhandlungen stapelten sich die Sonderhefte der Astro- und Esoterikzeitschriften. Im Internet salbaderte ein \u201eGraf des Grauens zum j\u00fcngsten Tag\u201c. An der Universit\u00e4t Wien machte der Geologie-Emeritus Alexander Tollmann von sich reden. Der Professor prophezeite f\u00fcr den August 1999 den Dritten. Weltkrieg mit einer Endschlacht bei K\u00f6ln. Die franz\u00f6sisch-schweizerische Wahrsagerin Elizabeth Teissier glaubte, dass die NASA-Sonde Cassini auf die Erde st\u00fcrzen und 200.000 Krebserkrankungen ausl\u00f6sen werde. Auch der Mode-Designer Paco Rabanne weckte Panikstimmung. In seinem Buch \u201eDas Feuer des Himmels\u201c lie\u00df er die russische Raumstation \u201eMir\u201c auf Frankreich niedergehen und zerschellen. Panik \u00fcberall, so hatte Rabannes Szenario f\u00fcr den 11. August 1999 gelautet. \u201eMenschen, die brennenden Fackeln gleichen, irren durch die Stra\u00dfen\u201c. Er wich vor der prophezeiten Panik in die Bretagne aus und spendete letzte Hoffnung: \u201eBeten hilft immer\u201c. Sekten erfasste ein \u201eEndzeitfieber\u201c. Ein Esoterikblatt verk\u00fcndete die \u201eApokalypse 2000\u201c und fragte, ob wir das Schicksal von Atlantis teilen werden. In M\u00fcnchen bot eine Gruppe \u201eLichtarbeiter\u201c ein \u00dcberlebenstraining an. Manche ver\u00e4ngstigte B\u00fcrger wollten am Tag der Finsternis in verbarrikadierten Kellern biwakieren und sich mit einer Alufolie vor den Fenstern vor t\u00f6dlicher Strahlung sch\u00fctzen.<\/p>\n<p lang=\"zxx\" align=\"justify\">Noch immer ruft auch im Europa des aufgekl\u00e4rten Zeitalters das Himmelsspektakel einer totalen Sonnenfinsternis mehr hervor als nur Faszination und kosmologische Begeisterung. Noch immer werden irrationale Kr\u00e4fte angesprochen und freigesetzt, noch immer tief verwurzelte Menschheits\u00e4ngste wachgerufen und gen\u00e4hrt. Doch gibt es nicht mehr das \u00f6ffentliche Glockengel\u00e4ute, Gottesdienste und Bu\u00df- und Strafpredigten, um Unheil abzuwenden und den z\u00fcrnenden und strafenden Gott gn\u00e4dig und milde zu stimmen. Die Kirchen blieben am 11. August 1999 leer.<\/p>\n<p lang=\"zxx\" align=\"justify\">Als sich nach der Sonnenfinsternis \u00fcber meinem Standort im Rottal unweit Bad Griesbach dicke Wolkenb\u00e4nke \u00fcber den Himmel schoben und es, wie damals am 2. August 1654, zu regnen begann, dachte ich an die Buchdruckerfamilie Mintzel und an die Vorkehrungen der Hofer B\u00fcrger gegen die giftigen L\u00fcfte und das angek\u00fcndigte gro\u00dfe Sterben, als sei ich damals dabei gewesen. Ich f\u00fchlte mich Ihnen pl\u00f6tzlich n\u00e4her als je zuvor.<\/p>\n<p lang=\"zxx\" align=\"justify\">\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Die Sonnenfinsternis am 2. August 1654 (Frei nach alten Quellen erz\u00e4hlt) Zwei alte Quellen geben uns anschaulich bis in viele Details Auskunft dar\u00fcber, wie die Menschen damals die f\u00fcr den 2.August 1654 angek\u00fcndigte totale Sonnenfinsternis erlebten und welche Vorkehrungen sie gegen die vorhergesagten \u00dcbel und Schrecken trafen: Die \u201eBeschreibung der ungew\u00f6hnlichen grossen Sonnen-Finsternis\u201c des Stra\u00dfburger&#8230;<\/p>\n","protected":false},"author":3,"featured_media":0,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":[],"categories":[1],"tags":[457,442,452,444,456,453,441,455,440,454,449,445,448,443,450,458,459,434,438,439,447,446,451],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.prof-dr-alf-mintzel.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/265"}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.prof-dr-alf-mintzel.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.prof-dr-alf-mintzel.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.prof-dr-alf-mintzel.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/users\/3"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.prof-dr-alf-mintzel.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=265"}],"version-history":[{"count":4,"href":"https:\/\/www.prof-dr-alf-mintzel.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/265\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":293,"href":"https:\/\/www.prof-dr-alf-mintzel.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/265\/revisions\/293"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.prof-dr-alf-mintzel.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=265"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.prof-dr-alf-mintzel.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=265"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.prof-dr-alf-mintzel.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=265"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}