{"id":315,"date":"2017-04-06T16:46:53","date_gmt":"2017-04-06T14:46:53","guid":{"rendered":"http:\/\/www.prof-dr-alf-mintzel.de\/blog\/?p=315"},"modified":"2017-09-14T14:27:48","modified_gmt":"2017-09-14T12:27:48","slug":"42-fragen-im-lichte-der-theodizee","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.prof-dr-alf-mintzel.de\/blog\/2017\/04\/06\/42-fragen-im-lichte-der-theodizee\/","title":{"rendered":"42. Ged\u00e4chtnisrede auf Luise Schaltenbrand, gehalten am 29.01.1999"},"content":{"rendered":"<p style=\"text-align: center;\"><strong>Familiengeschichten im Miniaturformat<\/strong><\/p>\n<p>Meine Schwiegermutter Luise Schaltenbrand, genannt Lulu, eine geborene Kleinwort, verstarb am 26.Januar 1999 in W\u00fcrzburg im Alter von 101 Jahren. Am 29.Januar hielt ich auf der Abschiedsfeier der Familie in einem gr\u00f6\u00dferen Kreis eine Erinnerungsrede. Sie bestand aus drei Teilen. Im ersten Teil schilderte ich ihre Pers\u00f6nlichkeit, ihre Herkunft und Herkunftsfamilie, ihre Ehegeschichte an der Seite von Prof. Dr. med. Georges Schaltenbrand (1897-1979) und besondere Charaktereigenschaften aus dem Blickwinkel ihres verstorbenen Ehemanns. Hierzu benutzte ich als Quelle Eintragungen meines Schwiegervaters in seine Tageb\u00fccher, die frisch und lebendig \u00fcber sein Leben mit Lulu berichteten. Ich las die Zitate vor und f\u00fcgte die eine und andere erl\u00e4uternde Anmerkung hinzu. Im zweiten Teil betrachtete ich Lulus Pers\u00f6nlichkeit aus meinem Blickwinkel und markierte meine spannungsreiche Beziehung zu ihr als Schwiegersohn und Vater ihrer Enkelkinder. Im dritten Teil brachte ich ihre Enkelkinder ins Gespr\u00e4ch mit Gro\u00dfmutter Schaltenbrand.<\/p>\n<p>Die Ausz\u00fcge aus den Tageb\u00fcchern meines Schwiegervaters sind wortw\u00f6rtlich wiedergegeben und nur der heutigen Orthografie angeglichen.<\/p>\n<p style=\"text-align: center;\"><strong>Teil I: Tagebuchausz\u00fcge aus den Jahren 1928 bis 1935<\/strong><\/p>\n<p>\u201e1928. In diesem Jahr hat sich mein Schicksal entschieden. W\u00e4hrend der Karnevalszeit wurde ich meinen Prinzipien mehrmals untreu und lernte auf dem &gt;K\u00fcnstlerfest&lt; eine junge Dame kennen. Sie ist genau gleichaltrig mit mir. Gro\u00df, schlank, br\u00fcnett, mit lebhaften braunen Augen, von einem unheimlichen Temperament. Sehr grazi\u00f6s, wenn auch manchmal noch etwas geziert. Gymnastiklehrerin, aber, wie sie mir gleich am ersten Abend beichtete, nur als Ersatz. Sie hielt mich f\u00fcr ungef\u00e4hrlich und 25, und ich sie f\u00fcr 25 und eine Witwe. Zu meinem Schrecken stellte ich in den n\u00e4chsten Tagen fest, dass es sich um eine h\u00f6here Tochter handelt. Gott sei Dank aber eine sehr emanzipierte, ohne Vorurteile. Sie hat sehr viel Geschmack, einen ganz guten psychologischen Blick, aber zu viel Temperament, um systematisch zu sein. Wir sto\u00dfen des \u00d6fteren hart mit den K\u00f6pfen zusammen, vertragen uns dann aber wieder inniglich. Wir versuchen uns beide zu erziehen, sie mich zum Kavalier, ich sie zu einem ebenso unerreichbaren Ideal.\u201c<\/p>\n<p>(\u00dcber Lulus Mutter): \u201eLulus Mutter ist eine (Gott sei Dank oder leider?) schwerh\u00f6rige Dame, von be\u00e4ngstigendem Temperament. Sie kann sehr liebensw\u00fcrdig sein. Sie ist nicht \u00fcberm\u00e4\u00dfig praktisch, ziemlich egoistisch, h\u00e4lt gl\u00fccklicherweise nicht nach. Ger\u00e4uschvolle Kr\u00e4che waren an der Tagesordnung und nicht gerade sehr erfreulich.\u201c<\/p>\n<p>(\u00dcber Lulus Br\u00fcder): \u201eLus \u00e4ltester Bruder, ein sch\u00f6ner, begabter Schwadroneur, hat im letzten Jahr das ziemlich betr\u00e4chtliche Verm\u00f6gen der Familie verspekuliert. Der j\u00fcngste Bruder ist ein etwas trotteliger Bauer, der weder in Deutschland noch in Afrika auf einen gr\u00fcnen Zweig gekommen, daf\u00fcr aber immer guter Dinge ist und schon zwei Kinder gezeugt hat.\u201c<\/p>\n<p>(\u00dcber Lulus Schwester Else): \u201eElse ist eine Perle, ruhig, praktisch, klug; sie hat einen zartbesaiteten, k\u00fcnstlerisch veranlagten Dermatologen geheiratet.\u201c<\/p>\n<p>(\u00dcber Lulus Vater): \u201eDer Vater soll ein sehr scheuer, ernster, kluger, stiller und selbstloser Mensch gewesen sein. Er hatte das Ostasiengesch\u00e4ft aufgebaut, das der \u00e4lteste Sohn beinahe pleite gemacht hatte.\u201c<\/p>\n<p>[Anmerkung: Der Vater Lulus, ein reicher Hamburger Gro\u00dfkaufmann, hatte in Hamburg mit Frachtschiffen eine Reederei gegr\u00fcndet und einen Ostasienhandel betrieben.\u00a0 Der \u00e4ltere Bruder Lulus hatte die Firma \u00fcbernommen, aber durch spekulative Gesch\u00e4fte verloren und damit einen sozialen Absturz der Familie Kleinwort verursacht. Die Familie verlor einen Gro\u00dfteil ihres Verm\u00f6gens. N\u00e4here Umst\u00e4nde sind mir nicht bekannt.]<\/p>\n<p>(\u00dcber die Hochzeit mit Lulu): \u201e Die Trauung war zivil mit Schleier \u2013 eine seltsame Kombination. Ich war sehr froh, als alles vor\u00fcber war. Nur die M\u00fctter und Lulus Geschwister anwesend. Nachher waren wir 2 Wochen in der Wohnung meiner Mutter in D\u00fcsseldorf, w\u00e4hrend Mama Lilli [Elisabeth, Georg Schaltenbrands Schwester] half, ein Kind zu kriegen. Die letzten Tage vor der Abreise waren durch den Naturforscherkongress, Besuch vieler Freunde und Packen angef\u00fcllt. Erst im Zug kamen wir zur Ruhe.\u201c<\/p>\n<p>[Anmerkung: Kurz nach seiner Hochzeit (09.08.1928) begab sich das jungverm\u00e4hlte Ehepaar auf dem Landweg mit der Transsibirischen Eisenbahn auf die Reise nach China, wo Georges Schaltenbrand in Peking am \u201ePeking Union Medical College\u201c (PUMC) eine von der Rockefeller-Stiftung finanzierte Stelle als Arzt angenommen hatte. Sie verbrachten in Peking zwei Jahre. 1930 kehrten sie, nach einem Zwischenaufenthalt in Japan, nach Hamburg zur\u00fcck.]<\/p>\n<p>(14.IV.1933): \u201eMit meiner phlegmatischen, etwas selbstbestrafenden und in der Hauptsache auf den Beruf eingestellten Art hat Lu schwer zu knacken. Zwar habe ich mich (\u2026) schon in vielem ge\u00e4ndert, bin geselliger, etwas eleganter geworden, rauche wieder, entrei\u00dfe mich den Klauen des Nelsonismus, aber es f\u00e4llt mir immer noch schwer, die so geliebten kleinen \u00dcberraschungen mitzubringen, den Braten rechtzeitig zu loben und vergn\u00fcgten Unsinn zu treiben. Ihre farbige, fahrige, sprunghafte, aber oft sehr instinktsichere Art zu denken und meine n\u00fcchterne, sarkastische und unproblematische Schweigsamkeit sind ein seltsames Gespann. 24 Tage im Monat geht es sehr gut, die \u00fcbrigen schlecht, dass wir beide Angst haben, nach Hause zu kommen.\u201c<\/p>\n<p>[Anmerkung: Georges Schaltenbrand z\u00e4hlte sich in den 1920er Jahren zum Kreis um den politisch und p\u00e4dagogisch engagierten G\u00f6ttinger Philosophen Leonard Nelson (1882-1927). Nelson, ein Neosokratiker, verfolgte das Konzept eines ethisch begr\u00fcndeten Sozialismus. Der von ihm 1917 gegr\u00fcndete \u201eInternationale Studentenbund\u201c geriet in Konflikt mit der SPD-F\u00fchrung, die 1925 gegen den ISB einen Unvereinbarkeitsbeschluss fasste. Nach dem Ausschluss gr\u00fcndete Nelson den Internationalen Sozialistischen Kampfbund (ISK), der seit 1933 im Widerstand gegen den Nationalsozialismus wirkte. Nelson vertrat die ethische Idee einer enthaltsamen, vorbildhaften Lebensf\u00fchrung, propagierte eine vegetarische Lebensweise und forderte Tierrechte. In seiner Tagebuchnotiz spielt Schaltenbrand auf seinen rigorosen \u201eNelsonimus\u201c an]<\/p>\n<p>(14.VIII.1935, \u00fcber die Geburt des ersten Kindes): \u201eGott sei Dank wurde sie prompt wieder schwanger und nach langen \u00c4ngsten und N\u00f6ten hat sie ein Kind zur Welt gebracht. Dadurch ist sie ein ganz anderer Mensch geworden, harmonischer, gl\u00fccklicher, auch gesunder. Der Kleine [Peter Schaltenbrand, geb. 07.09.1934) ist blond und blau\u00e4ugig, hat anscheinend ein gutes, nicht zu lebhaftes Temperament, ist mechanisch begabt. Die Haare sind spiralig gezwirnt.\u201c<\/p>\n<p style=\"text-align: center;\"><strong>Teil II: Meine Erinnerungen an Lulu<\/strong><\/p>\n<p>\u201eJeder Freund Inge Lus wurde mit Fragen gel\u00f6chert und gr\u00fcndlich ausgequetscht, die Lyrik des 20. Jahrhunderts unter stilistischen und individualpsychologischen Gesichtspunkten hin- und hergewendet und bildungsb\u00fcrgerlich beflissen \u00fcber die Abgr\u00fcnde in den literarischen Texten geh\u00fcpft \u2013 dabei ein Schluck Tee aus einer Arzberg-Tasse. Im Sommer gab es ein St\u00fcck Kirschkuchen dazu.<\/p>\n<p>Der chronologischen Reihe nach wurden ausgequetscht:<\/p>\n<p>&#8211;\u00a0 Klaus Mauter, &gt;B\u00fcrschi&lt; genannt, ein virtuoser Klavierspieler und vielversprechende Gymnasiast,<\/p>\n<p>&#8211; Winfried Zink, aus Gerbrunn bei W\u00fcrzburg, der gern ein gro\u00dfer Romancier geworden w\u00e4re,<\/p>\n<p>&#8211; Alf Mintzel, der im Alter von 18 Jahren nicht die geringsten genialen Anzeichen aufwies, um zu den &gt;Auserw\u00e4hlten&lt; der Schaltenbrandschen &gt;Geistesaristokratie&lt; geh\u00f6ren zu d\u00fcrfen.<\/p>\n<p>M\u00f6glichweise, nein h\u00f6chstwahrscheinlich, waren die &gt;Pr\u00fcfungsaufgaben&lt; Lulus Ablenkungsman\u00f6ver, um die Tochter vor dem Verlangen der b\u00f6sen, unw\u00fcrdigen Buben zu sch\u00fctzen. Eine Devise war es doch gewesen, die Tochter unbescholten einem Geistesaristokraten zuzuf\u00fchren, der allerding nur unterhalb von Vater Georges einen Platz einzunehmen w\u00fcrdig war.<\/p>\n<p>Lulu blieb bis ins hohe Alter eine vielinteressierte Frau und stellte unabl\u00e4ssig bohrende Fragen und gro\u00dfe Anforderungen. Noch vor zwei Jahren, im Alter von 99 Jahren, fragte sie mich: &gt;Was schreibst Du im Augenblick f\u00fcr ein Buch? &lt; Ich antwortete: &gt;\u00dcber Multikulturelle Gesellschaften in Europa und Nordamerika&lt;. Sie: &gt;Was sind multikulturellen Gesellschaften? Kannst Du mir das schnell erkl\u00e4ren? &lt; Meine Antwort: &gt;Mein Buch hat 740 Seiten&lt;.<\/p>\n<p style=\"text-align: center;\"><strong>Zur fr\u00e4nkischen Seite von Lulus und meiner famili\u00e4ren Herkunft: Die \u201eMilitzer-Connection\u201c<\/strong><\/p>\n<p>Ich verk\u00f6rpere die fr\u00e4nkische Seite in Lulus Biografie und Familiengeschichte. Damit war von Anfang an eine kreative Spannung angelegt, die meiner Leidensbereitschaft das \u00c4u\u00dferste abverlangte. Ich sprach \u2013 wie ihre Mutter \u2013 einen fr\u00e4nkischen Dialekt und wurde schon deshalb auf die Stufe der Dienstboten platziert. Ich war ein Nichts und erhielt von 1954 bis 1956 ein strenges Hausverbot [siehe hierzu Blog-Kap.10 und 19].<\/p>\n<p>Lulus Mutter, eine geborene Militzer aus dem alten Hofer Militzer-Clan ordnete mich dagegen anders ein [siehe hierzu Blog-Kapitel 19xy). Jeder Hofer kannte die Firma Mintzel-Druck. F\u00fcr die Gro\u00dfmutter war ich folglich kein Nichts, sondern Spross einer ihr gut bekannten Drucker- und Verlegerfamilie.<\/p>\n<p>Historische Nachforschungen ergaben zu meiner \u00dcberraschung noch mehr: Es gab im 19. Jahrhundert in Hof eine &gt;Militzer-Mintzel-Connection&lt;, und zwar dergestalt, dass die Militzer dort in der Ersten Gasse, in der heutigen Ludwigstra\u00dfe, das Mintzelsche Wohnhaus kauften, in dem die Mintzels von 1642 bis 1736 gewohnt hatten. Das Haus steht noch heute. Wahrscheinlich haben die Vorfahren der Oma Kleinwort-Militzer im gleichen Schlafzimmer geschlafen wie zuvor die Mintzels [siehe hierzu Blog-Kap.19 xy]. Leider machten mich alle diese Erkenntnisse bei Lulu noch lange nicht hoff\u00e4hig. Also blieben die kreativen Spannungen bestehen, bis ich mich durch strenge Zucht allm\u00e4hlich zu einer Mini-Ausgabe des Geistesaristokraten Georges Schaltenbrand modellierte.(\u2026)\u201c<\/p>\n<p>(W\u00fcrzburg, am 23. 12. 1996) \u201eBei Lulu im Altersheim. Sie hatte gerade eine Weihnachtsfeier hinter sich. Auf Fragen, wie die Feier gewesen sei, erinnerte sie sich pl\u00f6tzlich daran, dass Kinder falsch gesungen hatten. Auf die Frage, ob ein Geistlicher anwesend gewesen sei, denn die Feier hatte in der Hauskapelle stattgefunden, sagte sie, sie habe keinen gesehen. Zu einer ungl\u00e4ubigen Christin k\u00e4me keiner.<\/p>\n<p>Inge Lu sagte zu ihr, es sei vielleicht ganz gut, mit Gott ein Verh\u00e4ltnis zu haben. Lulu antwortete, das habe sie. Sie sei zu Gott gegangen und habe ihm ins Ohr gefl\u00fcstert, etwas \u00fcber Liebe. Gott sei entsetzt gewesen ob ihres weltlichen Gefl\u00fcsters. Daraufhin habe sie ihm nochmal etwas ins Ohr gefl\u00fcstert, etwas, das ihm gefallen habe \u2013 dann habe <strong>sie (!)<\/strong> sich von ihm abgewandt.\u201c<\/p>\n<p style=\"text-align: center;\"><strong>Teil III: Enkelkinder fragen<\/strong><\/p>\n<p>(W\u00fcrzburg, am 29. 12. 1996 bei Oma Schaltenbrand im Altersheim): \u201eIch frage Lulu, wie sie sich heute die Zeit vertrieben h\u00e4tte. Sie machte eine Handbewegung auf sich zu und sagte: &gt;Dass ich noch nicht fertig bin&lt;.<\/p>\n<p>Theresa (geb. 1971) fragt Oma, ob sie religi\u00f6s sei. Lulu denkt nach, z\u00f6gerte mit einer Antwort. Sie bejaht die Frage. Theresa fragt weiter: &gt;Bist du Buddhistin oder Hinduistin?&lt; Lulu versteht nichts, fragt zur\u00fcck: &gt;Was hast du gefragt?&lt;<\/p>\n<p>&gt;Bist du Buddhistin?&lt;<\/p>\n<p>&gt;Ich verstehe nicht.&lt;<\/p>\n<p>Ich schreie: &gt;Buddha! Bist du Buddhistin?&lt;<\/p>\n<p>&gt;Butter? &lt;<\/p>\n<p>&gt;Nein, Buddha!&lt; Ich versuche den Buddha-Sitz zu imitieren. Pl\u00f6tzlich versteht sie die Frage: &gt;Nein, ich bin keine Buddhistin&lt;, antwortet sie entschieden.<\/p>\n<p>Theresa fragt weiter nach: &gt;Bist du Christin, christlich?&lt;<\/p>\n<p>Jetzt antwortet sie sofort und entschieden mit &gt;Nein&lt;.<\/p>\n<p>Ich erz\u00e4hlte Lulu, dass wir das Mainfr\u00e4nkische Museum auf der Marienburg besucht haben. Sie fragte zur\u00fcck, was wir gesehen h\u00e4tten. Theresa sagte, eine Maria hier, eine Maria dort, eine Maria oben, eine Maria unten. Sie legte die Hand \u00fcber den Kopf und imitierte Gesten der Marienskulpturen.<\/p>\n<p>Ich f\u00fcgte hinzu, dass die Marien immer einen nackten Bengel auf dem Arm tr\u00fcgen, so einen Christus-Bengel ohne Windeln. Lulu antwortete schlagfertig und witzig: &gt;Ich habe f\u00fcr solche F\u00e4lle immer ein Schwanzdeckchen mitgenommen.&lt;<\/p>\n<p>Theresa und Caroline (geb. 1975) am\u00fcsierten sich k\u00f6stlich \u00fcber Omas Frivolit\u00e4ten.\u201c<\/p>\n<p style=\"text-align: center;\"><strong>Abschied von Lulu mit einem Gedicht von Hans Arp<\/strong><\/p>\n<p><em>\u00a0<\/em><\/p>\n<p style=\"text-align: center;\">Kaum sp\u00fcre ich noch die Erde,<\/p>\n<p style=\"text-align: center;\">Der Boden wird blauer und blauer.<\/p>\n<p style=\"text-align: center;\">Mein Schritt wird leichter und leichter.<\/p>\n<p style=\"text-align: center;\">Bald schwebe ich.<\/p>\n<p style=\"text-align: center;\">Singende Sterne wandern mit mir.<\/p>\n<p>\u00a0(Hans Arp: Singendes Blau, 1946-1948)<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Familiengeschichten im Miniaturformat Meine Schwiegermutter Luise Schaltenbrand, genannt Lulu, eine geborene Kleinwort, verstarb am 26.Januar 1999 in W\u00fcrzburg im Alter von 101 Jahren. 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