{"id":83,"date":"2018-10-09T17:46:07","date_gmt":"2018-10-09T15:46:07","guid":{"rendered":"https:\/\/www.prof-dr-alf-mintzel.de\/diealtvorderen\/?p=83"},"modified":"2019-01-28T06:29:12","modified_gmt":"2019-01-28T05:29:12","slug":"3-ein-einzigartiger-fund-und-seine-merkwuerdige-geschichte","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.prof-dr-alf-mintzel.de\/diealtvorderen\/2018\/10\/09\/3-ein-einzigartiger-fund-und-seine-merkwuerdige-geschichte\/","title":{"rendered":"3. Ein einzigartiger Fund und seine merkw\u00fcrdige Geschichte"},"content":{"rendered":"<p style=\"text-align: center;\">\u00a0<strong>\u201eDeliae Hasenjagt\u201c, 1625, im Weltkatalog\u00a0\u00a0<\/strong><\/p>\n<p>Es gibt einzigartige Dinge und Ereignisse, Merkw\u00fcrdigkeiten also, die buchst\u00e4blich dokumentiert und erz\u00e4hlt werden wollen. So ein Ding ist ein Druckwerk aus dem Jahr 1625, das laut Weltkatalog (WorldCat) rund um den Globus nur noch einmal existiert und in einer einzigen \u00f6ffentlichen Bibliothek aufbewahrt wird. Aber in welcher und wo? Der Standort wird nicht genannt. Es handelt sich um eine Schrift, so viel geht aus dem Eintrag im Weltkatalog zweifelsfrei hervor, die zu Ehren der Brautleute Johann Albrecht Mintzel und Maria, geborene Hase, gedruckt worden ist. Das Brautpaar wurde 1625 in Leipzig getraut. Und noch eine Tatsache verr\u00e4t die im Eintrag stark gek\u00fcrzte barocke Titelei: Sie ist von der \u201el\u00f6blichen, damals in der Grossianischen Druckerei in Arbeit stehenden Gesellschaft\u201c zu Leipzig verfasst und vermutlich auch gedruckt worden. Es handelt sich also, so k\u00f6nnte man glauben, um eine Art Festschrift der gesamten Belegschaft der Verlagsdruckerei Gro\u00dfe zu Ehren des Brautpaares. Doch was ist ihr Inhalt? Es tr\u00e4gt den r\u00e4tselhaften Haupttitel: \u201eDeliae Hasenjagt.\u201c Der Katalog gibt nichts N\u00e4heres preis. Die Anspielung ist allerdings leicht zu erraten. Die Braut ist gemeint, die aus einer Leipziger Familie namens Hase stammt. Delia, die G\u00f6ttin der Jagd, jagt Hasen. Welche Geschichte mag sich hinter dieser Anspielung verbergen? Der bibliografische Eintrag im Weltkatalog, auf den ich im Jahr 2011 ganz zuf\u00e4llig beim Surfen im Internet sto\u00dfe, versetzt mich in Spannung. Wie komme ich an das Druckwerk heran? Was kann ich, sollte ich es finden, daraus entnehmen? Werde ich seinen Inhalt entschl\u00fcsseln k\u00f6nnen?<\/p>\n<p>Der Leipziger B\u00fcrger und Buchdrucker Johann Albrecht Mintzel (1600-1653) und seine Ehefrau Maria (1602-1679) sind in direkter Linie meine Vorfahren. Ich kenne ihre Lebensgeschichten bis in viele Einzelheiten hinein und wei\u00df, dass sie in Leipzig am Sonntag, dem 12. Juni 1625 Hochzeit gefeiert haben. Doch was hat die Hasenjagd der Delia f\u00fcr eine besondere Bewandtnis? Meine Recherche beginnt.<\/p>\n<p>Der n\u00e4chste Schritt f\u00fchrt mich in die Universit\u00e4tsbibliothek Passau. Ich lasse \u00fcber den Leihverkehr nach dem Druckwerk suchen. Wie und wo ist es aufzufinden? Selbst die professionellen Bibliothekarinnen kommen ihm schwer auf die Spur. Nach wochenlangen Recherchen werden sie f\u00fcndig. Die \u00dcberraschung ist gro\u00df: Das einzige noch existierende Exemplar wird in der British Library London aufbewahrt. Wie war es einstmals von Leipzig dorthin gelangt? Sieben Wochen nach meiner Bestellung im Fernleihverkehr trifft das Digitalisat aus London ein. 386 Jahre nach dem gefeierten Ereignis kommt der Druck wieder zum Vorschein.<\/p>\n<p style=\"text-align: center;\"><strong>Das Druckwerk<\/strong><\/p>\n<p>Das Druckwerk hat Quartformat und umfasst insgesamt zw\u00f6lf nicht nummerierte Seiten: das Titelblatt, eine Leerseite und zehn in Fraktur gesetzte Textseiten. Ich sehe sofort, dass es sich nicht, wie ich vermutet hatte, um eine historische Beschreibung der Hochzeit handelt, sondern um ein Gedicht mit 290 Verszeilen, das die Belegschaft der renommierten Leipziger Verlagsdruckerei Grosse im Juni 1625 verfasst und wohl \u201eheimlich\u201c gedruckt hat. Darin schildern die Druckergenossen Johann Albrecht Mintzels, der am 2. Mai 1625 die Grossesche Verlagsdruckerei gepachtet hatte, in Anlehnung an Bilder der griechisch-r\u00f6mischen Mythologie zwei Liebesdramen. Literaturhistorisch besehen z\u00e4hlt dieser Text zur Gattung der Gelegenheitsgedichte. Im 17. Jahrhundert war es in adeligen und vornehmen b\u00fcrgerlichen Kreisen \u00fcblich, in Ankn\u00fcpfung an antike Muster und Traditionen aus lebens- und berufsgeschichtlich wichtigen Anl\u00e4ssen Gedichte zu verfassen, so bei Todesf\u00e4llen, Hochzeiten, Taufen, Bestallungen, \u00f6ffentlichen Ehrungen, dynastisch-politischen Huldigungen und anderen Ereignissen. In akademischen b\u00fcrgerlichen Kreisen wurden Gelegenheitsgedichte vielfach in deutscher Sprache verfasst. Auch in Buchdruckerkreisen, die sich als \u201egebildetes Handwerk\u201c verstanden, wurde diese Tradition gepflegt, und auch Johann Abrecht Mintzel trat mit zahlreichen Gelegenheitsgedichten hervor (Alf Mintzel, 2011, Von der Schwarzen Kunst zur Druckindustrie, Band I, S.210-225).<\/p>\n<p>Das Hochzeitsgedicht ist im damals beliebten Versma\u00df des Alexandriners verfasst. Verszeilen mit zw\u00f6lf Silben wechseln mit dreizehnsilbigen Zeilen ab. Neben der literaturhistorischen Einordnung und poetologischen Analyse interessieren mich in diesem Fall besonders der reale Kern und der konkrete soziale Kontext, die in der mythologischen Verpackung verborgen sein k\u00f6nnten. Welche Tatsachen und Zusammenh\u00e4nge haben die Verfasser in ihrem Hochzeitsgedicht angesprochen? Ich begebe mich auf die analytische Dekodierung des Inhalts und stelle dazu zun\u00e4chst den gedruckten Originaltext in transkribierter Form vor.<\/p>\n<p>In den Buchwissenschaften sind kritische Stimmen verstummt, die meinten, es bed\u00fcrfe keiner Transkription alter Druckwerke.<a href=\"#_ftn1\" name=\"_ftnref1\"><em><strong>[1]<\/strong><\/em><\/a> Angesichts der Tatsache, dass heutzutage die wenigsten Leser in Fraktur gedruckte Schriften noch lesen k\u00f6nnen und nachwachsenden Generationen dieser Schrifttypus v\u00f6llig fremd sein wird, scheint es mir unbedingt notwendig, den alten Text zu transkribieren und seine sprachlichen Eigenart verst\u00e4ndlich zu machen. Deshalb sei zun\u00e4chst der Text des Hochzeitsgedichtes in einem jedermann gel\u00e4ufigen modernen Schrifttypus wiedergegeben und mit kurzen Erl\u00e4uterungen versehen. Er dient im Anschluss daran der inhaltlichen Interpretation.<\/p>\n<p style=\"text-align: center;\"><strong>Originaltext und Transkription<br \/>\n<\/strong><\/p>\n<p><img decoding=\"async\" loading=\"lazy\" class=\"alignnone wp-image-96\" src=\"https:\/\/www.prof-dr-alf-mintzel.de\/diealtvorderen\/wp-content\/uploads\/2019\/01\/AV_3_01-208x300.jpg\" alt=\"\" width=\"747\" height=\"1077\" srcset=\"https:\/\/www.prof-dr-alf-mintzel.de\/diealtvorderen\/wp-content\/uploads\/2019\/01\/AV_3_01-208x300.jpg 208w, https:\/\/www.prof-dr-alf-mintzel.de\/diealtvorderen\/wp-content\/uploads\/2019\/01\/AV_3_01-700x1008.jpg 700w, https:\/\/www.prof-dr-alf-mintzel.de\/diealtvorderen\/wp-content\/uploads\/2019\/01\/AV_3_01-800x1152.jpg 800w\" sizes=\"(max-width: 747px) 100vw, 747px\" \/><\/p>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td width=\"79\"><\/td>\n<td width=\"535\">\n<p style=\"text-align: center;\">DELIAE Hasenjagt.<\/p>\n<p style=\"text-align: center;\">Dem Erbarn \/ Wolgeachten vnd Kunstreichen<br \/>\nHerrn<\/p>\n<p style=\"text-align: center;\">JOHANNI \u2013 ALBERTO<br \/>\nMINZELIO, B\u00fcrgern vnd Buchdru=<br \/>\nckern in Leiptzig \/<\/p>\n<p style=\"text-align: center;\">Als er mit der<br \/>\nErbarn vnd Vieltugendreichen Frawen<br \/>\nMARIA,<\/p>\n<p style=\"text-align: center;\">Des Ersamen Andre\u00e6 Hasens \/ B\u00fcrgers vnd<br \/>\nMeurers daselbst Eheleiblichen Tochter. Zuvor aber des<br \/>\nErsamen Michael Weidlichs auch weyland B\u00fcrgers vnd<br \/>\nMeurers hinderlassenen Wittib<\/p>\n<p style=\"text-align: center;\">Den 12. Junij Anno 1625. seinen hochzeitlichen<br \/>\nEhrentag begieng \/<\/p>\n<p style=\"text-align: center;\">Zu sonderlichen Ehren vnd gefallen beschrieben<\/p>\n<p style=\"text-align: center;\">Von<\/p>\n<p style=\"text-align: center;\">Der l\u00f6blichen \/ damals in der Grossianischen Druckerey<br \/>\nIn Arbeit stehenden \/ Gesellschaft.<\/p>\n<p style=\"text-align: center;\">[Leiste]<\/p>\n<p style=\"text-align: center;\">Geschehen im Jahr M. DC. XXV.<\/p>\n<\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<p><img decoding=\"async\" loading=\"lazy\" class=\"alignnone wp-image-97\" src=\"https:\/\/www.prof-dr-alf-mintzel.de\/diealtvorderen\/wp-content\/uploads\/2019\/01\/AV_3_03-208x300.jpg\" alt=\"\" width=\"747\" height=\"1077\" srcset=\"https:\/\/www.prof-dr-alf-mintzel.de\/diealtvorderen\/wp-content\/uploads\/2019\/01\/AV_3_03-208x300.jpg 208w, https:\/\/www.prof-dr-alf-mintzel.de\/diealtvorderen\/wp-content\/uploads\/2019\/01\/AV_3_03-700x1008.jpg 700w, https:\/\/www.prof-dr-alf-mintzel.de\/diealtvorderen\/wp-content\/uploads\/2019\/01\/AV_3_03-800x1152.jpg 800w\" sizes=\"(max-width: 747px) 100vw, 747px\" \/><\/p>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td width=\"79\">1<\/td>\n<td width=\"535\">HImmlische Delia, G\u00f6ttin der Jagt vnd W\u00e4lde \/<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td width=\"79\">2<\/td>\n<td width=\"535\">Gros ist dein Lob vnd Ruhm (dir zu Ehrn ich solchs melde)<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td width=\"79\">3<\/td>\n<td width=\"535\">Deiner F\u00fcrsichtigkeit \/ Geschwindigkeit vnd Rencken \/<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td width=\"79\">4<\/td>\n<td width=\"535\">Vnd da\u00df so wunderlich \/ vbr alles vnser dencken<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td width=\"79\">5<\/td>\n<td width=\"535\">Du dein Weidwerk anstellst \/ wie du bald diesen J\u00e4ger<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td width=\"79\">6<\/td>\n<td width=\"535\">Bald jenem ein H\u00e4\u00dflein wirffst in sein Garn vnd L\u00e4ger:<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td width=\"79\">7<\/td>\n<td width=\"535\">F\u00fcr Augen wir solchs sehn \/ ob wir gleich nicht rumb kriechen<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td width=\"79\">8<\/td>\n<td width=\"535\">Uff deinem Forst \/ vnd suchn \/ wo deine Wildbahn ligen \/<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td width=\"79\">9<\/td>\n<td width=\"535\">Sieh da ein schnell H\u00e4\u00dflein ligt jetzt in vnserm Garrn \/<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td width=\"79\">10<\/td>\n<td width=\"535\">Vnd wartet deiner H\u00fclff \/ thut auch deins Segens harrn;<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td width=\"79\">11<\/td>\n<td width=\"535\">Das ist das fein H\u00e4\u00dflein \/ mit Tugend wol gezieret \/<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td width=\"79\">12<\/td>\n<td width=\"535\">Welchs du \/ O Delia, vor kurtzer zeit gef\u00fchret<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td width=\"79\">13<\/td>\n<td width=\"535\">Auff eine hohe Wart \/ da\u00df sichs mit Lust vnd Frewden<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td width=\"79\">14<\/td>\n<td width=\"535\">Vntr einem gr\u00fcnen Pusch in Blumn vnd Gra\u00df solt weiden \/<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td width=\"79\">15<\/td>\n<td width=\"535\">\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0 Wie gieng dirs aber da \/ mit dem zart sch\u00f6nen H\u00e4\u00dflein?<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td width=\"79\">16<\/td>\n<td width=\"535\">Zu sagen mirs verg\u00f6nn \/ Als es die gr\u00fcnen Gr\u00e4\u00dflein<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td width=\"79\">17<\/td>\n<td width=\"535\">Mit lust abfra\u00df vnd sprang \/ theten sich alsbald finden<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td width=\"79\">18<\/td>\n<td width=\"535\">Zween hurtige J\u00e4ger mit jhrem Spiel und Winden<a href=\"#_ftn2\" name=\"_ftnref2\"><strong><em>[2]<\/em><\/strong><\/a> \/<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td width=\"79\">19<\/td>\n<td width=\"535\">Erblickten das H\u00e4\u00dflein \/ vnd gegen es entbrandten \/<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td width=\"79\">20<\/td>\n<td width=\"535\">In sehr br\u00fcnstiger Lieb \/ da\u00df sie alln flei\u00df anwandten:<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td width=\"79\">21<\/td>\n<td width=\"535\">Setzten jhr H\u00f6rnlein an \/ machten los jhre Winden \/<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td width=\"79\">22<\/td>\n<td width=\"535\">Ein jeder wolt voran \/ den andern zu vberwinden.<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td width=\"79\">23<\/td>\n<td width=\"535\">\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0 Abr einer vnter denn ein Weidelicher J\u00e4ger<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td width=\"79\">24<\/td>\n<td width=\"535\">Nam die schantz wol in acht \/ schlug vorn an sein L\u00e4ger<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td width=\"79\">25<\/td>\n<td width=\"535\">Vnd weil er war ge\u00fcbt mit steigen in den L\u00fcfften \/<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td width=\"79\">26<\/td>\n<td width=\"535\">Schwang er in grosser eil sich mit beweglichen H\u00fcfften<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td width=\"79\">27<\/td>\n<td width=\"535\">Vffn hohen Forst vnd Fel\u00df \/ da das H\u00e4\u00dflein sich weidet \/<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td width=\"79\">28<\/td>\n<td width=\"535\">Macht sich fertig zur Jagt \/ sein Wind vnd Spiel bereitet \/<\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" loading=\"lazy\" class=\"alignnone wp-image-98\" src=\"https:\/\/www.prof-dr-alf-mintzel.de\/diealtvorderen\/wp-content\/uploads\/2019\/01\/AV_3_04-208x300.jpg\" alt=\"\" width=\"747\" height=\"1077\" srcset=\"https:\/\/www.prof-dr-alf-mintzel.de\/diealtvorderen\/wp-content\/uploads\/2019\/01\/AV_3_04-208x300.jpg 208w, 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width=\"535\">\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0 Drauff lie\u00df er seine Wind mit guter Hoffnung springen \/<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td width=\"79\">34<\/td>\n<td width=\"535\">Sein H\u00f6rnlein in den Wald lie\u00df er gar s\u00fc\u00df erklingen;<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td width=\"79\">35<\/td>\n<td width=\"535\">Vnd weil das H\u00e4\u00dflein sich vnterm Gestriep verstecket \/<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td width=\"79\">36<\/td>\n<td width=\"535\">L\u00f6st er seine Sp\u00fcrhund \/ da\u00df er darmit erwecket<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td width=\"79\">37<\/td>\n<td width=\"535\">Ein hell gebell \/ dardurch er das H\u00e4\u00dflein f\u00fcrbrechte \/<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td width=\"79\">38<\/td>\n<td width=\"535\">Vnd auff ein freyen Plan seinn Winden stellen m\u00f6chte.<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td width=\"79\">39<\/td>\n<td width=\"535\">\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0 Die Sach gieng gl\u00fccklich fort, gar nicht weit man marchiret,<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td width=\"79\">40<\/td>\n<td width=\"535\">Ein H\u00fcndlein mit seim Gruch \/ das fein H\u00e4\u00dflein au\u00dfsp\u00fcret \/<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td width=\"79\">41<\/td>\n<td width=\"535\">Welchs da es sahe jetzt \/ da\u00df es auff allen seiten<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td width=\"79\">42<\/td>\n<td width=\"535\">In Gfahr war \/ stund es auff \/ sich zu salvirn bey zeiten \/<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td width=\"79\">43<\/td>\n<td width=\"535\">Schlug bald auff sein Panier \/ floh wie ein Wind in eyle \/<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td width=\"79\">44<\/td>\n<td width=\"535\">Der J\u00e4ger abr hernach mit seinen Spiel wie Pfeile \/<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td width=\"79\">45<\/td>\n<td width=\"535\">Vbrfiel das H\u00e4selein \/ thets mit seinn Windn vmbringen \/<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td width=\"79\">46<\/td>\n<td width=\"535\">Da es solchs hetzen sah \/ fiengs freundlich an zu springen<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td width=\"79\">47<\/td>\n<td width=\"535\">Auffn Weidlichn J\u00e4ger zu \/ vmbfieng jhn mit sein Armen \/<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td width=\"79\">48<\/td>\n<td width=\"535\">Gab hiermit zuverstehn \/ er solt sich seinr erbarmen \/<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td width=\"79\">49<\/td>\n<td width=\"535\">Sein Gfangner wolt es seyn \/ wolt sich jhm gantz ergeben \/<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td width=\"79\">50<\/td>\n<td width=\"535\">Er solt jhm gn\u00e4dig seyn \/ jhm nur schenken das Leben \/<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td width=\"79\">51<\/td>\n<td width=\"535\">Sonst m\u00f6cht ers machen mit jhm \/ wie es jhm thet gefallen \/<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td width=\"79\">52<\/td>\n<td width=\"535\">Jhm wolts gehorsam seyn \/ fleissig folgen in allen \/<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td width=\"79\">53<\/td>\n<td width=\"535\">Wolt sein ein trewer Gfert<a href=\"#_ftn5\" name=\"_ftnref5\"><strong><em>[5]<\/em><\/strong><\/a> \/ in Ruh in Fried in Frewden \/<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td width=\"79\">54<\/td>\n<td width=\"535\">Bey jhm wolt es auch stehn in Creutz \/ Noth \/ Gfahr vnd Leiden.<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td width=\"79\">55<\/td>\n<td width=\"535\">\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0 Sih solche Freundligkeit thet den J\u00e4ger bewegen \/<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td width=\"79\">56<\/td>\n<td width=\"535\">Da\u00df er f\u00fcr Frewd auffsprang \/ vnd r\u00fchmbt Deliae Segen \/<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td width=\"79\">57<\/td>\n<td width=\"535\">Strecket aus seine Arm nach dem freundlichen H\u00e4\u00dflein \/<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td width=\"79\">58<\/td>\n<td width=\"535\">Welches mit Frewd vnd Wonn schertzt in dem gr\u00fcnen Gr\u00e4\u00dflein \/<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td width=\"79\">59<\/td>\n<td width=\"535\">Er greiffs vnd fassets starck mit allen beyden H\u00e4nden \/<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td width=\"79\">60<\/td>\n<td width=\"535\">Wust nicht vor grosser Frewd \/ wo er sich solt hinwenden \/<\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" loading=\"lazy\" class=\"alignnone wp-image-99\" src=\"https:\/\/www.prof-dr-alf-mintzel.de\/diealtvorderen\/wp-content\/uploads\/2019\/01\/AV_3_05-208x300.jpg\" alt=\"\" width=\"747\" height=\"1077\" srcset=\"https:\/\/www.prof-dr-alf-mintzel.de\/diealtvorderen\/wp-content\/uploads\/2019\/01\/AV_3_05-208x300.jpg 208w, https:\/\/www.prof-dr-alf-mintzel.de\/diealtvorderen\/wp-content\/uploads\/2019\/01\/AV_3_05-700x1008.jpg 700w, https:\/\/www.prof-dr-alf-mintzel.de\/diealtvorderen\/wp-content\/uploads\/2019\/01\/AV_3_05-800x1152.jpg 800w\" sizes=\"(max-width: 747px) 100vw, 747px\" \/><\/p>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td width=\"79\">61<\/td>\n<td width=\"535\">Sprach drauff gl\u00fcckselig Stund da ich den Forst betreten \/<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td width=\"79\">62<\/td>\n<td width=\"535\">Dich O zart H\u00e4selein hab ich von Gott erbeten \/<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td width=\"79\">63<\/td>\n<td width=\"535\">Drumb weil ich dich erlangt solt du mein seyn vnd bleiben \/<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td width=\"79\">64<\/td>\n<td width=\"535\">Mir solstu<a href=\"#_ftn6\" name=\"_ftnref6\"><strong><em>[6]<\/em><\/strong><\/a> auch nechst Gott weltlich unlust vertreiben.<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td width=\"79\">65<\/td>\n<td width=\"535\">Mein Hertzens Kron \/ mein Trost \/ mein AugenLust \/ mein Leben<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td width=\"79\">66<\/td>\n<td width=\"535\">Meine Hoffnung \/ Frewd \/ vnd Wonn solstu mir seyn darneben \/<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td width=\"79\">67<\/td>\n<td width=\"535\">Sih da mein Hertz vnd Hand das sol dir seyn ein Zeichen \/<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td width=\"79\">68<\/td>\n<td width=\"535\">Da\u00df ich in keiner Noth vnd Gfahr will von dir weichen \/<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td width=\"79\">69<\/td>\n<td width=\"535\">Bald drauff al\u00df diese zwey in grossen Frewden schertzten \/<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td width=\"79\">70<\/td>\n<td width=\"535\">Lachten vnd k\u00fctterten sehr in Ehren sich auch hertzten \/<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td width=\"79\">71<\/td>\n<td width=\"535\">Gab drittman vnversehens die sch\u00f6ne Fraw der W\u00e4lder \/<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td width=\"79\">72<\/td>\n<td width=\"535\">Delia von Sch\u00f6nheit lieblich \/ vnd jung von Alter \/<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td width=\"79\">73<\/td>\n<td width=\"535\">Wandt sich zum J\u00e4ger [f]risch mit den freundlichen Worten \/<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td width=\"79\">74<\/td>\n<td width=\"535\">O ber\u00fchmbter Weidmann \/ erfrewt vbr dein Consorten<a href=\"#_ftn7\" name=\"_ftnref7\"><strong><em>[7]<\/em><\/strong><\/a>.<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td width=\"79\">75<\/td>\n<td width=\"535\">Dein Freundligkeit vnd Lieb gegn mich nur thut behagen \/<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td width=\"79\">76<\/td>\n<td width=\"535\">Drumb auch durch meine gunst hab ich dich lassn erjagen \/<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td width=\"79\">77<\/td>\n<td width=\"535\">Di\u00df H\u00e4\u00dflein auff meinm Forst: Nun h\u00f6r weiter mein Willen \/<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td width=\"79\">78<\/td>\n<td width=\"535\">Du J\u00e4ger solst hinfort di\u00df mein Mandat erf\u00fcllen \/<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td width=\"79\">79<\/td>\n<td width=\"535\">Da\u00df weil ich dir verkn\u00fcpfft mit festn ehelichen Banden \/<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td width=\"79\">80<\/td>\n<td width=\"535\">Di\u00df H\u00e4\u00dflein solstu es lieben als dein verwandten \/<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td width=\"79\">81<\/td>\n<td width=\"535\">Ja als dein eigen Hertz \/ mit vernunfft bey jhm wohnen \/<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td width=\"79\">82<\/td>\n<td width=\"535\">Mit vntr\u00e4glicher Last vnd beschwerung sein verschonen \/<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td width=\"79\">83<\/td>\n<td width=\"535\">Denn wirstu deine Lust vnd Frewd an jhme schawen \/<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td width=\"79\">84<\/td>\n<td width=\"535\">Noch eins so lang lebstu \/ vnd wird dich nichts gerawen.<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td width=\"79\">85<\/td>\n<td width=\"535\">\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0 Amen der J\u00e4ger sprach: Drauff Delia in Winden<a href=\"#_ftn8\" name=\"_ftnref8\"><strong><em>[8]<\/em><\/strong><\/a><\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td width=\"79\">86<\/td>\n<td width=\"535\">Verschwandt \/ vnd lie\u00df die zwey beysammn im Wald dahinden.<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td width=\"79\">87<\/td>\n<td width=\"535\">\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0 Bald der Weidlich J\u00e4ger fasst auff sein Raub mit frewden \/<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td width=\"79\">88<\/td>\n<td width=\"535\">F\u00fchrt jhn mit seim Windspiel zu Hau\u00df mit Pfeiffen vnd Seiten<a href=\"#_ftn9\" name=\"_ftnref9\"><strong><em>[9]<\/em><\/strong><\/a> \/<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td width=\"79\">89<\/td>\n<td width=\"535\">(Denn die WaldG\u00f6tter all; die Fauni mit den Nimfen<a href=\"#_ftn10\" name=\"_ftnref10\"><strong><em>[10]<\/em><\/strong><\/a><\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td width=\"79\">90<\/td>\n<td width=\"535\">Spielten vnd sungen sch\u00f6n das Echo auff jhr Stimmen \/<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td width=\"79\">91<\/td>\n<td width=\"535\">Ein sch\u00f6nen Resonantz aus den Thal lie\u00df verlauten \/<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td width=\"79\">92<\/td>\n<td width=\"535\">Den Weidlichen J\u00e4ger zu Ehrn vnd seinr vertrawten \/)<\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" loading=\"lazy\" class=\"alignnone wp-image-100\" src=\"https:\/\/www.prof-dr-alf-mintzel.de\/diealtvorderen\/wp-content\/uploads\/2019\/01\/AV_3_06-208x300.jpg\" alt=\"\" width=\"747\" height=\"1077\" srcset=\"https:\/\/www.prof-dr-alf-mintzel.de\/diealtvorderen\/wp-content\/uploads\/2019\/01\/AV_3_06-208x300.jpg 208w, https:\/\/www.prof-dr-alf-mintzel.de\/diealtvorderen\/wp-content\/uploads\/2019\/01\/AV_3_06-700x1008.jpg 700w, https:\/\/www.prof-dr-alf-mintzel.de\/diealtvorderen\/wp-content\/uploads\/2019\/01\/AV_3_06-800x1152.jpg 800w\" sizes=\"(max-width: 747px) 100vw, 747px\" \/><\/p>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td width=\"79\">93<\/td>\n<td width=\"535\">Hernach die zwey beysam in einem H\u00e4u\u00dflein lebten<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td width=\"79\">94<\/td>\n<td width=\"535\">In rechter Lieb vnd Trewe in steter Frewd sie schwebten \/<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td width=\"79\">95<\/td>\n<td width=\"535\">Der J\u00e4ger (nach seim Wort) sein H\u00e4\u00dflein admittiret<a href=\"#_ftn11\" name=\"_ftnref11\"><strong><em>[11]<\/em><\/strong><\/a><\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td width=\"79\">96<\/td>\n<td width=\"535\">In sein Bett \/ an sein Tisch \/ vnd sich mit jhm foviret<a href=\"#_ftn12\" name=\"_ftnref12\"><strong><em>[12]<\/em><\/strong><\/a>,<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td width=\"79\">97<\/td>\n<td width=\"535\">Sie waren beyd ein Leib \/ ein Will vnd wolgefallen \/<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td width=\"79\">98<\/td>\n<td width=\"535\">Da\u00df darob jhr Ger\u00fccht ist vnter vieln erschallen.<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td width=\"79\">99<\/td>\n<td width=\"535\">\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0 Wie gieng es aber denn dem andern jungen Weidmann \/<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td width=\"79\">100<\/td>\n<td width=\"535\">Welcher mit seinem Garn thet auch nach dem H\u00e4\u00dflein stahn:<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td width=\"79\">101<\/td>\n<td width=\"535\">Er lieff zwar hin und her im Wald mit seinen Winden \/<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td width=\"79\">102<\/td>\n<td width=\"535\">Kund aber das H\u00e4\u00dflein nicht aufsp\u00fcren noch finden \/<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td width=\"79\">103<\/td>\n<td width=\"535\">Drumb entfiel in des Hertz; h\u00f6ret auch bald die Posten<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td width=\"79\">104<\/td>\n<td width=\"535\">Er durfft sich ferner nu keine m\u00fche lassen kosten \/<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td width=\"79\">105<\/td>\n<td width=\"535\">Er w\u00e4r mit seinem Spiel zu langsam in Wald kommen \/<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td width=\"79\">106<\/td>\n<td width=\"535\">Das H\u00e4\u00dflein da\u00df er sucht \/ wer [war] jhm schon weggenommen \/<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td width=\"79\">107<\/td>\n<td width=\"535\">Er w\u00fcrds nicht wiedersehen \/ noch seiner Huld geniessen \/<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td width=\"79\">108<\/td>\n<td width=\"535\">Es m\u00f6chte jhn gleich schmertzen odr im Hertzen verdr\u00fcssen \/<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td width=\"79\">109<\/td>\n<td width=\"535\">Wer war in gr\u00f6sser Angst \/ damals als dieser J\u00e4ger \/<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td width=\"79\">110<\/td>\n<td width=\"535\">Da\u00df er mit seinem Weidwergk were gewesen tr\u00e4ger<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td width=\"79\">111<\/td>\n<td width=\"535\">Als jener: drumb vor schmertzn danckt er sein H\u00fcndlein abe \/<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td width=\"79\">112<\/td>\n<td width=\"535\">Sein Garn warff er weck \/ bracht sein H\u00f6rnlein zu grabe \/<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td width=\"79\">113<\/td>\n<td width=\"535\">Drauff fiel er auff die Erd in grossen Trawrigkeiten \/<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td width=\"79\">114<\/td>\n<td width=\"535\">Seufftzet sehr tieff vnd klagt von seinen grossen Leiden<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td width=\"79\">115<\/td>\n<td width=\"535\">Ich ungl\u00fcckselig Mensch \/ wie wil mir noch geschehen<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td width=\"79\">116<\/td>\n<td width=\"535\">Vor schmertzen vnd hertzleid mu\u00df ich noch gewi\u00df vergehen \/<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td width=\"79\">117<\/td>\n<td width=\"535\">Denn mein Trost ist dahin \/ mein Hoffnung ist erstorben \/<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td width=\"79\">118<\/td>\n<td width=\"535\">O da\u00df ich auch mit jhr nicht zugleich bin verdorben \/<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td width=\"79\">119<\/td>\n<td width=\"535\">Da\u00df nicht mein btr\u00fcbter Leib in diesen Thal begraben \/<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td width=\"79\">120<\/td>\n<td width=\"535\">M\u00f6g werdn zu Staub vnd Asch \/ vnd doch so viel Krafft haben \/<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td width=\"79\">121<\/td>\n<td width=\"535\">Da\u00df er wiedr herf\u00fcrgeg viel wolr\u00fcchende Blumen \/<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td width=\"79\">122<\/td>\n<td width=\"535\">Die den lieben H\u00e4\u00dflein zu nutz vnd gut m\u00f6chtn kommen \/<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td width=\"79\">123<\/td>\n<td width=\"535\">O da\u00df ich mit mein schreyn Charontem den Schiffmanne<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td width=\"79\">124<\/td>\n<td width=\"535\">K\u00f6nt zu mir bringen her da\u00df er mit seiner Danne<a href=\"#_ftn13\" name=\"_ftnref13\"><strong><em>[13]<\/em><\/strong><\/a> \/<\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" loading=\"lazy\" class=\"alignnone size-medium wp-image-101\" src=\"https:\/\/www.prof-dr-alf-mintzel.de\/diealtvorderen\/wp-content\/uploads\/2019\/01\/AV_3_07-208x300.jpg\" alt=\"\" width=\"747\" height=\"1077\" srcset=\"https:\/\/www.prof-dr-alf-mintzel.de\/diealtvorderen\/wp-content\/uploads\/2019\/01\/AV_3_07-208x300.jpg 208w, https:\/\/www.prof-dr-alf-mintzel.de\/diealtvorderen\/wp-content\/uploads\/2019\/01\/AV_3_07-700x1008.jpg 700w, https:\/\/www.prof-dr-alf-mintzel.de\/diealtvorderen\/wp-content\/uploads\/2019\/01\/AV_3_07-800x1152.jpg 800w\" sizes=\"(max-width: 747px) 100vw, 747px\" \/><\/p>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td width=\"79\">125<\/td>\n<td width=\"535\">Auff diesen B\u00e4chlein jetzt f\u00fcrvber segelt gschwinde \/<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td width=\"79\">126<\/td>\n<td width=\"535\">Ich wei\u00df er w\u00fcrd sich mein \/ wenn ich mein Hende winde \/<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td width=\"79\">127<\/td>\n<td width=\"535\">Erbarmen vnd nehmn mit ins Elysisch gef\u00fclde \/<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td width=\"79\">128<\/td>\n<td width=\"535\">Da\u00df sich nur die Vnruh vnd Angst meines Herzen stilte.<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td width=\"79\">129<\/td>\n<td width=\"535\">\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0 O H\u00e4\u00dflein \/ sch\u00f6n M\u00fcndlein \/ hie sitz ich in der W\u00fcsten<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td width=\"79\">130<\/td>\n<td width=\"535\">Einsam \/ elend \/ betr\u00fcbt \/ kan mein Leben nicht fristen \/<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td width=\"79\">131<\/td>\n<td width=\"535\">Mich schrecket das rauschen der hohen B\u00e4um vnd Fichten \/<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td width=\"79\">132<\/td>\n<td width=\"535\">Die V\u00f6glein mit Gesang \/ deucht mich \/ mich auch vernichten \/<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td width=\"79\">133<\/td>\n<td width=\"535\">Ich bin sogar best\u00fcrtzt da\u00df ich mich selbst nicht kenne \/<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td width=\"79\">134<\/td>\n<td width=\"535\">Fehlt nicht \/ die grosse Hitze deinr Lieb mich noch so brenne \/<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td width=\"79\">135<\/td>\n<td width=\"535\">Da\u00df mein Verstand abnimpt \/ vnd werde immutiret<a href=\"#_ftn14\" name=\"_ftnref14\"><strong><em>[14]<\/em><\/strong><\/a> \/<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td width=\"79\">136<\/td>\n<td width=\"535\">In einem wilden Hirsch \/ wie der Poet fingiret<a href=\"#_ftn15\" name=\"_ftnref15\"><strong><em>[15]<\/em><\/strong><\/a> \/<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td width=\"79\">137<\/td>\n<td width=\"535\">Das widerfahren sey Actaeoni den Weidmann \/<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td width=\"79\">138<\/td>\n<td width=\"535\">Als er auff gr\u00fcner Heyd Dianam sah nackend stahn \/<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td width=\"79\">139<\/td>\n<td width=\"535\">Solch kl\u00e4glich lamentirn f\u00fchrt er bey Tag vnd Nachte \/<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td width=\"79\">140<\/td>\n<td width=\"535\">Auch in vnstetn Schlaff Morpheus jhm schrecken brachte.<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td width=\"79\">141<\/td>\n<td width=\"535\">\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0 So hatte grosse Frewd jen Weidlichr J\u00e4ger stetig \/<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td width=\"79\">142<\/td>\n<td width=\"535\">Der aber gro\u00df Hertzleid \/ mit zittern vnd Furcht th\u00e4tig \/<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td width=\"79\">143<\/td>\n<td width=\"535\">\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0 Es wehrt abr beyds nicht lang Fortuna sich mutiret<a href=\"#_ftn16\" name=\"_ftnref16\"><strong><em>[16]<\/em><\/strong><\/a>;<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td width=\"79\">144<\/td>\n<td width=\"535\">Der fr\u00f6hlich trawrig wurd \/ der betr\u00fcbt exhilaciret<a href=\"#_ftn17\" name=\"_ftnref17\"><strong><em>[17]<\/em><\/strong><\/a>.<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td width=\"79\">145<\/td>\n<td width=\"535\">Denn Jupiter der Gott des Todes vnd des Lebens \/<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td width=\"79\">146<\/td>\n<td width=\"535\">Lie\u00df solche trawrig Klag vnd Stimm nicht seyn vergebens \/<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td width=\"79\">147<\/td>\n<td width=\"535\">Schickt bald Proserpinam au\u00df seinm himlischn Gezelde \/<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td width=\"79\">148<\/td>\n<td width=\"535\">Da\u00df sie mit jhrer Scher sich vor den J\u00e4ger stelte \/<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td width=\"79\">149<\/td>\n<td width=\"535\">Welcher di\u00df H\u00e4\u00dflein hat \/ vnd schnied ab seine Haare \/<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td width=\"79\">150<\/td>\n<td width=\"535\">Solchs vnverruckter zeit nam diese G\u00f6ttin wahre \/<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td width=\"79\">151<\/td>\n<td width=\"535\">Ergreiff der Haarlocken des J\u00e4gers mir jhrn Henden \/<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td width=\"79\">152<\/td>\n<td width=\"535\">Vnd schneids jhm ab \/ drauff bald er sein Leben thet enden.<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td width=\"79\">153<\/td>\n<td width=\"535\">Scheid ab von dieser Welt mit gantz betr\u00fcbten Hertzen \/<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td width=\"79\">154<\/td>\n<td width=\"535\">Vnd lie\u00df sein H\u00e4selein hindr sich in grossen schmertzen \/<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td width=\"79\">155<\/td>\n<td width=\"535\">O wie so manchen Tag bracht es zu nur mit weinen \/<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td width=\"79\">156<\/td>\n<td width=\"535\">O wie so manche Nacht war kein Ruh in seinn Beinen \/<\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" loading=\"lazy\" class=\"alignnone wp-image-102\" src=\"https:\/\/www.prof-dr-alf-mintzel.de\/diealtvorderen\/wp-content\/uploads\/2019\/01\/AV_3_08-208x300.jpg\" alt=\"\" width=\"747\" height=\"1077\" srcset=\"https:\/\/www.prof-dr-alf-mintzel.de\/diealtvorderen\/wp-content\/uploads\/2019\/01\/AV_3_08-208x300.jpg 208w, https:\/\/www.prof-dr-alf-mintzel.de\/diealtvorderen\/wp-content\/uploads\/2019\/01\/AV_3_08-700x1008.jpg 700w, https:\/\/www.prof-dr-alf-mintzel.de\/diealtvorderen\/wp-content\/uploads\/2019\/01\/AV_3_08-800x1152.jpg 800w\" sizes=\"(max-width: 747px) 100vw, 747px\" \/><\/p>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td width=\"79\">157<\/td>\n<td width=\"535\">Wie offt mit seufftzen viel rufft es seinen Ehegatten \/<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td width=\"79\">158<\/td>\n<td width=\"535\">Wie thet sichs doch so sehr vor trawren gantz abmatten \/<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td width=\"79\">159<\/td>\n<td width=\"535\">Abr wie man spricht: die zeit verzehret alles schmertzen \/<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td width=\"79\">160<\/td>\n<td width=\"535\">Wirfft alle Trawrigkeit aus dem bek\u00fcmmertn Hertzen \/<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td width=\"79\">161<\/td>\n<td width=\"535\">Also nach etlichr Zeit thet allmehlich verschwinden<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td width=\"79\">162<\/td>\n<td width=\"535\">Des H\u00e4\u00dfleins Trawrigkeit vnd kl\u00e4glich Hende winden<a href=\"#_ftn18\" name=\"_ftnref18\"><strong><em>[18]<\/em><\/strong><\/a>.<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td width=\"79\">163<\/td>\n<td width=\"535\">Denn es vermercket wol \/ da\u00df es nicht k\u00f6nnte geben<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td width=\"79\">164<\/td>\n<td width=\"535\">Seinm leblosen Ehschatz das hingerissne Leben.<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td width=\"79\">165<\/td>\n<td width=\"535\">Drumb als einsmals Phoebus<a href=\"#_ftn19\" name=\"_ftnref19\"><strong><em>[19]<\/em><\/strong><\/a> ein herrlich Fest begienge \/<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td width=\"79\">166<\/td>\n<td width=\"535\">Da\u00df er mit seinem Glantz Laub \/ B\u00e4um vnd Gra\u00df behienge \/<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td width=\"79\">167<\/td>\n<td width=\"535\">Darvon all wilten Thier \/ die B\u00e4chlein \/ Br\u00fcnn \/ vnd Felder \/<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td width=\"79\">168<\/td>\n<td width=\"535\">Die G\u00e4rten klein vnd gro\u00df \/ vnd auch die gr\u00fcnen W\u00e4lder \/<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td width=\"79\">169<\/td>\n<td width=\"535\">Wurden so sehr erfrewt \/ da\u00df sie gar lieblich lachten \/<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td width=\"79\">170<\/td>\n<td width=\"535\">Vnd sich zu Ehrn vnd Ruhm des Phoebi lustig machten.<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td width=\"79\">171<\/td>\n<td width=\"535\">Legt auch di\u00df H\u00e4\u00dflein ab den Schleyr vnd Trawerkleider \/<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td width=\"79\">172<\/td>\n<td width=\"535\">Weil der Tag war so sch\u00f6n \/ so warm vnd auch so heider \/<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td width=\"79\">173<\/td>\n<td width=\"535\">Vnd putzt sich gar lieblich \/ wischt ab jhr Wenglein zarte \/<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td width=\"79\">174<\/td>\n<td width=\"535\">Zog an jhr weiche Schue \/ vnd macht sich auff die farthe<a href=\"#_ftn20\" name=\"_ftnref20\"><strong><em>[20]<\/em><\/strong><\/a><\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td width=\"79\">175<\/td>\n<td width=\"535\">Herau\u00df in gr\u00fcnen Wald \/ mit Delia zu sprachen<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td width=\"79\">176<\/td>\n<td width=\"535\">Von jhrm elenden Gl\u00fcck \/ das sie jetzt m\u00fcste tragen:<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td width=\"79\">177<\/td>\n<td width=\"535\">Als aber di\u00df H\u00e4\u00dflein war auff den Weg und eylet \/<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td width=\"79\">178<\/td>\n<td width=\"535\">In einer gr\u00fcnen Aw \/ welche ein B\u00e4chlein theilet \/<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td width=\"79\">179<\/td>\n<td width=\"535\">Wurd es gesp\u00fcret aus: Denn allda zween Schaaffhirten<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td width=\"79\">180<\/td>\n<td width=\"535\">Die gleichen wegs die Herd der Schaaffe hinder f\u00fchrten \/<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td width=\"79\">181<\/td>\n<td width=\"535\">Di\u00df H\u00e4\u00dflein wurden inn \/ vnd besahns wol von ferne \/<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td width=\"79\">182<\/td>\n<td width=\"535\">Drauff einr zum andern sprach: Ich m\u00f6cht doch wissen gerne<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td width=\"79\">183<\/td>\n<td width=\"535\">Woher di\u00df H\u00e4\u00dflein k\u00f6m? Ists nicht di\u00df \/ darnach stunde<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td width=\"79\">184<\/td>\n<td width=\"535\">Vor zeiten ein J\u00e4ger \/ der dort in jenem Grunde<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td width=\"79\">185<\/td>\n<td width=\"535\">Vns nechst zu handen kam mit trewrigen Geberden?<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td width=\"79\">186<\/td>\n<td width=\"535\">Warlich es ists gewi\u00df: ein gut Lohn wird mein werden \/<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td width=\"79\">187<\/td>\n<td width=\"535\">Ich lauff vnd such mit flei\u00df denselben J\u00e4gr im Walde \/<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td width=\"79\">188<\/td>\n<td width=\"535\">Bring jhm die gute Post<a href=\"#_ftn21\" name=\"_ftnref21\"><strong><em>[21]<\/em><\/strong><\/a> \/ dass er nicht gar erkalte.<\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" loading=\"lazy\" class=\"alignnone wp-image-104\" src=\"https:\/\/www.prof-dr-alf-mintzel.de\/diealtvorderen\/wp-content\/uploads\/2019\/01\/AV_3_09-208x300.jpg\" alt=\"\" width=\"747\" 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newlich gesehn im Walde wieder springen \/<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td width=\"79\">194<\/td>\n<td width=\"535\">Mach dich geschwinde auff \/ vnd thu dich in Forst schwingen \/<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td width=\"79\">195<\/td>\n<td width=\"535\">Jetzt bl\u00fcht dein Gl\u00fcck vnd Heil \/ es wird dir nicht entgehen \/<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td width=\"79\">196<\/td>\n<td width=\"535\">Nim dir nur einen Muth \/ thu steiff vnd feste stehen.<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td width=\"79\">197<\/td>\n<td width=\"535\">O Hertzens freund \/ sagt bald der J\u00e4ger \/ jetzt mein Leben<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td width=\"79\">198<\/td>\n<td width=\"535\">Mit der fr\u00f6hlichen Post thustu mir wieder geben \/<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td width=\"79\">199<\/td>\n<td width=\"535\">Danck hab deines Dienst: Nun will ich mich auffmachen \/<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td width=\"79\">200<\/td>\n<td width=\"535\">Jetzt besser als zuvor anstellen meine Sachen:<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td width=\"79\">201<\/td>\n<td width=\"535\">\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0 Alsbald er wieder sucht sein H\u00f6rnlein \/ vnd thet blasen \/<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td width=\"79\">202<\/td>\n<td width=\"535\">Seinen Winden<a href=\"#_ftn22\" name=\"_ftnref22\"><strong><em>[22]<\/em><\/strong><\/a> vnd Sp\u00fcr \/ so da von ferne sassen:<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td width=\"79\">203<\/td>\n<td width=\"535\">Vor allen dingen aber rufft er mit heissem flehen<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td width=\"79\">204<\/td>\n<td width=\"535\">Daliae der G\u00f6ttin \/ die woll jhm jetzt beystehen \/<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td width=\"79\">205<\/td>\n<td width=\"535\">Hab jener jhr vovire<a href=\"#_ftn23\" name=\"_ftnref23\"><strong><em>[23]<\/em><\/strong><\/a>t, ein Tempel auffzuf\u00fchren \/<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td width=\"79\">206<\/td>\n<td width=\"535\">So thet er jhr vielmehr mit Trew vnd Glauben spondiren<a href=\"#_ftn24\" name=\"_ftnref24\"><strong><em>[24]<\/em><\/strong><\/a>,<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td width=\"79\">207<\/td>\n<td width=\"535\">Er durch der B\u00fccher H\u00fclff<a href=\"#_ftn25\" name=\"_ftnref25\"><strong><em>[25]<\/em><\/strong><\/a> wolte helffen au\u00dfbreiten<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td width=\"79\">208<\/td>\n<td width=\"535\">Jhr Ehr vnd Majestet \/ jetzt vnd zu allen zeiten.<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td width=\"79\">209<\/td>\n<td width=\"535\">\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0 Alsbald stellt er die Netz \/ fieng an getrost zu hetzen \/<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td width=\"79\">210<\/td>\n<td width=\"535\">Vnd mit seinen Winden dem H\u00e4\u00dflein nachzusetzen.<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td width=\"79\">211<\/td>\n<td width=\"535\">Fortuna abr geneigt \/ thet jhm bald Raub beschehren \/<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td width=\"79\">212<\/td>\n<td width=\"535\">Das H\u00e4\u00dflein must zu jhm vnd in sein garn einkehren \/<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td width=\"79\">213<\/td>\n<td width=\"535\">Des wurd der J\u00e4ger jnn \/ eylt zu mit seinen Winden \/<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td width=\"79\">214<\/td>\n<td width=\"535\">Vnd ob sonst auch viel Wild sich in sein garn thet finden \/<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td width=\"79\">215<\/td>\n<td width=\"535\">Griff er doch nur allein nach seinem H\u00e4\u00dflein balde \/<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td width=\"79\">216<\/td>\n<td width=\"535\">Hub an ein gro\u00df Geschrey vbr seinem Gl\u00fcck im Walde \/<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td width=\"79\">217<\/td>\n<td width=\"535\">Da\u00df Echo s\u00fcsser Mund freundlich mit jhr certiret<a href=\"#_ftn26\" name=\"_ftnref26\"><strong><em>[26]<\/em><\/strong><\/a>,<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td width=\"79\">218<\/td>\n<td width=\"535\">Vnd aus besonder Gunst seine Wort repetiret<a href=\"#_ftn27\" name=\"_ftnref27\"><strong><em>[27]<\/em><\/strong><\/a>,<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td width=\"79\">219<\/td>\n<td width=\"535\">Vntr des gab gute Wort \/ das H\u00e4\u00dflein in dem Garren \/<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td width=\"79\">220<\/td>\n<td width=\"535\">Der J\u00e4ger woll mit jhm glimpfflich vnd sanfft verfahren \/<\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" loading=\"lazy\" class=\"alignnone wp-image-103\" src=\"https:\/\/www.prof-dr-alf-mintzel.de\/diealtvorderen\/wp-content\/uploads\/2019\/01\/AV_3_10-208x300.jpg\" alt=\"\" width=\"747\" height=\"1077\" srcset=\"https:\/\/www.prof-dr-alf-mintzel.de\/diealtvorderen\/wp-content\/uploads\/2019\/01\/AV_3_10-208x300.jpg 208w, https:\/\/www.prof-dr-alf-mintzel.de\/diealtvorderen\/wp-content\/uploads\/2019\/01\/AV_3_10-700x1008.jpg 700w, https:\/\/www.prof-dr-alf-mintzel.de\/diealtvorderen\/wp-content\/uploads\/2019\/01\/AV_3_10-800x1152.jpg 800w\" sizes=\"(max-width: 747px) 100vw, 747px\" \/><\/p>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td width=\"79\">221<\/td>\n<td width=\"535\">Darauff sprach er f\u00fcr Frewd; nichts args darffstu gedencken \/<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td width=\"79\">222<\/td>\n<td width=\"535\">Mein Hertz \/ mein Sinn vnd Muth \/ will Ich stets zu dir lencken \/<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td width=\"79\">223<\/td>\n<td width=\"535\">Mein Lieb vnd Trew sol sich auch nimmer in dir enden \/<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td width=\"79\">224<\/td>\n<td width=\"535\">Du bist die Liebste mein \/ von dir sol mich nichts wenden \/<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td width=\"79\">225<\/td>\n<td width=\"535\">Wenn gleich Fraw Helena die sch\u00f6nst in GriechenLande \/<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td width=\"79\">226<\/td>\n<td width=\"535\">Oder Cleopatra die Reiche k\u00e4m zum stande \/<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td width=\"79\">227<\/td>\n<td width=\"535\">Odr geb sich bey mir an Lycaste die geschwinde \/<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td width=\"79\">228<\/td>\n<td width=\"535\">Odr die gelehrte Fraw Erinna, oder<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td width=\"79\">229<\/td>\n<td width=\"535\">Suadam, die wol beredt \/ als mein eigen \/ heimf\u00fchren \/<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td width=\"79\">230<\/td>\n<td width=\"535\">K\u00f6nt auch michs starcke Weib Penthesilea zieren \/<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td width=\"79\">231<\/td>\n<td width=\"535\">Odr k\u00f6nt bekommen jetzt Abigail die Weise \/<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td width=\"79\">232<\/td>\n<td width=\"535\">Doch sag ich dir f\u00fcrwar \/ da\u00df mich gar keine reisse<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td width=\"79\">233<\/td>\n<td width=\"535\">Von dir \/ bi\u00df mir zerschneid Atropos meinen Faden \/<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td width=\"79\">234<\/td>\n<td width=\"535\">Da\u00df ich von dir getrennt durchn Flu\u00df Lethen<a href=\"#_ftn28\" name=\"_ftnref28\"><strong><em>[28]<\/em><\/strong><\/a> mu\u00df waden,<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td width=\"79\">235<\/td>\n<td width=\"535\">\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0 O wunderliche Jagt! O Delia du frone<a href=\"#_ftn29\" name=\"_ftnref29\"><strong><em>[29]<\/em><\/strong><\/a> \/<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td width=\"79\">236<\/td>\n<td width=\"535\">Wie wundersam bistu vff deinem Forst vnd Throne?<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td width=\"79\">237<\/td>\n<td width=\"535\">Wie weist du doch so fein wieder zusammen zu f\u00fchren<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td width=\"79\">238<\/td>\n<td width=\"535\">Zwey LiebesHertz \/ die vor theten gantz desperiren<a href=\"#_ftn30\" name=\"_ftnref30\"><strong><em>[30]<\/em><\/strong><\/a>,<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td width=\"79\">239<\/td>\n<td width=\"535\">Darvon k\u00f6nt man noch viel herrlicher sachen schreiben \/<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td width=\"79\">240<\/td>\n<td width=\"535\">Wo nicht die kurtze zeit die Feder thet fort treiben.<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td width=\"79\">241<\/td>\n<td width=\"535\">\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0 Nun hat was haben sol vnser ber\u00fchmter Weidmann \/<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td width=\"79\">242<\/td>\n<td width=\"535\">Nemlich sein H\u00e4selein \/ darnach er sehr hat gethan \/<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td width=\"79\">243<\/td>\n<td width=\"535\">Das f\u00fchrt er jetzt zu Hau\u00df auff der Veneris Wagen \/<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td width=\"79\">244<\/td>\n<td width=\"535\">Stellt an ein Frewdenfest in diesen lustign Tagen \/<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td width=\"79\">245<\/td>\n<td width=\"535\">Drumb kompt zu hauffen all jhr Satyri vnd Hirten \/<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td width=\"79\">246<\/td>\n<td width=\"535\">Jhr Nimfen all die jhr jetzt wohnt vnter den Myrten,<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td width=\"79\">247<\/td>\n<td width=\"535\">Kompt mit ewrn Instrument vnd helffet zu Hau\u00df f\u00fchren<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td width=\"79\">248<\/td>\n<td width=\"535\">Dem J\u00e4ger sein H\u00e4\u00dflein; fangt an zu intoniren<a href=\"#_ftn31\" name=\"_ftnref31\"><strong><em>[31]<\/em><\/strong><\/a><\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td width=\"79\">249<\/td>\n<td width=\"535\">Ein lustige Concert, machts gut \/ jhr wird gepriesen \/<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td width=\"79\">250<\/td>\n<td width=\"535\">Jhr Nimfen O thut nicht jetzt schonen ewrer F\u00fcssen \/<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td width=\"79\">251<\/td>\n<td width=\"535\">H\u00fcpffet vnd springt hoch auff \/ jhr Hirten acceptiret<a href=\"#_ftn32\" name=\"_ftnref32\"><strong><em>[32]<\/em><\/strong><\/a><\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td width=\"79\">252<\/td>\n<td width=\"535\">Was Ceres vnd Bacchus aus jhrn Kammern spendiret,<\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" loading=\"lazy\" class=\"alignnone wp-image-105\" src=\"https:\/\/www.prof-dr-alf-mintzel.de\/diealtvorderen\/wp-content\/uploads\/2019\/01\/AV_3_11-208x300.jpg\" alt=\"\" width=\"747\" height=\"1077\" srcset=\"https:\/\/www.prof-dr-alf-mintzel.de\/diealtvorderen\/wp-content\/uploads\/2019\/01\/AV_3_11-208x300.jpg 208w, 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anrichtet Leid vnd Frewde \/<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td width=\"79\">259<\/td>\n<td width=\"535\">Wie sie aus wolmeynen gibt einen vmb den andern \/<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td width=\"79\">260<\/td>\n<td width=\"535\">Doch aber nicht also wie etliche von Flandern \/<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td width=\"79\">261<\/td>\n<td width=\"535\">Welcher Hertz eben ist wies Taubenhau\u00df formiret<a href=\"#_ftn33\" name=\"_ftnref33\"><strong><em>[33]<\/em><\/strong><\/a>.<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td width=\"79\">262<\/td>\n<td width=\"535\">Da\u00df einer fleuget ein \/ der ander au\u00dfspatziret \/<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td width=\"79\">263<\/td>\n<td width=\"535\">Sondern in Zucht vnd Ehr \/ da\u00df es bey den bringt Frewden \/<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td width=\"79\">264<\/td>\n<td width=\"535\">Wie sie auch hat gethan diesn zwey newen Ehleuten \/<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td width=\"79\">265<\/td>\n<td width=\"535\">Denen wolln wir jetzt auch ein geschenck praesentirn<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td width=\"79\">266<\/td>\n<td width=\"535\">Aus vnserm Wald vnd Feld \/ vnd wollen so vovirn,<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td width=\"79\">267<\/td>\n<td width=\"535\">Gott \/ der allmechtig ist \/ las sie beyde reich werden \/<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td width=\"79\">268<\/td>\n<td width=\"535\">Von dem Thaw des Himmels \/ vnd Fettigkeit der Erden \/<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td width=\"79\">269<\/td>\n<td width=\"535\">HErr Breutigam hinfort ewrn Forst mit flei\u00df verwaltet \/<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td width=\"79\">270<\/td>\n<td width=\"535\">Last euch nicht finden feig \/ euch allzeit hurtig haltet \/<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td width=\"79\">271<\/td>\n<td width=\"535\">Denn wird ewer H\u00e4\u00dflein euch viel H\u00e4\u00dflein zuf\u00fchren \/<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td width=\"79\">272<\/td>\n<td width=\"535\">Die mit jhrr Freundligkeit ewr Hertz werden erlustirn \/<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td width=\"79\">273<\/td>\n<td width=\"535\">Denn auch die Delia wird es sehr fruchtbar machen \/<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td width=\"79\">274<\/td>\n<td width=\"535\">Da\u00df es euch alle Jahr wird zurichten ein Lachen \/<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td width=\"79\">275<\/td>\n<td width=\"535\">Vbr das wird ewr H\u00e4\u00dflein mit auffgerichten Ohren \/<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td width=\"79\">276<\/td>\n<td width=\"535\">Nach ewres H\u00f6rnleins schall vnd willn gar leise h\u00f6ren \/<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td width=\"79\">277<\/td>\n<td width=\"535\">Vnd da\u00df in ewrn Geheg es alls wol werd bestellet \/<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td width=\"79\">278<\/td>\n<td width=\"535\">Wird ewer H\u00e4selein \/ das jhr euch zugesellet \/<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td width=\"79\">279<\/td>\n<td width=\"535\">Mit halb geschlo\u00dfnen Augn des Nachts jhrs schlaffs abwarten \/<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td width=\"79\">280<\/td>\n<td width=\"535\">Ja es wird vber di\u00df an sich han sch\u00f6ne Arten \/<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td width=\"79\">281<\/td>\n<td width=\"535\">Die euch \/ Herr Breutigam \/ vbr aus sch\u00f6n werden machen \/<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td width=\"79\">282<\/td>\n<td width=\"535\">Denn von des Hasens Fleisch hat man noch diese sachen<\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" loading=\"lazy\" class=\"alignnone wp-image-106\" src=\"https:\/\/www.prof-dr-alf-mintzel.de\/diealtvorderen\/wp-content\/uploads\/2019\/01\/AV_3_12-208x300.jpg\" alt=\"\" width=\"747\" height=\"1077\" srcset=\"https:\/\/www.prof-dr-alf-mintzel.de\/diealtvorderen\/wp-content\/uploads\/2019\/01\/AV_3_12-208x300.jpg 208w, https:\/\/www.prof-dr-alf-mintzel.de\/diealtvorderen\/wp-content\/uploads\/2019\/01\/AV_3_12-700x1008.jpg 700w, https:\/\/www.prof-dr-alf-mintzel.de\/diealtvorderen\/wp-content\/uploads\/2019\/01\/AV_3_12-800x1152.jpg 800w\" sizes=\"(max-width: 747px) 100vw, 747px\" \/><\/p>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td width=\"79\">283<\/td>\n<td width=\"535\">Von alters \/ da\u00df wer nur thet essen von eim Hasen \/<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td width=\"79\">284<\/td>\n<td width=\"535\">Solt gantzer sieben Tag sch\u00f6n bleiben aus dermassen.<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td width=\"79\">285<\/td>\n<td width=\"535\">\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0 Nicht mehr \/ Herr Br\u00e4utigam in der That wird jhr sp\u00fcren \/<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td width=\"79\">286<\/td>\n<td width=\"535\">Was ein tugendsam Weib vor Nutz werde zu f\u00fchren<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td width=\"79\">287<\/td>\n<td width=\"535\">Jhrem Mann \/ wenn sie stets in Gottesfurcht in frieden \/<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td width=\"79\">288<\/td>\n<td width=\"535\">In Lieb \/ in Trew \/ vnd Zucht \/ im Glauben fest beh\u00fcten<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td width=\"79\">289<\/td>\n<td width=\"535\">Jhr ehlich Band \/ darmit jhr Hertz Gott hat gebunden:<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td width=\"79\">290<\/td>\n<td width=\"535\">Derselbe gebe euch Gl\u00fcck \/ geb euch viel guter Stunden!<\/p>\n<p>Ende<\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p style=\"text-align: center;\"><strong>Dramaturgie der Hasenjagd<\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: center;\"><strong>Personen, Handlungs- und Ereignisabl\u00e4ufe, Dekodierungen<\/strong><\/p>\n<p>Wir haben vor uns ein 290 Verszeilen umfassendes Gelegenheitsgedicht, dessen Inhalt die Verfasser, die \u201ein der Grossianischen Druckerei<a href=\"#_ftn34\" name=\"_ftnref34\"><strong>[34]<\/strong><\/a> in Arbeit stehende Gesellschaft\u201c, durch Abs\u00e4tze in Handlungs- und Ereignisbl\u00f6cke gegliedert haben. \u00a0(Verszeilen 1-15; 16-22; 23-32; 33-38; 39-54; 55-84; 85\/86; 87-98; 99-128; 129-140; 141\/142; 143-200; 201-208; 209-234; 235-240; 241-268; 269-284; 285-290). Der Text berichtet von zwei Liebesdramen. Das erste geht letztendlich traurig aus, das zweite nach ausgestandenem Liebesleid gl\u00fccklich. Ein t\u00f6dlicher Schicksalsschlag bringt die Wende und treibt die Handlung voran. Die Verfasser schildern in ihrem hoch dramatischen Gedicht, wie sich die jungen Brautleute gefunden und was sie alles durchzustehen und zu \u00fcberwinden haben, bis sie endlich den Ehebund schlie\u00dfen k\u00f6nnen. Die Handlungsabl\u00e4ufe und Gem\u00fctszust\u00e4nde werden in barocker Stilistik hochemotional aufgeladen, Personen und Geschehnisse in einer bukolischen Landschaft angesiedelt. Das Hochzeitsgedicht steht im Bann der Leipziger Barockdichtung. Es ist ein lyrisches Echo auf das \u201eBuch von der Deutschen Poeterey\u201c, das der Leipziger Barocklyriker Martin Opitz 1624 ver\u00f6ffentlicht hat (Mintzel, 2011: Von der Schwarzen Kunst zur Druckindustrie, Band I, S.66-81).<\/p>\n<p>Jeder Leser kann den Text verstehen, sieht man einmal von dem Schrifttypus der Fraktur und den sprachlichen Eigenarten des 17. Jahrhunderts ab. Allerdings muss er sich mit dem darin angesprochenen Personal der antiken griechisch-r\u00f6mischen Mythologie vertraut machen. Allein aus der mythologisierenden Beschreibung der Liebesdramen mit ihrem Leid und ihren Liebesklagen w\u00fcrde der heutige Leser nichts \u00fcber die tats\u00e4chlichen Ereignisse und Tatsachen erfahren, auf die im Text angespielt wird. Nur mit Hilfe genealogischer, historisch-biografischer und gewerbegeschichtlicher Daten und Kenntnisse l\u00e4sst sich erschlie\u00dfen und entschl\u00fcsseln, was hinter der Dramaturgie des Hochzeitsgedichtes verborgen ist.<\/p>\n<p>Die Verfasser, in der damaligen Zunftsprache der Buchdrucker \u201eKunstverwandte\u201c genannt, hatten gute Kenntnisse \u00fcber die reale Vorgeschichte der Eheschlie\u00dfung Mintzels mit Maria, geborene Hase. Sie kleiden diese Vorgeschichte in ein griechisch-r\u00f6misches mythologisches Gewand. In den zwei Liebesdramen treten \u201ezwei hurtige J\u00e4ger\u201c (18) auf, \u201eein Weidelicher J\u00e4ger\u201c (23, 47, 87, 92, 141) und ein anderer, der ebenfalls das H\u00e4slein liebt und begehrt. Beide stellen dem H\u00e4slein \u201ein inbr\u00fcnstiger Liebe\u201c (20) nach und versuchen es zu umgarnen. Sie blasen in ihr \u201eH\u00f6rnlein\u201c (217, 34) und werfen ihre Netze (Garn, 9, 100, 112) nach dem H\u00e4slein aus, das sich im Gras verborgen h\u00e4lt und \u2013 wenn es sich sicher f\u00fchlt \u2013 umherspringt (17). Im Gegensatz zum \u201eWeidelichen J\u00e4ger\u201c wird der andere als ein noch unerfahrener Wettbewerber um die Gunst des H\u00e4sleins geschildert. Dem \u201eWeidelichen J\u00e4ger\u201c gelingt es mit allerhand Kunstst\u00fccken und Tricks, das H\u00e4slein einzufangen. Er ist darin ge\u00fcbt in die L\u00fcfte zu steigen, mit den H\u00fcften zu schwingen (25, 26), aus hoher Warte das H\u00e4slein zu beobachten und mit seinem Windspiel, einem Jagdhund (28, 36, 40), das H\u00e4slein aufzusp\u00fcren. Der Jagdg\u00f6ttin Diana verspricht er, ihr zu Ehren einen sch\u00f6nen Tempel zu bauen, wenn sie ihm bei der Jagd auf das H\u00e4slein Gl\u00fcck bringe (29\u201332, 78-84). Dem gewandten J\u00e4ger gelingt es in der Tat, das H\u00e4slein einzufangen (33\u201345). Es ergibt sich dem J\u00e4ger, umarmt ihn, verspricht ihm gehorsam, flei\u00dfig und eine treue Gef\u00e4hrtin zu werden und in allen N\u00f6ten und Gefahren zu ihm zu stehen (46\u201354). Der \u00fcbergl\u00fcckliche J\u00e4ger nimmt es in seine Arme und erlebte mit ihm bald gro\u00dfe eheliche Freuden (55\u201370). \u201eHernach die zwey beysam in einem H\u00e4u\u00dflein lebten In rechter Lieb und Trewe in steter Frewd sie schwebten\u201c (93, 94).<\/p>\n<p style=\"text-align: center;\"><strong>Daten und soziale Zusammenh\u00e4nge<\/strong><\/p>\n<p>Die beiden \u201ehurtigen J\u00e4ger\u201c waren Michael Weidlich (Leipzig, um 1570-1624) und Johann Albrecht Mintzel (1600-1653). Das H\u00e4slein war Maria Hase, geboren Anfang November 1602. Michael Weidlich, wie sein Vater Maurer von Beruf, hatte am 07.08.1605 die Leipziger B\u00fcrgerschaft erworben. Er hatte zwei Ehen hinter sich, aus denen f\u00fcnf Kinder hervorgegangen waren. Die Ehefrauen waren verstorben, die erste um 1605\/07, die zweite um 1621\/22. Er suchte f\u00fcr seine Kinderschar und seinen Haushalt dringend eine neue Ehefrau. Der Witwer war um die f\u00fcnfzig, als er um Maria Hase warb. Maria war noch im jugendlichen Alter von etwa zwanzig Jahren. Auch Marias Vater, Andreas Hase, war Maurer, also ein Zunftgenosse. Alle Akteure kamen aus dem Leipziger handwerklichen Milieu und kannten sich pers\u00f6nlich. Der alte Weidlich war ein lebenserfahrener und wahrscheinlich liebesgewandter Mann, der seine Werbek\u00fcnste gut einzusetzen verstand. Jedenfalls erlag das junge H\u00e4slein seinem Werben, was in dem Gedicht in blumiger Sprache mit Bildern und Szenen aus der griechischen Mythologie beschrieben wird. Maria heiratet den wesentlich \u00e4lteren Leipziger Maurermeister Michael am 29. September 1622 und wurde somit schon im Alter von 21 die Stiefmutter von f\u00fcnf Kindern aus den zwei ersten Ehen Weidlichs.<\/p>\n<p>Im Hochzeitsgedicht nimmt Delia den J\u00e4ger Weidlich in Pflicht (74\u201386). Seine &#8222;Freundlichkeit und Liebe&#8220; ihr gegen\u00fcber, der er einen Tempel zu bauen verspricht (130-132), nimmt die Jagdg\u00f6ttin nur unter den \u00a0Bedingungen an: Er m\u00fcsse sein H\u00e4slein lieben wie einen Verwandten, er m\u00fcsse sie mit Vernunft behandeln und ihr keine &#8222;unertr\u00e4gliche Last&#8220; aufb\u00fcrden (81\/82). Dann werde ihn sein Leben lang nichts gereuen. Der J\u00e4ger besiegelt mit einem &#8222;Amen&#8220; (85) das &#8222;Mandat&#8220; der G\u00f6ttin (78), die daraufhin in den Winden verschwindet (85). Die Bedingungen k\u00f6nnen als Hinweis auf die famili\u00e4re Situation verstanden werden, auf die schwierigen Aufgaben, die der jungen Stiefmutter und Hausfrau bevorstehen.<\/p>\n<p>Die Hochzeit wird mit Musik (Pfeifen und Saitenspiel) und mit Gesang gefeiert (88\u201390), alle Waldg\u00f6tter, Faune und Nymphen, stimmen ein. Ihr Gesang klingt als Echo her\u00fcber aus Wald und Tal (89\u201391). Michael Weidlich und seine dritte Frau, das H\u00e4slein, leben nach der Hochzeit zusammen &#8222;in einem H\u00e4u\u00dflein&#8220; (92\/93). &#8222;Sie waren beide ein Leib \/ ein Wille&#8220; und hatten &#8222;Wohlgefallen&#8220; aneinander (96, 97). Die Verfasser des Gedichtes beschrieben die eheliche Gemeinschaft der beiden als eine vorbildliche Verbindung. Es spricht sich herum (96\u201398).<\/p>\n<p>Wie geht es aber dem Rivalen und Verlierer? In den Verszeilen 99 bis 140 wird geschildert, wie er darunter leidet, vergeblich um Marias Gunst geworben zu haben und seinem Rivalen unterlegen zu sein. Er verzehrt sich in Selbstzweifeln. Er wirft sich vor, in der Konkurrenz mit dem Konkurrenten nicht beherzt und mutig genug um Marias Hand geworben zu haben (102\u2013105). Er sei &#8222;mit seinem Spiel&#8220; (Jagdhund) zu langsam gewesen, der Rivale sei schon vor ihm dagewesen und habe ihm das H\u00e4slein weggenommen (105\u2013107, 110). Er ist zu Tode betr\u00fcbt, niedergedr\u00fcckt, bar jeder Hoffnung, das H\u00e4slein jemals gewinnen zu k\u00f6nnen (113\u2013117). Er schreit vor Ungl\u00fcck und Traurigkeit laut hinaus, l\u00e4uft im Wald kopflos hin und her und wisse nicht, ob er sein Ungl\u00fcck verkraften k\u00f6nne. Todessehnsucht verd\u00fcstert sein Gem\u00fct. Charon, der F\u00e4hrmann ins Jenseits, m\u00f6ge ihn auf seinem Kahn hin\u00fcberfahren in die elysischen Gefilde (123-127). Alles erschrecke ihn: das Rauschen der B\u00e4ume und der Gesang der V\u00f6gel (131, 132). Ihm sei zumute, als s\u00e4\u00dfe er in der W\u00fcste, einsam und elendig (129, 130). Er sei dabei, seinen Verstand zu verlieren (133-135) und werde wie Actaeon in einen wilden Hirsch verwandelt (135-138). Er sei um seinen Schlaf gebracht und klage Tag und Nacht \u00fcber seine Lage (139, 140).<\/p>\n<p style=\"text-align: center;\"><strong>Zweifache Schicksalswende<\/strong><\/p>\n<p>Das Gl\u00fcck des alten Weidlich und seiner jungen Ehefrau Maria w\u00e4hrt jedoch nur kurz, tats\u00e4chlich nur sechzehn Monate (143). Im Gedicht h\u00f6rt Jupiter, Gott des Lebens und des Todes, die herzzerrei\u00dfenden Liebesklagen des traurigen Verlierers und schreitet ein (145-156). Er schickt Proserpina, die Tochter des Jupiters und der Ceres, mit einer Schere ins Haus der Eheleute (Weidlich). Proserpina schneidet dem Ehemann eine Haarlocke ab, was dessen Tod bedeutet (151-153). Der \u201eWeidliche J\u00e4ger\u201c wird aus dem Leben gerissen. Sein H\u00e4slein trauert \u201ein grossen schmertzen\u201c um ihren Ehemann und bringt \u201eso manchen Tag\u201c und \u201eso manche Nacht\u201c mit Weinen zu (154-156).<\/p>\n<p>Tats\u00e4chlich starb Michael Weidlich im Januar 1624. Sein Tod machte Maria schon mit 22 Jahren zur Witwe mit f\u00fcnf Kindern aus Weidlichs ersten Ehen und einem eigenen Kind, Sabina Weidlich, die im September 1623 zur Welt gekommen war. Im Hochzeitsgedicht wird generell auf diese schwierige und tieftraurige Situation hingewiesen, jedoch ohne konkret auf die famili\u00e4ren Verh\u00e4ltnisse und existenziellen N\u00f6te der jungen Frau einzugehen.<\/p>\n<p>Maria gewinnt mit der Zeit wieder Lebensmut. Ein Sprichwort sagt: \u201eDie Zeit verzehret alles Schmerzen und wirft alle Traurigkeit aus dem bek\u00fcmmerten Herzen\u201c (159, 160). Maria legt den Trauerschleier und ihre Trauerkleider ab und beginnt wieder an den Freuden des Lebens teilzunehmen. Sie wischt die Tr\u00e4nen von ihren Wangen, kleidet sich h\u00fcbsch, zieht \u201eweiche Schuhe\u201c an und geht hinaus [aus der Stadt] zu den Vorg\u00e4rten und den W\u00e4ldern hin (168-178). Auf ihrem Weg durch die Auen wird sie von zwei Schafhirten beobachtet, die sich verwundert fragen, woher das H\u00e4slein komme. Sei es nicht ein J\u00e4ger gewesen [Mintzel], der hier mit traurigem Geb\u00e4rden gelaufen sei? Einer der Schafhirten eilt geschwind an die Stelle, wo sich der ungl\u00fcckliche J\u00e4ger aufgehalten haben soll, und findet ihn in einer H\u00f6hle (179-188). Der Schafhirte bringt ihm die frohe Botschaft, dass das H\u00e4slein wieder im Walde umherspringe und fr\u00f6hlicher Dinge sei, und spornt den J\u00e4ger an: \u201eMach dich geschwind auf\u201c, fasse Mut und greife nach deinem Gl\u00fcck! (189-196) Der J\u00e4ger folgt diesem Zuruf, holt wieder sein \u201eH\u00f6rnlein\u201c hervor und beginnt von neuem, mit seinen Windspielen dem H\u00e4slein nachzustellen. Er ruft \u201emit heissem flehen\u201c Delia an und bittet die G\u00f6ttin, ihm beizustehen. Im Gegensatz zu Weidlich, der versprochen hatte, nach erfolgreicher Hasenjagd der G\u00f6ttin einen wunderbaren Tempel zu errichten, wolle er den Ruhm der G\u00f6ttin \u201edurch der B\u00fccher H\u00fclff\u201c ausbreiten helfen (203-208). Die Verfasser spielen hier auf den jeweiligen Beruf an, auf den des Maurers bei Weidlich und den des Buchdruckers bei Mintzel.<\/p>\n<p>Es gelingt dem jungen J\u00e4ger mit Hilfe der G\u00f6ttin und Fortuna, sein H\u00e4slein zu haschen. Er schreit sein Gl\u00fcck in den Wald hinein. Wenngleich Helena, Cleopatra, Lycaste, Penthesilea, Abigail und andere starke Frauen versuchten dazwischen zu treten, er wolle sein Herz, seinen Sinn und Mut stets auf sein H\u00e4slein richten (222-233). \u201eMein Lieb und Trew sol sich auch nimmer in dir enden \/Du bist die Liebste mein \/ von dir sol mich nichts wenden\u201c. Nur Atropos, in der griechischen Mythologie die Unabwendbare und Zerst\u00f6rerin, k\u00f6nne ihn trennen, wenn sie seinen Lebensfaden abschneidet. Dann m\u00fcsse er \u201evon (ihr) getrennt durch den Fluss Lethe waden\u201c (233, 234). Delia wird mit viel Lobpreis bedacht. Sie habe die zwei Liebesherzen so wunderbar zusammengef\u00fchrt. Alle sind eingeladen, Satyre, Nymphen und Hirten, mit den zwei neuen Eheleuten das Freudenfest zu feiern und zu genie\u00dfen, was Ceres und Bacchus aus ihren Kammern spendiert haben (243-252). Die Hochzeitsg\u00e4ste werden aufgefordert, ihre Stimme zu erheben und mit Lob- und Preisliedern der G\u00f6ttin zu danken, die in ihrer \u201eGnad und G\u00fcte\u201c junge Leute zwischen Leid und Freude herumf\u00fchrt (253-264). Das Hochzeitsgedicht endet mit guten Ratschl\u00e4gen und Gl\u00fcckw\u00fcnschen, und dies nicht ohne Anspielungen auf die Fruchtbarkeit der Ehe. (265-282) Wenn die beiden Eheleute sich \u201eallzeit hurtig\u201c halten, dann wird das H\u00e4slein (Maria) noch viele H\u00e4slein zuf\u00fchren.<\/p>\n<p>F\u00fcnfzehn Monate nach dem Tode ihres ersten Ehegatten heiratete Maria in zweiter Ehe den jungen Buchdruckermeister und Druckereibesitzer Johann Albrecht Mintzel. Das Paar wurde in der Sankt Nicolaikirche getraut. Zum Zeitpunkt ihrer zweiten Eheschlie\u00dfung war Maria 22 Jahre alt, also eine noch junge Frau. Mintzel hatte am 2. Mai 1625 die B\u00fcrgerschaft der Stadt Leipzig erworben und am gleichen Tag die Verlagsdruckerei Gro\u00dfe gepachtet. Er war in Leipzig vom Buchdruckergesellen zum Buchdruckereibesitzer aufgestiegen und 1625 als frisch gebackener Buchdruckermeister in die Vorstandschaft der Buchdruckerinnung gew\u00e4hlt worden. Das Hochzeitsgedicht \u201eDer l\u00f6blichen \/ damals in der Grossianischen Druckerey In Arbeit stehenden \/ Gesellschaft\u201c war folglich auch eine Huldigung auf den neuen Buchdruckerherrn und seine Ehefrau. Er war ihr neuer Chef und Arbeitgeber, Maria die Seele der Offizin (Mintzel, 2011: Von der Schwarzen Kunst zur Druckindustrie, Band I, S.49-55 mit Quellenangaben).<\/p>\n<p style=\"text-align: center;\"><strong>Wer waren die Verfasser des Hochzeitgedichtes?<\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: center;\"><strong>Die Belegschaft der Offizin<\/strong><\/p>\n<p>Wer \u201eder l\u00f6blichen\/damals in der Grossianischen Druckerey In Arbeit stehenden\/Gesellschaft\u201c mag an der Abfassung des Hochzeitgedichtes mitgewirkt haben? Wir w\u00fcssten es heute zu gern, g\u00e4ben die Namen doch interessante Ausk\u00fcnfte \u00fcber das Personal. Die Verlagsdruckerei Gro\u00dfe war mit ihren vier Pressen eine der f\u00fcnf gr\u00f6\u00dften Leipziger Offizinen. Ihre\u00a0 \u00a0Belegschaft war sich offensichtlich darin einig gewesen, als Betriebsgemeinschaft aufzutreten. Das Titelblatt best\u00e4tigt jedenfalls, dass keiner namentlich hervorgehoben werden sollte. Ich spekuliere ein wenig. Wer k\u00f6nnte, im doppelten Sinne gemeint, <em>ma\u00dfgeblich<\/em> mitgewirkt haben? Die damalige personelle Ausstattung und Betriebshierarchie einer Gro\u00dfdruckerei mit vier Pressen l\u00e4sst gewisse Schl\u00fcsse zu.<\/p>\n<p>[Abbildung: Holzschnitt Druckereioffizin]<\/p>\n<p>An jeder Holzpresse standen ein sogenannter Ballenmeister und ein Pressenmeister, bei vier Pressen folglich insgesamt acht Meister an der Zahl. Der Pressenmeister bediente den \u201eBengel\u201c, mit dem er den richtigen Anpressdruck herstellte, um einen guten Druck zu erhalten. Der Ballenmeister war f\u00fcr die Qualit\u00e4t der Druckerfarbe und f\u00fcr den Auftrag der Farbe auf die Matrize verantwortlich. Die Druckfarbe wurde mit Ballen aufgetragen. An jeder Presse waren in der Regel f\u00fcnf bis sechs Setzergesellen t\u00e4tig. Bei v\u00f6lliger Auslastung der vier Pressen arbeiteten insgesamt an die zwei Dutzend Setzer mit. Zur Belegschaft z\u00e4hlten au\u00dferdem der Faktor, der die \u201eGespanne\u201c (Arbeitsgruppen) anleitete, sowie die Korrektoren. Hinzukamen noch die Lehrlinge und Knechte. Letztere waren ungelernte Helfer, die Papierb\u00f6gen zum Druck reichten, frisch gedruckte Papierb\u00f6gen zum Trocknen der Druckerfarbe auf Gest\u00e4nge aufh\u00e4ngten und sonstige Hilfsarbeiten verrichteten. Waren alle vier Pressen ausgelastet, z\u00e4hlte die Belegschaft bis zu drei\u00dfig Personen.<\/p>\n<p>Um dieses Hochzeitsgedicht zu verfassen, bedurfte es einer relativ hohen literarischen Bildung und guter Kenntnisse der griechisch-r\u00f6mischen G\u00f6tterwelt und mythischen Gestalten, au\u00dferdem einer Dramaturgie, um die mythologische Verpackung realer individueller Charaktere und Lebensverl\u00e4ufe \u201ezu sonderlichen Ehren und Gefallen\u201c (Titelei) zu gestalten. Gelernte Buchdrucker und Setzer grenzten sich damals als <em>gebildete<\/em> Handwerker vom <em>gemeinen<\/em> Handwerk ab. Die Gelehrtensprache war das Lateinische und zum Teil auch das Griechische. Ein Gutteil der Druckwerke erschien bis ins 18. Jahrhundert hinein in diesen alten Sprachen. Wer im sogenannten \u201egebildeten Handwerk\u201c arbeiten und vorankommen wollte, hatte zuvor eine Lateinschule und sogar mehrere Klassen eines Gymnasiums besucht. In einer anspruchsvollen Offizin wie der Verlagsdruckerei Gro\u00dfe\/Mintzel, die aufs Engste mit der Welt der Gelehrten verbunden war, waren diese Qualifikationen gefragt. Wir d\u00fcrfen jedenfalls mit guten Gr\u00fcnden annehmen, dass aus der Gesamtheit der Belegschaft tats\u00e4chlich nur ein kleiner Kreis literarisch versierter und kenntnisreicher Mitarbeiter das Hochzeitsgedicht verfasste und die einzelnen Partien ausfeilte. Sie hatten sicher ihren Spa\u00df daran, Einf\u00e4lle zu sammeln, bunt gemischt Personal der griechisch-r\u00f6mischen Mythologie auftreten zu lassen und, f\u00fcr die Adressaten leicht zu erkennen, die Liebesgeschichte ihres Chefs und seiner Ehefrau in Alexandriner zu kleiden. Das Gedicht war, das scheint mir gewiss zu sein, Ergebnis wochenlanger \u201eheimlicher\u201c Arbeit gewesen.<\/p>\n<p>Die Dekodierung des einzigartigen Fundes f\u00fchrt mich ganz nahe an das Leben und die Erlebniswelt von Johann Albrecht und Maria Mintzel heran. M\u00f6gen ihre Motive, Handlungsweisen, Gef\u00fchle und Hoffnungen auch idealisiert und mythologisch \u00fcberh\u00f6ht worden sein, unter dem barocken Firnis scheint doch ein wenig die Wirklichkeit jener Tage und Ereignisse hervor.<\/p>\n<p style=\"text-align: center;\"><strong>Kommendes Unheil<\/strong><\/p>\n<p>1625 war ein relativ ruhiges Jahr zwischen den Teilkriegen oder Phasen des \u201eGro\u00dfen Krieges\u201c. Der B\u00f6hmisch-Pf\u00e4lzische Krieg (1618-1623), der sich, wie seine Bezeichnung sagt, in B\u00f6hmen und in der unteren Pfalz abgespielt hatte, war nach mehreren Schlachten zu Ende gegangen. Der Nieders\u00e4chsisch-D\u00e4nische Krieg (1625-1629) w\u00fctete in Norddeutschland und hatte erst begonnen. Bis 1630 blieb Leipzig von der Kriegsfurie weitgehend verschont. Die Kriegsschaupl\u00e4tze lagen weit entfernt, in Leipzig bl\u00fchten Gewerbe und Handel. Die Leipziger B\u00fcrgerschaft und das Druckerehepaar Mintzel konnten auf ruhige und gesch\u00e4ftlich ertragreiche Jahre hoffen. Noch waren keine Anzeichen f\u00fcr das kommende Ungl\u00fcck zu sehen. Erst der dritte Teilkrieg, der sogenannte Schwedische Krieg (1630-1635), ver\u00e4nderte in den Jahren 1630\/31 schlagartig die politischen und kriegerischen Verh\u00e4ltnisse. Die schwedische Gro\u00dfmachtpolitik er\u00f6ffnete eine neue Phase des \u201cGro\u00dfen Krieges\u201c. Im Jahr 1630 landete der schwedische K\u00f6nig Gustav II. Adolf mit seiner Flotte unbehelligt an der pommerschen Ostseek\u00fcste und kam mit seiner Streitmacht dem Protestantismus zur Hilfe. Erst dieser dritte Teilkrieg traf Sachsen und die Messestadt Leipzig mit voller Wucht und f\u00fcgte der Bev\u00f6lkerung gro\u00dfe Beschwernisse und ungeheures Leid zu. Johann Albrecht und Maria Mintzel gingen schweren Tagen entgegen. Leipzig erlebte von 1631 bis 1642 f\u00fcnf Belagerungen und Besetzungen: nach der 1. Schlacht bei Breitenfeld und durch Tilly im September 1631, nach der Schlacht bei L\u00fctzen im Oktober 1632, die Belagerung und Besetzung durch schwedische Truppen im August 1633, die sogenannte Bauersche Belagerung und Besetzung vom Ende 1636 bis zum Februar 1637 und zuletzt durch die der \u00a0Schweden nach der 2. Schlacht bei Breitenfeld. Nach der 1. Schlacht bei Breitenfeld ging das 1627 erworbene Wohnhaus und die Offizin der Druckerfamilie in Flammen auf. Von den elf Kindern des Ehepaars, die im Zeitraum von 1627 bis 1642 zur Welt kamen, starben allein im September 1633 innerhalb von drei Wochen f\u00fcnf an Seuchen, die von der Soldateska eingeschleppt worden waren. Die Kriegsereignisse st\u00fcrzten die Familie in eine schier unertr\u00e4gliche Katastrophe. Das Massensterben f\u00fchrte dazu, dass nicht einmal die Namen der verstorbenen Kinder in den Sterberegistern eingetragen wurden. Sp\u00e4ter, 1649, klagte Johann Albrecht Mintzel in einem seiner Trauergedichte:<\/p>\n<p>\u201eIn einer Summ: was uns allhier nur kann erfrewen \/<\/p>\n<p>Was lieb vnd angenehm: das f\u00fchrt er an den Reyen<\/p>\n<p>Des finstern Toden-Tantzes \/ gantz grausam und geschwind \/<\/p>\n<p>Macht Wittwen \/ Waisen viel \/ und manch betr\u00fcbtes Kind!<\/p>\n<p>Di\u00df haben wir \/ leider! ach!\u00a0 Mit Hertzens Schmertz erfahren\u2026\u201c<\/p>\n<p>Treten er und Maria mir in den Spiegelungen eines Hochzeitsgedichtes als liebende und leidende Personen entgegen, so teilt er sich hier ganz pers\u00f6nlich mit. Was uns hier auf Erden erfreut und uns lieb und angenehm ist, die Menschen um uns, die wir gerne haben und lieben, die rei\u00dft der Tod aus dem Leben und reiht sie in den Reigen der Toten ein. Johann Albrecht Mintzel starb am 15. Mai 1653, Maria am 9. August 1679. Sie hatte in Hof an der Saale nach dem Tod ihres Mannes die Mintzelsche Buchdruckerei \u00fcbernommen und so lange in Schwung gehalten, bis ihr einziger Sohn, der die Kriegswirren \u00fcberlebte, ab 1662 die Offizin fortf\u00fchren konnte. Sie war eine tapfere, vitale und gesch\u00e4ftst\u00fcchtige Frau, ohne deren Tatkraft und Durchhalteverm\u00f6gen der Betrieb Gefahr gelaufen w\u00e4re, schon mit dem Ableben ihres Gr\u00fcnders unterzugehen. Sie wurde in Hof respektvoll auch offiziell die Buchdruckerin genannt. \u00a0Ihr Lebensmut und ihre Lebensleistung haben mich tief beeindruckt (Alf Mintzel, 2011: Von der Schwarzen Kunst zur Druckindustrie, Band I, Kap. VIII, S. 276-313 mit zahlreichen Belegen).<\/p>\n<p>[Abbildung; Titelblatt Druck von Maria Mintzel]<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p style=\"text-align: center;\">Anhang I: Das mythologische und antike Personal<\/p>\n<p style=\"text-align: center;\">(Verszeilen in der Reihenfolge ihrer Nennung)<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td width=\"211\">Delia<\/td>\n<td width=\"403\">1, 32, 56, 72, 85, 204, 235, 254, 273<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td width=\"211\">Diana<\/td>\n<td width=\"403\">138<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td width=\"211\">Faune<\/td>\n<td width=\"403\">89<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td width=\"211\">Nymphen<\/td>\n<td width=\"403\">89, 246, 250<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td width=\"211\">Charon<\/td>\n<td width=\"403\">123<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td width=\"211\">Actaeon<\/td>\n<td width=\"403\">137<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td width=\"211\">Morpheus<\/td>\n<td width=\"403\">140<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td width=\"211\">Fortuna<\/td>\n<td width=\"403\">143, 211<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td width=\"211\">Proserpina<\/td>\n<td width=\"403\">147<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td width=\"211\">Jupiter<\/td>\n<td width=\"403\">145<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td width=\"211\">Phoebos<\/td>\n<td width=\"403\">165, 170<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td width=\"211\">Helena<\/td>\n<td width=\"403\">225<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td width=\"211\">Cleopatra<\/td>\n<td width=\"403\">226<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td width=\"211\">Lycaste<\/td>\n<td width=\"403\">227<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td width=\"211\">Erinna<\/td>\n<td width=\"403\">228<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td width=\"211\">Penthesilea<\/td>\n<td width=\"403\">230<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td width=\"211\">Abigail<\/td>\n<td width=\"403\">231<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td width=\"211\">Atropos<\/td>\n<td width=\"403\">233<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td width=\"211\">Venus<\/td>\n<td width=\"403\">243<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td width=\"211\">Satyre<\/td>\n<td width=\"403\">245<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td width=\"211\">Ceres<\/td>\n<td width=\"403\">252<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td width=\"211\">Bacchus<\/td>\n<td width=\"403\">252<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td width=\"211\"><\/td>\n<td width=\"403\"><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<p style=\"text-align: center;\">Anhang II: Genealogische Daten und \u00dcbersichten<\/p>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td colspan=\"11\" width=\"605\">Genealogische \u00dcbersicht I<\/p>\n<p>Leipziger Herkunftsfamilie von Maria Mintzel, geb. Hase<\/p>\n<p>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td colspan=\"2\" width=\"146\">Hase,<\/p>\n<p>Leonhard<\/p>\n<p>* ~ 1555 (?)<\/td>\n<td colspan=\"3\" width=\"146\">?<\/td>\n<td width=\"23\"><\/td>\n<td colspan=\"3\" width=\"146\">Heberlein,<\/p>\n<p>Christoph<\/p>\n<p>* ?, \u2020 ?<\/td>\n<td colspan=\"2\" width=\"146\">?<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td width=\"73\"><\/td>\n<td width=\"73\"><\/td>\n<td width=\"73\"><\/td>\n<td colspan=\"2\" width=\"73\"><\/td>\n<td width=\"23\"><\/td>\n<td colspan=\"2\" width=\"73\"><\/td>\n<td width=\"73\"><\/td>\n<td width=\"73\"><\/td>\n<td width=\"73\"><\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td colspan=\"2\" width=\"146\"><\/td>\n<td colspan=\"3\" width=\"146\"><\/td>\n<td width=\"23\"><\/td>\n<td colspan=\"3\" width=\"146\"><\/td>\n<td colspan=\"2\" width=\"146\"><\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td colspan=\"4\" width=\"259\">Hase, Andreas<\/p>\n<p>* 1570, \u2020 \u25a1?<\/p>\n<p>Beruf: Maurermeister<\/td>\n<td colspan=\"3\" width=\"84\">\u221e<\/p>\n<p>1600<\/p>\n<p>Trinitatis<\/td>\n<td colspan=\"4\" width=\"262\">Heberlein, Elisabeth<\/p>\n<p>* ?, \u2020 \u25a1 ?<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td colspan=\"4\" width=\"259\"><\/td>\n<td colspan=\"3\" width=\"84\"><\/td>\n<td colspan=\"4\" width=\"262\"><\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td colspan=\"11\" width=\"605\">Sechs Kinder:<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td colspan=\"11\" width=\"605\">1. Maria \u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0 getauft 05.11.1602<\/p>\n<p>I. \u221e 20.09.1622 mit Michael Weidlich (*?, \u25a1 17.01.1624)<\/p>\n<p>II. \u221e 12.06.1625 mit Johann Albrecht Mintzel (* 1600, \u2020 1653)<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td colspan=\"11\" width=\"605\">2. Christoph \u00a0\u00a0 getauft 16.06.1605, \u2020 \u25a1\u00a0 ?<\/p>\n<p>3. Andreas\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0 getauft 02.08.1608, \u2020 \u25a1\u00a0 ?<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td colspan=\"11\" width=\"605\">4. Magdalena\u00a0 getauft 04.01.1611, \u2020 \u25a1\u00a0 ?<\/p>\n<p>\u221e 04.03.1633 mit Julius Holwein, Druckergeselle bei Johann Albrecht<\/p>\n<p>Mintzel<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td colspan=\"11\" width=\"605\">5. Leonhard\u00a0\u00a0\u00a0 getauft 22.11.1613, \u2020 \u25a1\u00a0 ?<\/p>\n<p>6. Catharina\u00a0\u00a0\u00a0 getauft 08.01.1616, \u2020 \u25a1 \u00a0?<\/p>\n<p>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td colspan=\"11\" width=\"605\">Quellen: Informationen des S\u00e4chsischen Staatsarchivs \/ Stadtarchiv Leipzig; StA-L, Moritz-Kartei. Schreiben vom 18.01.2011<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td width=\"73\"><\/td>\n<td width=\"73\"><\/td>\n<td width=\"73\"><\/td>\n<td width=\"41\"><\/td>\n<td width=\"32\"><\/td>\n<td width=\"23\"><\/td>\n<td width=\"29\"><\/td>\n<td width=\"43\"><\/td>\n<td width=\"73\"><\/td>\n<td width=\"73\"><\/td>\n<td width=\"73\"><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td colspan=\"15\" width=\"605\">Genealogische \u00dcbersicht II<\/p>\n<p>Leipziger Familienverh\u00e4ltnisse Maria Mintzels, geb. Hase,<\/p>\n<p>verwitwete Weidlich, in erster Ehe<\/p>\n<p>(Michael Weidlich war drei Mal verheiratet, in dritter Ehe mit Maria Hase, 1622-1624)<\/p>\n<p>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td colspan=\"3\" width=\"146\">Weidlich,<\/p>\n<p>?<\/p>\n<p>* ? \u2020 \u25a1 ?<\/td>\n<td colspan=\"3\" width=\"146\">?<\/td>\n<td colspan=\"3\" width=\"23\"><\/td>\n<td colspan=\"3\" width=\"146\">Finstermerten,<\/p>\n<p>Sebastian<\/p>\n<p>* ? \u2020 \u25a1 ?<\/td>\n<td colspan=\"3\" width=\"146\">Greger,<\/p>\n<p>Anna<\/p>\n<p>* ? \u2020 \u25a1 ?<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td width=\"73\"><\/td>\n<td colspan=\"3\" width=\"146\">\u221e<\/td>\n<td colspan=\"2\" width=\"73\"><\/td>\n<td colspan=\"3\" width=\"23\"><\/td>\n<td colspan=\"2\" width=\"73\"><\/td>\n<td colspan=\"3\" width=\"146\">\u221e 1567<\/td>\n<td width=\"73\"><\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td colspan=\"3\" width=\"146\"><\/td>\n<td colspan=\"3\" width=\"146\"><\/td>\n<td colspan=\"3\" width=\"23\"><\/td>\n<td colspan=\"3\" width=\"146\"><\/td>\n<td colspan=\"3\" width=\"146\"><\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td colspan=\"5\" width=\"259\">Weidlich, Michael<\/p>\n<p>* ~ 1570, \u25a1 17.01.1624<\/p>\n<p>Beruf: Maurer<\/td>\n<td colspan=\"5\" width=\"84\">I. \u221e<\/p>\n<p>27.01.<\/p>\n<p>1605<\/td>\n<td colspan=\"5\" width=\"262\">Finstermerten, Anna<\/p>\n<p>* ?, \u2020 \u25a1 ?<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td colspan=\"2\" width=\"130\"><\/td>\n<td colspan=\"3\" width=\"130\"><\/td>\n<td colspan=\"5\" width=\"84\"><\/td>\n<td colspan=\"3\" width=\"131\"><\/td>\n<td colspan=\"2\" width=\"131\"><\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td colspan=\"8\" width=\"302\"><\/td>\n<td colspan=\"7\" width=\"302\"><\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td colspan=\"15\" width=\"605\">Sechs Kinder aus drei Ehen:<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td colspan=\"7\" width=\"295\"><\/td>\n<td colspan=\"8\" width=\"310\">I.<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td colspan=\"15\" width=\"605\">1. Christoph \u00a0\u00a0 getauft 03.05.1605<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td colspan=\"7\" width=\"295\"><\/td>\n<td colspan=\"8\" width=\"310\">II. \u221e 31.07.1608 mit Maria Pantzer<\/p>\n<p>getauft 05.11.1584, \u2020 \u25a1 um 1621\/22<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td colspan=\"15\" width=\"605\">2. Georg \u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0 getauft 21.06.1609, \u2020 \u25a1 \u00a0?<\/p>\n<p>3. Michael\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0 getauft 29.08.1611, \u2020 \u25a1\u00a0 ?<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td colspan=\"15\" width=\"605\">4. Leonhard\u00a0\u00a0\u00a0 getauft 04.11.1616, \u2020 \u25a1\u00a0 ?<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td colspan=\"15\" width=\"605\">5. Michael\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0 getauft 13.02.1621, \u2020 \u25a1 \u00a0?<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td colspan=\"7\" width=\"295\"><\/td>\n<td colspan=\"8\" width=\"310\">III. \u221e 29.09.1622 mit Maria Hase<\/p>\n<p>getauft 05.11.1602<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td colspan=\"15\" width=\"605\">6. Sabina\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0 getauft 17.09.1623<\/p>\n<p>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td colspan=\"15\" width=\"605\">Quellen: Informationen des S\u00e4chsischen Staatsarchivs \/ Stadtarchiv Leipzig; StA-L, Moritz-Kartei.<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td width=\"73\"><\/td>\n<td width=\"57\"><\/td>\n<td width=\"16\"><\/td>\n<td width=\"73\"><\/td>\n<td width=\"41\"><\/td>\n<td width=\"32\"><\/td>\n<td width=\"4\"><\/td>\n<td width=\"7\"><\/td>\n<td width=\"11\"><\/td>\n<td width=\"29\"><\/td>\n<td width=\"43\"><\/td>\n<td width=\"73\"><\/td>\n<td width=\"15\"><\/td>\n<td width=\"58\"><\/td>\n<td width=\"73\"><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td colspan=\"6\" width=\"605\">Genealogische \u00dcbersicht III<\/p>\n<p>Eltern und Geschwister Johann Albrecht Mintzels (01.10.1600 \u2013 15.05.1653), Buchdrucker und Verleger zu Leipzig (1625 \u2013 1642) und Hof\/Saale (1642 \u2013 1653)<\/p>\n<p>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td colspan=\"2\" width=\"259\">Mintzel, Johann<\/p>\n<p>* ~ 1560, \u25a1 1611<\/p>\n<p>Schulmeister in Speinshart\/ Oberpfalz 1580 \u2013 1611<\/td>\n<td colspan=\"2\" width=\"84\">\u221e<\/p>\n<p>1586<\/td>\n<td colspan=\"2\" width=\"262\">?<\/p>\n<p>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td width=\"130\"><\/td>\n<td width=\"130\"><\/td>\n<td colspan=\"2\" width=\"84\"><\/td>\n<td width=\"131\"><\/td>\n<td width=\"131\"><\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td colspan=\"3\" width=\"302\"><\/td>\n<td colspan=\"3\" width=\"302\"><\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td colspan=\"6\" width=\"605\">Zehn Kinder (mindestens vier Kinder verstarben in Speinshart):<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td colspan=\"6\" width=\"605\">1. Name? \u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0 Speinshart; *?, \u2020 \u25a1?<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td colspan=\"6\" width=\"605\">2. Name?\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0 Speinshart; *?, \u2020 \u25a1?<\/p>\n<p>3. Name?\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0 Speinshart; *?, \u2020 \u25a1?<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td colspan=\"6\" width=\"605\">4. Name? \u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0 Speinshart; *?, \u2020 \u25a1?<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td colspan=\"6\" width=\"605\">5. Name?\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0 Speinshart; *?, \u2020 \u25a1?<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td colspan=\"6\" width=\"605\">6. Name?\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0 Speinshart; *?, \u2020 \u25a1?<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td colspan=\"6\" width=\"605\">7. Name?\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0 Speinshart; *?, \u2020 \u25a1?<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td colspan=\"6\" width=\"605\">8. Johann Christoph\u00a0\u00a0\u00a0 Speinshart; * 1598, \u2020 \u25a1?<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td colspan=\"6\" width=\"605\">9. Johann Albrecht \u00a0\u00a0\u00a0 * 01.10.1600, Speinshart<\/p>\n<p>\u2020 15.05.1653, Hof\/Saale<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td colspan=\"6\" width=\"605\">10. Germanus Speinshart * 1602, \u2020 \u25a1?<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td colspan=\"6\" width=\"605\">Quellen und Belege siehe Mintzel, 2011: Von der Schwarzen Kunst zur Druckindustrie, Bd. I, S. 22-41.<\/p>\n<p>Die lokale und regionale Geschichtsschreibung, die sich mit dem Pr\u00e4monstratenserstift Speinshart und mit den umliegenden Ortschaften befasst, stammt von katholischen Autoren. Bis auf wenige Ausnahmen hat diese Geschichtsschreibung die protestantische Zeit zwischen 1556 und 1623 ausgespart und Protestanten aus dem kulturellen Ged\u00e4chtnis getilgt. Das Familienbuch von Tremmersdorf beginnt erst mit dem Jahr 1602.<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td width=\"130\"><\/td>\n<td width=\"130\"><\/td>\n<td width=\"43\"><\/td>\n<td width=\"41\"><\/td>\n<td width=\"131\"><\/td>\n<td width=\"131\"><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<p style=\"text-align: center;\"><strong>Fu\u00dfnoten<\/strong><\/p>\n<p><a href=\"#_ftnref1\" name=\"_ftn1\">[1]<\/a> \u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0 Ich will mich hier nicht abermals mit der elit\u00e4r-bildungsb\u00fcrgerlichen Attit\u00fcde auseinandersetzen, die meint auf eine erl\u00e4uternde \u00a0Transkription des Originaltextes verzichten zu k\u00f6nnen.<\/p>\n<p><a href=\"#_ftnref2\" name=\"_ftn2\">[2]<\/a> \u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0 Winden = Windspiele, eine Hunderasse<\/p>\n<p><a href=\"#_ftnref3\" name=\"_ftn3\">[3]<\/a> \u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0 veneriren = huldigen<\/p>\n<p><a href=\"#_ftnref4\" name=\"_ftn4\">[4]<\/a> \u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0 voviren = versprechen<\/p>\n<p><a href=\"#_ftnref5\" name=\"_ftn5\">[5]<\/a> \u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0 Gfehrt = Gef\u00e4hrte<\/p>\n<p><a href=\"#_ftnref6\" name=\"_ftn6\">[6]<\/a> \u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0 solstu = sollst du<\/p>\n<p><a href=\"#_ftnref7\" name=\"_ftn7\">[7]<\/a> \u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0 Consorten = Gef\u00e4hrten<\/p>\n<p><a href=\"#_ftnref8\" name=\"_ftn8\">[8]<\/a> \u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0 Hier in den L\u00fcften.<\/p>\n<p><a href=\"#_ftnref9\" name=\"_ftn9\">[9]<\/a> \u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0 Musikinstrumente: Pfeifen und Seiteninstrumente<\/p>\n<p><a href=\"#_ftnref10\" name=\"_ftn10\">[10]<\/a> \u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0 Nimfen = Nymphen<\/p>\n<p><a href=\"#_ftnref11\" name=\"_ftn11\">[11]<\/a> \u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0 admittiret = einl\u00e4sst<\/p>\n<p><a href=\"#_ftnref12\" name=\"_ftn12\">[12]<\/a> \u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0 foviret = erw\u00e4rmt, warm h\u00e4lt, umarmt<\/p>\n<p><a href=\"#_ftnref13\" name=\"_ftn13\">[13]<\/a> \u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0 Danne = Boot, Zille?<\/p>\n<p><a href=\"#_ftnref14\" name=\"_ftn14\">[14]<\/a> \u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0 verwandelt<\/p>\n<p><a href=\"#_ftnref15\" name=\"_ftn15\">[15]<\/a> \u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0 vorgibt<\/p>\n<p><a href=\"#_ftnref16\" name=\"_ftn16\">[16]<\/a> \u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0 mutiret = verwandelt; sich eines anderen besinnt,<\/p>\n<p><a href=\"#_ftnref17\" name=\"_ftn17\">[17]<\/a> \u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0 exhilaciret = ausatmet (?)<\/p>\n<p><a href=\"#_ftnref18\" name=\"_ftn18\">[18]<\/a> \u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0 Hende winden = H\u00e4nde ringen<\/p>\n<p><a href=\"#_ftnref19\" name=\"_ftn19\">[19]<\/a> \u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0 Phoebus = Sonnengott<\/p>\n<p><a href=\"#_ftnref20\" name=\"_ftn20\">[20]<\/a> \u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0 farthe = F\u00e4hrte<\/p>\n<p><a href=\"#_ftnref21\" name=\"_ftn21\">[21]<\/a> \u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0 Nachricht<\/p>\n<p><a href=\"#_ftnref22\" name=\"_ftn22\">[22]<\/a> \u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0 Windspielen<\/p>\n<p><a href=\"#_ftnref23\" name=\"_ftn23\">[23]<\/a> \u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0 voviret = gelobt, feierlich versprochen<\/p>\n<p><a href=\"#_ftnref24\" name=\"_ftn24\">[24]<\/a> \u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0 spondieren = versprechen<\/p>\n<p><a href=\"#_ftnref25\" name=\"_ftn25\">[25]<\/a> \u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0 B\u00fccher H\u00fclff = Anspielung auf seine Buchdruckerei<\/p>\n<p><a href=\"#_ftnref26\" name=\"_ftn26\">[26]<\/a> \u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0 certiret = wettgeeifert<\/p>\n<p><a href=\"#_ftnref27\" name=\"_ftn27\">[27]<\/a> \u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0 repitiret = wiederholt<\/p>\n<p><a href=\"#_ftnref28\" name=\"_ftn28\">[28]<\/a> \u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0 Lethe = Fluss der Unterwelt<\/p>\n<p><a href=\"#_ftnref29\" name=\"_ftn29\">[29]<\/a> \u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0 frone = ? \u00a0Fromme?<\/p>\n<p><a href=\"#_ftnref30\" name=\"_ftn30\">[30]<\/a> \u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0 desperiren = verzweifeln, alle Hoffnung aufgeben<\/p>\n<p><a href=\"#_ftnref31\" name=\"_ftn31\">[31]<\/a> \u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0 intonieren = einzustimmen<\/p>\n<p><a href=\"#_ftnref32\" name=\"_ftn32\">[32]<\/a> \u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0 acceptiret = annehmen, akzeptieren<\/p>\n<p><a href=\"#_ftnref33\" name=\"_ftn33\">[33]<\/a> \u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0 formiret = gestaltet<\/p>\n<p><a href=\"#_ftnref34\" name=\"_ftn34\">[34]<\/a> \u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0 Die renommierte Verlagsdruckerei der Leipziger Verlegerfamilie Grosse wurde von Faktoren und P\u00e4chtern gef\u00fchrt, seit dem 2. Mai 1625 von dem Buchdruckerherrn Johann Albrecht Mintzel, der sie 1637 kaufte. Die Verlagsdruckerei geh\u00f6rte mit vier Pressen zu den f\u00fcnf gr\u00f6\u00dften Offizinen Leipzigs. Ausf\u00fchrlich beschrieben und mit vielen Quellenangaben belegt bei Alf Mintzel, 2011: Von der Schwarzen Kunst zur Druckindustrie, Band I.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>\u00a0\u201eDeliae Hasenjagt\u201c, 1625, im Weltkatalog\u00a0\u00a0 Es gibt einzigartige Dinge und Ereignisse, Merkw\u00fcrdigkeiten also, die buchst\u00e4blich dokumentiert und erz\u00e4hlt werden wollen. So ein Ding ist ein Druckwerk aus dem Jahr 1625, das laut Weltkatalog (WorldCat) rund um den Globus nur noch einmal existiert und in einer einzigen \u00f6ffentlichen Bibliothek aufbewahrt wird. 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